TV-Moderatorin mit 60 Jahren gestorben Nadja »Naddel« Abd El Farrag ist tot
»Naddel« (hier im Jahr 2018): Die ehemalige Fernsehmoderatorin starb mit 60 Jahren
Foto:Chris Emil Janßen / picture alliance
Die Moderatorin und Sängerin Nadja Abd el Farrag ist tot. Sie starb im Alter von 60 Jahren. Das berichtete zunächst die »Bild«-Zeitung , mehrere Medien bestätigen die Meldung unter Berufung auf ihr Umfeld. Die als »Naddel« bekannt gewordene Fernsehpersönlichkeit starb den Berichten zufolge in einer Hamburger Klinik an Organversagen. Abd el Farrag hatte vor einigen Jahren in ihrer Biografie öffentlich gemacht, an einer Leberzirrhose zu leiden.
Die gebürtige Hamburgerin präsentierte zwischen 1999 und 2000 beim Privatsender RTL Zwei die Erotiksendung »Peep!«, war später Gast im RTL-»Dschungelcamp« und bei »Big Brother«. Zweimal trat sie in der RTL-Schuldensendung von Peter Zwegat auf.
Bekanntheit erlangte Abd el Farrag durch ihre mehrjährige Beziehung mit Dieter Bohlen in den Neunzigern. »Naddel« und der Popstar lebten mehr als zehn Jahre zusammen. Ihre Beziehung sorgte immer wieder für Aufsehen – etwa als Bohlen sie für eine Kurzzeitehe mit der Moderatorin Verona Feldbusch unterbrach.
Abd el Farrag hatte Probleme mit Alkoholmissbrauch und Schulden. Als der SPIEGEL sie 2016 einmal besuchte, sagte el Farrag: »Es war nie mein Ziel, ein Leben in der Öffentlichkeit zu führen.« Allerdings lebe sie von Geschichten, die über sie erscheinen. Alle würden immer sagen, die Arme, die Arme. »Ich bin keine Arme«, sagte el Farrag. Es gehe ihr nicht schlecht. »Ich bin ein positiver Mensch.« Auch wenn es »natürlich« Momente gebe, in denen sie auf ihrem Zimmer sitze und denke: »Du hast eigentlich nichts geschafft.«
Die »Hamburger Morgenpost« schreibt, ab 2023 habe der Hamburger Millionär Andreas Ellermann versucht, Abd el Farrag bei einem Bühnencomeback zu unterstützen. »Mich ereilte die Nachricht, dass Nadja verstorben ist und ich bin tieftraurig«, sagte Ellermann nun in einer Instagram-Story. »Es ging schon seit einem Jahr nicht mehr, dass wir Auftritte machen konnten.«