Kid Rock: Lieber Rockstar als Senator?
Kid Rocks Absage an US-Senat "Machst Du Witze?"
Alles nur PR - das behauptet zumindest Kid Rock in einem Radiointerview, als seine jüngst selbst befeuerten Gerüchte um eine Kandidatur bei den US-Senatswahlen zur Sprache kommen. "Machst Du Witze", antwortete der Rockstar, als er dazu gefragt wird. Ihm sei es nur darum gegangen, sein neues Album zu promoten, sagte er Moderator Howard Stern beim Sender SiriusXM.
Der konservative Musiker Kid Rock hatte zuletzt allerdings viel unternommen, um als Politiker wahrgenommen zu werden. Der Anhänger von US-Präsident Donald Trump richtete die Website kidrockforsenate.com ein. Via Twitter bestätigte er wenige Stunden später die Echtheit der Seite - inklusive dieser Wortwahl. Bei einem Konzert in Detroit wurde er als der neue Senator im US-Bundesstaat Michigan vorgestellt.
Nachdem erste Gerüchte über politische Ambitionen des Musikers aufgekommen waren, habe er sich gesagt: "Lasst uns das eine Weile durchziehen", sagte Kid Rock nun. US-Medien hatten zuvor in Betracht gezogen, er könne die demokratische Senatorin in Michigan, Debbie Stabenow, herausfordern. Der Staat gilt als Hochburg der Demokraten.
Die Partei äußerte sich bislang nur zurückhaltend zu den Gerüchten. Der Vorsitzende der US-Republikaner in Michigan, Ron Weiser, sagte im Sommer: "Keine Ahnung. Es könnte ein Werbetrick sein." Tatsächlich kommt im November Kid Rocks neues Album "Sweet Southern Sugar" heraus.
Womöglich waren die auf seiner Webseite immer wieder ausgespielten Slogans also nicht mehr als ein großer Bluff. "In Rock we trust" ("Auf Rock vertrauen wir") - eine Anspielung auf den Wahlspruch der USA, "In God we trust" ("Auf Gott vertrauen wir") - war dort zu lesen, oder "Welcome to the Party", ein Wortspiel, da "Party" sowohl Feier als auch Partei heißt.
Kid Rock: Lieber Rockstar als Senator?
Dabei sollte Kid Rock, der 2006 eine wilde Kurzehe mit Hollywood-Star Pamela Anderson führte, mit umstrittener Symbolik inzwischen doch eigentlich vorsichtiger umgehen können. Weil er bei Auftritten immer wieder die Konföderiertenflagge gezeigt hatte, war er bereits vor Jahren des Rassismus beschuldigt worden. Die Flagge gilt als Symbol für die Unterdrückung von Schwarzen.