Drama um Meeressäuger Buckelwal »Timmy« schwimmt wieder
Buckelwal »Timmy« in der Wismarbucht
Foto: Daniel Müller / Greenpeace Germany / dpaDer Umweltorganisation Greenpeace zufolge schwimmt das Tier Richtung Hafen. Der Rettungseinsatz geht weiter.
Der Wal liegt seit mindestens Samstag in der Bucht vor Wismar in flachem Wasser und wird vor Schaulustigen abgeschirmt.
Wal wirkte zuletzt agiler
Am Nachmittag hatten Wissenschaftler, Umweltschützer und der Umweltminister des Landes, Till Backhaus (SPD), bereits versucht, Kontakt zu dem Tier aufzunehmen. Das Tier habe auf die Annäherung des Boots reagiert, sagte ein Ministeriumssprecher der Nachrichtenagentur dpa. Das Tier habe agiler als zuvor gewirkt. »Die Ruhe, die wir dem Tier haben angedeihen lassen, hat offensichtlich gewirkt«, teilte das Ministerium mit.
Nach der Aktion am Nachmittag hatte unter anderem das Ministerium mitgeteilt: »Da wir in den nächsten Stunden mit weiter steigendem Wasserstand rechnen können, verbessert sich die Möglichkeit für den Wal, aus eigenem Antrieb seine Liegeposition zu verlassen.«
Der Buckelwal war zunächst in der Nacht zum 23. März auf einer Sandbank in Schleswig-Holstein vor Timmendorfer Strand gestrandet. In der Nacht zum Freitag gelang es dem Wal, das flache Wasser zu verlassen, nachdem Helfer eine Rinne ausgehoben hatten. Am Samstag wurde er dann vor Wismar in flachem Wasser gesichtet.
Laut Umweltministerium ist der Wal seit dem 3. März im küstennahen Bereich der Ostsee unterwegs. Laut der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd hatte sich das Tier in einem Netz verfangen.
Ganz Deutschland nimmt Anteil am Schicksal des gestrandeten Buckelwals. Doch leider verdeckt der Wirbel um den Meereskoloss eine Reihe unangenehmer Tatsachen über das Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Mehr dazu lesen Sie hier.