R. Kelly scheitert mit Berufungsantrag in Missbrauchsurteil - DER SPIEGEL
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Prozess in Chicago R. Kelly scheitert mit Berufungsantrag in Missbrauchsurteil

Erst 30 Jahre Haft wegen sexueller Übergriffe, dann 20 weitere Jahre: Der US-Sänger R. Kelly ist mit dem Versuch gescheitert, eine seiner Haftstrafen zu verringern. Seine Anwälte wollen dennoch weitere Schritte gehen.
R. Kelly (Archivbild): Der Musiker gehörte mit mehr als 50 Millionen verkauften Alben einst zu den erfolgreichsten Musikern seiner Generation
R. Kelly (Archivbild): Der Musiker gehörte mit mehr als 50 Millionen verkauften Alben einst zu den erfolgreichsten Musikern seiner Generation

R. Kelly (Archivbild): Der Musiker gehörte mit mehr als 50 Millionen verkauften Alben einst zu den erfolgreichsten Musikern seiner Generation

Foto: Antonio Perez / dpa

Ein weiterer Rückschlag für R. Kelly: Der wegen sexuellen Missbrauchs zu zwei langjährigen Haftstrafen verurteilte US-Sänger ist mit einem Berufungsantrag bei einem Gericht in Chicago gescheitert. Das zuständige Berufungsgericht bestätigte wie US-Medien berichteten am Freitag ein früheres Urteil gegen den Sänger.

Eine Jury in Chicago befand Kelly 2022 schuldig, Sex mit Minderjährigen gehabt und Kinderpornografie angefertigt zu haben. Er wurde in diesem Fall zu 20 Jahren Haft verurteilt. Der Richter legte fest, dass Kelly seine Haftstrafen größtenteils parallel absitzen darf. Kellys Berufungsantrag in Chicago drehte sich unter anderem um die Länge der Strafe. Laut der Anwältin des 57-Jährigen sei der Kampf gegen das Urteil noch nicht vorbei.

Auch in New York läuft eine Berufung. Im März argumentierten die Anwälte des Musikers dort bei einer Anhörung, dass die Staatsanwaltschaft nicht ausreichend Beweise vorgelegt und dass er keinen fairen Prozess bekommen habe. Der Sänger erhielt 2022 in New York 30 Jahre Haft, nachdem eine Jury ihn in neun Anklagepunkten – darunter sexuelle Ausbeutung Minderjähriger, Kidnapping und Bestechung – schuldig befunden hatte.

Der in Chicago als Robert Sylvester Kelly geborene Musiker hatte mit mehr als 50 Millionen verkauften Alben und diversen wichtigen Auszeichnungen einst zu den erfolgreichsten Musikern seiner Generation gehört. Schon seit den Neunzigerjahren gab es aber Anschuldigungen wegen sexuellen Missbrauchs gegen ihn. 2019 fasste die aufsehenerregende Dokumentation »Surviving R. Kelly« die Vorwürfe zusammen. Kelly wurde im Sommer desselben Jahres festgenommen und angeklagt.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels haben wir Kelly zu alt gemacht. Er ist nicht 75 Jahre alt, sondern – Zahlendreher! – 57 Jahre.

spr/dpa