Japan geschockt Kronprinzessin Masako hatte Fehlgeburt
Tokio - Die traurige Nachricht gab das Haushofamt am späten Donnerstagabend (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz bekannt. Ärzte hätten die Fehlgeburt diagnostiziert und die 36-jährige Prinzessin daraufhin operiert. Sie befinde sich in guter Verfassung, werde aber zunächst in der kaiserlichen Klinik bleiben. Seit ihrer Heirat mit Kronprinz Naruhito (39) vor sechs Jahren steht die frühere Elite-Diplomatin unter erheblichem öffentlichen Druck, der Nation einen Thronnachfolger zu gebären.
Am Nachmittag hatte sich Masako in der Klinik des Haushofamts einem zweiten Schwangerschaftstest unterzogen. Ein erster zweistündiger Test am 13. Dezember hatte keine Bestätigung für eine Schwangerschaft erbracht. Zuvor berichteten die Medien des Landes jedoch von Symptomen einer Schwangerschaft. Heerscharen von Reportern und Kamerateams belagerten daraufhin das Haus des Kronprinzenpaares in Tokio, mehrere Hubschrauber flogen über die Residenz. Auch vor dem Haus von Masakos Eltern postierten sich Reporter und berichteten live.
Auf Grund dieses immensen öffentlichen Drucks sah sich das Kronprinzenpaar schon mehrmals in den vergangenen Jahren zu Stellungnahmen genötigt. "Ich glaube, der Storch würde ein wenig Ruhe bevorzugen", sagte Naruhito bereits an seinem 36. Geburtstag zur Frage nach dem Nachwuchs. Sollte Masako keinen Jungen zur Welt bringen, stünde das Kaiserhaus in der übernächsten Generation ohne Thronfolger da. Nach den Gesetzen des Hofes darf nur ein Nachkomme der männlichen Linie der kaiserlichen Familie Tenno (Kaiser) werden.
Der einzige weitere Sohn des jetzigen Kaiserpaares, Prinz Akishino, und dessen Frau Prinzessin Kiko haben zwei Töchter, aber keinen Sohn. Kronprinz Naruhito hatte Masako Owada, die in Harvard und Oxford studierte und Englisch, Französisch und Deutsch spricht, im Juni 1993 geheiratet. Seither verstummen die Gerüchte um Masakos Seelenzustand nicht.