Demi Moore über ikonisches »Vanity Fair«-Cover: Schwanger, nackt und voller Stolz - DER SPIEGEL
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Schwanger und nackt Demi Moore über ikonisches »Vanity Fair«-Cover – »Gott sei Dank erwachsen geworden«

»More Demi Moore« sorgte 1991 für Aufsehen: Das Cover der »Vanity Fair« zeigte eine schwangere und nackte Demi Moore. Heute blickt die Schauspielerin voller Stolz zurück.
Demi Moore im Mai beim Filmfest in Cannes
Demi Moore im Mai beim Filmfest in Cannes

Demi Moore im Mai beim Filmfest in Cannes

Foto:

Scott A Garfitt / Invision / AP

Es war einer der popkulturellen Aufreger der frühen Neunzigerjahre: Demi Moore zeigt sich schwanger und (vor allem) nackt auf dem Cover der »Vanity Fair«. Der rechte Arm um die Brüste geschlungen, der linke um den Bauch.

Das Foto und seine Platzierung sorgten für ein solches Aufsehen, es gibt einen eigenen Wikipedia-Artikel nur über das mit »More Demi Moore« überschriebene Cover.

Heute sieht Moore, 61, das Cover als ermutigende, wertvolle und persönliche Erinnerung, wie sie laut dem »People«-Magazin  auf dem Hamptons International Film Festival sagte. Dort wurde sie für ihre Karriere geehrt.

Fotogafin Annie Leibovitz mit dem ikonischen Foto von Demi Moore auf einer Ausstellung 2009 in Berlin

Fotogafin Annie Leibovitz mit dem ikonischen Foto von Demi Moore auf einer Ausstellung 2009 in Berlin

Foto: Sean Gallup / Getty Images

Sie habe sich sehr bewusst auf das Shooting eingelassen, sagte Moore demnach. So habe sie sich damals gefühlt, »als Frau sehr stark. Ich fühlte mich sexy.« Eigentlich sei das Foto jedoch gar nicht für redaktionelle, sondern vielmehr für private Zwecke gedacht gewesen, sagte sie.

Moore war damals mit dem Schauspieler Bruce Willis verheiratet. Nach der ersten gemeinsamen Tochter, die 1988 geboren wurde, entstand das Cover während ihrer Schwangerschaft mit der zweiten Tochter, die im Juli 1991 zur Welt kam. 1994 bekam das damalige Glamourpaar eine weitere Tochter, ehe es sich 1998 trennte.

Extra verpackt an den Kiosken

An den Kiosken musste die Ausgabe der »Vanity Fair« damals extra verpackt werden, sagte Moore. Das Cover sei als zu provokant empfunden worden.

Als Frau sei man damals gefeiert worden, wenn man von der Schwangerschaft erfuhr, sagte Moore. Und noch einmal dann, wenn das Kind geboren wurde. In der Zeit dazwischen habe man jedoch niemanden daran erinnern sollen, dass man jemals Sex hatte. »Gott sei Dank sind wir erwachsen geworden und haben uns weiterentwickelt.«

Laut Moore gebe es eine stille Übereinkunft darüber, was akzeptabel ist und was nicht. So wie auch klar sei, dass Frauen an den Rand gedrängt werden, wenn sie älter werden. Das mache es aber nicht richtig.

hba