Zum Tod von Tim Curry Exzentrischer Star
Darsteller Curry in »The Rocky Horror Picture Show«: Nicht nur ein Schauspieler, sondern ein Idol
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Der Brite war mehr als ein Schauspieler, er war ein Idol. Durch seine Rolle des Crossdressers Dr. Frank N. Furter in dem Kinomusical »The Rocky Horror Picture Show«, einer wilden, queeren Variation der Frankenstein-Geschichte, wurde er 1975 ein Star. Der mit Strapsen und Mieder bekleidete Held fand jenseits der Leinwand Nachahmer und wurde zum Symbol exzentrischer Sexualität.
»Ich spiele das Spiel mit«
Er habe nach dem Film viele Zuschriften von Menschen erhalten, denen er geholfen habe, ihre eigene Sexualität zu entdecken, berichtete er später. Sein Erfolg in der Rolle ließ ihn dennoch offenbar vergleichsweise kalt. Er genieße ihn nicht, sagte er dem britischen »Guardian«, aber »ich spiele das Spiel mit«.
Schauspieler Curry in »The Rocky Horror Picture Show«: Gefragter Darsteller
Foto: Stanley Bielecki Movie Collection / Getty ImagesCurry stand schon in den Sechzigerjahren auf der Bühne und soll angeblich seine eigene Mutter schockiert haben, als er in dem Musical »Hair« nackt auftrat. Nach »The Rocky Horror Picture Show« wurde Curry ein gefragter Darsteller, auch in Hollywood.
Darsteller Curry als Shakespeare: Prägnante Stimme
Foto: Walt Disney Television Photo Archives / Getty ImagesEr war in aufwendigen Produktionen wie in John Hustons Musical »Annie« (1982) oder der Tom-Clancy-Adaption »Jagd auf Roter Oktober« (1990) zu sehen. Eine weitere ikonische Rolle spielte er im selben Jahr in der Stephen-King-Verfilmung »Es«, in der er als Clown Pennywise zu sehen war.
Dank seiner prägnanten Stimme wurde Curry auch gern als Sprecher für Animationsfilme oder Computerspiele verpflichtet – unter anderem für mehrere Folgen der Serie »Star Wars: The Clone Wars«. Aber auch in späteren Jahren war er immer wieder in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Tim Curry starb im Alter von 80 Jahren in Los Angeles.