»Im Verhör«: Der Jahrhundertcoup (2) Ein Puzzle mit mehreren Tausend Teilen
Nur wenige Zeugen beobachten, was in der Nacht des 25. November 2019 rund um das Grüne Gewölbe geschieht. Die Täter schaffen es sogar noch, mit einem Feuerlöscher viele ihrer DNA-Spuren zu vernichten. Sie wissen, dass das Pulver aus dem Inneren des Extinkteurs ihre Haar- und Hautschuppen als Beweise unbrauchbar macht.
Doch die Ermittler setzen das Puzzle langsam zusammen. Sie finden auf der Mauer zum Grünen Gewölbe einige DNA-Spuren. Sie entdecken den Brand im Elbe-Pegelhaus, der die Straßenlaternen lahmgelegt hatte. Und sie bringen das Feuer in einer nahegelegenen Tiefgarage mit dem Diebstahl des Sachsen-Schatzes in Zusammenhang. Die Täter hatten ihren Fluchtwagen dort angezündet und damit nicht nur viele andere Autos in Brand gesetzt. Sie haben auch das Leben der Menschen, die über der Tiefgarage schliefen, gefährdet. Das ist für das spätere Strafmaß wichtig. In dem ausgebrannten Fluchtauto finden sich noch Spuren: die Überreste von zwei Waffen. Die Spurensicherung entdeckt auch Erde, deren Herkunft akribisch untersucht wird. Doch der große Durchbruch will einfach nicht gelingen. Die Fahnder wenden sich an die Öffentlichkeit, mit einem Video, das vier Gestalten bei der Erkundung des Grünen Gewölbes zeigt – zu den regulären Öffnungszeiten. Die Polizei kann sich vor Anrufen kaum retten. Es meldet sich auch ein selbst ernannter Messias, der ganz genau wissen will, wo sich der Schatz von August, des Starken, befindet. Es ist die Stunde der Irren und Betrüger.
Der Jahrhundertcoup
Thomas Heise, Claas Meyer-HeuerPreisabfragezeitpunkt
17.10.2026 08.26 Uhr
Keine Gewähr
Auch die SPIEGEL TV-Reporter Thomas Heise und Claas Meyer-Heuer werden kontaktiert. Ein angeblicher Diamantenhändler macht ein Angebot: Für 40.000 Euro könne er den entwendeten Brustorden aus dem Schatz besorgen. In der zweiten Episode »Im Verhör: Der Jahrhundertcoup«, der vierteiligen Serie, berichten die beiden Reporter, wie ebendieser Betrüger die staatliche Kunstsammlung Dresden um genau 40.000 Euro bringt, mit genau dem gleichen Angebot. Es geht auch um die erste richtig heiße Spur: Die Handydaten der Täter aus der Nacht des Einbruchs führen zu einem Händler in Berlin-Neukölln – das zählt zum Remmo-Land.
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