Falscher Spendenaufruf Mickey Rourke distanziert sich von Crowdfunding-Seite
Schauspieler Mickey Rourke 2022: Fans des strauchelnden Kinohelden sollten ihm unter die Arme greifen
Foto:Paul Archuleta / Getty Images
Einst war Mickey Rourke, 73, ein Sexsymbol und ein gefragter Hollywood-Beau. Das war in den Achtzigerjahren. Ein Regisseur nannte es dann bereits 1987 einen »Albtraum«, mit Rourke zu arbeiten. Schon damals hatte er mit seinem Privatleben und persönlichen Dämonen zu kämpfen. Statt die ganz große, glamouröse Hollywoodkarriere zu machen, startete Rourke eine mehr oder minder erfolgreiche Laufbahn als Profiboxer, ruinierte sich sein Gesicht und spielte in immer obskureren Filmen mit.
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Sein Leben nahm nun eine weitere tragische Wendung – so schien es zumindest zeitweise. Zunächst gab es Berichte, er würde obdachlos, weil er seine Miete von monatlich 7000 Dollar nicht mehr zahlen könne. Der Rauswurf aus seinem Haus in Los Angeles, in dem auch mal Krimiautor Raymond Chandler gewohnt haben soll, stand angeblich unmittelbar bevor.
Liya-Joelle Jones, eine Freundin Rourkes, die auch Teil seines Managementteams sein soll, hatte sich dann offenbar zu einer Maßnahme entschlossen: Die Fans des strauchelnden Kinohelden sollten ihm unter die Arme greifen. Mit Geld, das sie auf einer am Wochenende eingerichteten Crowdfunding-Seite einsammelte. »Unterstützt Mickey, um seine Zwangsräumung zu verhindern« lautete der Titel des Spendenaufrufs.
Mittlerweile hat sich Rourke allerdings selbst auf Instagram zu Wort gemeldet. Ob es ihm gut geht oder nicht, wird aus dem Video nicht ersichtlich, der Schauspieler stellt darin aber klar, dass die Spendenaktion mit ihm »überhaupt nichts zu tun« habe. Und weiter: »Ich brauche das Geld von niemandem, ich würde so etwas nicht tun, ich habe zu viel Stolz, das ist nicht meine Art.« Was mit den über 100.000 Dollar passieren soll, die bisher zusammengekommen sind? Die Aktion sei ihm »peinlich«, wer bereits gespendet habe, solle sein Geld zurückfordern.
Transparenzhinweis: Zunächst war nicht bekannt, dass der Spendenaufruf offenbar ohne Rourkes Einverständnis aufgesetzt wurde. Aufgrund neuer Erkenntnisse wurde diese Meldung aktualisiert.