Kölner Stadtarchiv Gutachter nennt Baufehler als Einsturzursache
Einsturzstelle in Köln (Archivbild)
Foto: Oliver Berg/ dpaDer Einsturz des Kölner Stadtarchivs am 3. März 2009 ist mit großer Wahrscheinlichkeit einem Baufehler geschuldet. Der Vorsitzende Richter im laufenden Strafprozess, Michael Greve, erklärte, die Einsturzursache stehe laut Hauptgutachter Hans-Georg Kempfert eindeutig fest.
Dessen jahrelangen Nachforschungen hätten bestätigt, dass ein Loch in einer unterirdischen Wand für den Einsturz ausschlaggebend gewesen sei. Bei dem Unglück kamen zwei Anwohner ums Leben, es entstand ein Milliardenschaden. Die Schätze des bedeutendsten deutschen Kommunalarchivs wurden verschüttet.
Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet, wird der Geotechniker Kempfert im Juni sein Gutachten in Gänze vorstellen und dann auch als Zeuge vor Gericht aussagen. Drei ehemalige Beschäftigte der am Bau beteiligten Firma sowie zwei für die Aufsicht zuständige Ingenieure der Kölner Verkehrsbetriebe müssen sich vor Gericht verantworten. Sie sind wegen fahrlässiger Tötung und Baugefährdung angeklagt.
Köln: Der Einsturz des Stadtarchivs