Taschen-PR auf Trauerfeier: Valentino will's wissen
Valentinos Taschen-Desaster Wie Philip Seymour Hoffmans Trauerfeier zum PR-Event wurde
New York - Am Freitag haben Wegbegleiter von Philip Seymour Hoffman in New York Abschied von ihrem Freund und Kollegen genommen. Dutzende Schauspieler, Regisseure und Produzenten waren zur Trauerfeier in die katholische St.-Ignatius-Kirche gekommen, darunter Cate Blanchett, Diane Keaton, Meryl Streep, Joaquin Phoenix und Ethan Hawke.
Auch Schauspielerin Amy Adams tauchte auf, in der Hand hatte sie - Überraschung - eine Tasche. Wäre die nicht so rot und so eindeutig von Valentino gewesen, hätte das niemanden weiter interessiert.
So aber freuten sich die PR-Strategen des Modelabels offenbar so unbändig über die große Bühne für ihren Lederbeutel, dass sie nicht umhin konnten, die Welt teilhaben zu lassen: "Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Amy Adams die Valentino 'Garavany Rockstud Duble'-Tasche aus der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2014 am 6. Februar in New York getragen hat", schreibt PR-Frau Upasna Khosla laut "Page Six" in einer Mail an Journalisten und Blogger.
Dem - in großen Teilen orthografisch mangelhaften - Schreiben waren zwei Fotos beigefügt, auf dem die Schauspielerin mit besagtem Accessoire zu sehen ist. Auf der Trauerfeier für ihren Kollegen Hoffman.
Adams ("American Hustle") zählt zu den weiblichen Bestverdienern in Hollywood und kann sich ein Luxus-Täschchen für 3275 Dollar locker leisten. Ob es sich Valentino leisten kann, so pietätlos zu sein, sei dahingestellt. Das Modelabel bemühte sich um Schadensbegrenzung und entschuldigte sich für den Ausrutscher. Adams habe mit der Promo-Aktion nicht das Geringste zu tun gehabt.
Es habe sich um einen "unschuldigen Fehler" gehandelt, sagte Sprecherin Mona Swanson laut pagesix.com. "Wir bedauern das wirklich", betonte sie. Man habe nicht gewusst, dass das Foto auf der Trauerfeier für Philip Seymour Hoffman aufgenommen worden sei. Die Bildunterschriften zu den Fotos der Agenturen Getty und Zumapress seien aber unmissverständlich gewesen, kontert Page Six.
Die Ansammlung von Celebrities anlässlich der Trauerfeier scheint eine magische Wirkung auf die Modewelt gehabt zu haben. So soll der Schuhhersteller UGG sämtlichen Teilnehmern Schaffell-Boots geschenkt haben. Angeblich, weil das Wetter in New York so schlecht gewesen sei. Nicht zu schlecht zum Fotografieren.