Monty-Python-Star Terry Gilliam: "In mir lebt ein Minderjähriger"
Monty-Python-Star Terry Gilliam Nix mehr zu lachen
Es gibt viele Gründe, sich den Zustand der Welt zu sorgen: der Klimawandel, der Aufstieg von Populisten und Autokraten, blutige Konflikte. Betrübt zeigt sich nun auch einer, der eigentlich nicht gerade als Miesepeter bekannt ist: Terry Gilliam, Mitbegründer der legendären britischen Komikergruppe Monty Python.
Er mache sich Sorgen, dass es derzeit "weniger Lachen auf der Welt gibt", sagte Gilliam. "Und wenn der Humor stirbt, ist das für mich das Ende der Zivilisation." Humor halte frisch und sei auch für ihn persönlich lebensnotwendig. "Wenn ich den jemals verliere, kann ich mir auch gleich eine Kugel in den Kopf jagen", sagte der 77-jährige US-Amerikaner.
Den Terry Gilliam von einst gebe es heute zwar so nicht mehr, sagte er. Aber er hoffe sehr, dass sein Sinn für Humor noch so stark sei wie früher: "Ich glaube, in mir lebt immer noch ein Minderjähriger. So ein Typ, der nie richtig erwachsen geworden ist. Er hat es jetzt schwerer, weil ich ihn mehr unter Kontrolle habe. Aber wenn die Dinge gut laufen, dann ist es, als wäre man wieder ein Kind."
Monty-Python-Star Terry Gilliam: "In mir lebt ein Minderjähriger"
Gilliam erlangte in den Achtzigerjahren mit Monty Pyton weltweite Bekanntheit. Die Gruppe war 2014 nach mehr als 30 Jahren Pause auf die Bühne zurückgekehrt. Gilliam hat sich aber auch abseits der Gruppe einen Namen gemacht, vor allem als Regisseur von Filmen wie "Brazil", "Fear and Loathing in Las Vegas", oder "The Zero Theorem".
Sein neuer Film kommt in der kommenden Woche in die Kinos: "The Man Who Killed Don Quixote" mit Adam Driver in der Hauptrolle. Die Dreharbeiten dauerten rund 20 Jahre. In dem Film geht es um einen Werberegisseur, der einem Mann begegnet. Dieser gibt vor, Don Quijote zu sein - der Held aus den Büchern des spanischen Schriftstellers Miguel de Cervantes.