Schottland: Westwood schickt Models mit "Yes"-Button auf Laufsteg - DER SPIEGEL
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Vivienne Westwood zu Schottland: Mit Mode für die Unabhängigkeit

Foto: Joel Ryan/Invision/AP/ AP/dpa

"Yes"-Button auf Laufsteg Westwood macht Models zu Unabhängigkeitskämpfern

Die britische Modedesignerin Vivienne Westwood versteht es zu provozieren. Bei der Fashion Week in London schickte sie ihre Models nun mit dem "Yes"-Button der schottischen Unabhängigkeitsbewegung auf den Laufsteg.
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London - Ist das jetzt mutig oder dreist? Ausgerechnet in der britischen Hauptstadt London hat die britische Modedesignerin Vivienne Westwood ihre Models mit dem blau-weißen "Yes"-Button der schottischen Unabhängigkeitsbewegung auf den Laufsteg geschickt. Nach der Show legte sie laut einem Bericht des "Herald Scotland"  noch einen drauf: "Ich hasse England", soll die schrille 73-Jährige gesagt haben. Die Schotten seien irgendwie besser als die Briten, sie seien demokratischer.

Am Donnerstag entscheiden die Schotten in einem Referendum über ihr Schicksal: Werden sie unabhängig oder bleiben sie ein Teil Großbritanniens? Die neuesten Umfrageergebnisse deuten auf ein knappes Rennen hin.

Westwood ließ bei der Fashion Week auch eine Mitteilung verteilen. "Ich bin so aufgeregt. Ich drücke die Daumen, dass sie gewinnen werden. Denn wenn sie das tun, kann das der Wendepunkt für eine bessere Welt sein", warb Westwood. Die Künstlerin ist für ihre politischen Statements bekannt. Erst im Sommer tourte sie durch England und protestierte gegen Fracking.

Westwood ist nicht die einzige Prominente, die sich in der Frage nach der Unabhängigkeit Schottlands klar positioniert. In einem offenen Brief wandte sich der britische Fußballstar David Beckham jetzt an seine Landsleute: "Meine aufrichtige Hoffnung ist es, dass Sie für eine Erneuerung unserer historischen Verbindung stimmen werden, die über Jahrhunderte ein Erfolg war."

Mit diesem Wunsch ist Beckham nicht allein. Schon im August wurde ein offener Brief veröffentlicht, in dem Dutzende Prominente für einen Verbleib der Schotten im Vereinigten Königreich warben. Mick Jagger hatte unterschrieben , die Schauspielerinnen Helena Bonham-Carter und Judi Dench, die Sänger Sting und Cliff Richard, der Physiker Stephen Hawking sowie der Komponist Andrew Lloyd Webber.

Derweil haben sich Stars wie Sean Connery für eine Abspaltung ausgesprochen. Der Schotte sagte, im Zentrum der Ja-Kampagne stehe "eine positive Vision für Schottland", die auf Gleichheit und dem demokratischen Kernwert beruhe, dass die Schotten die besten Hüter ihrer Zukunft  seien. Stars wie Schauspieler Robbie Coltrane (Hagrid in "Harry Potter") und Gerard Butler teilen Connerys Meinung - und haben dies auch öffentlich kundgetan. Butler sagte etwa, er sehe keinen Grund, weshalb Schottland nicht unabhängig sein sollte .

jbe