Buckelwal-Kadaver bei Anholt Toter Wal vor dänischer Insel ist gestrandeter Ostsee-Wal
Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist tot. Nach der aufwendigen Rettungsaktion wurde der Kadaver vor der dänischen Insel Anholt angeschwemmt. Hier können Sie unsere Liveberichterstattung der vergangenen Wochen nachlesen.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Liebe Leserinnen, liebe Leser, nach der missglückten Rettungsaktion ist der vor der deutschen Osteeküste gestrandete Buckelwal tot. Wir beenden damit die Liveberichterstattung, hier können Sie den aktuellsten Text über die letzten Tage des Tieres lesen.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Greenpeace pocht darauf, auf die Wissenschaft zu vertrauen
Für den Meeresschutzexperten Thilo Maack von Greenpeace müsse aus dem Tod des Wales die Lehre gezogen werden, auf die Wissenschaft zu hören: »Mit diesem Todfund findet jetzt diese zum Teil absurde Geschichte ein Ende.« Von dem Einzelschicksal des Wales solle die Aufmerksamkeit auf ein größeres Problem gelenkt werden: die Gefahren für Wale und Delfine, die in Fischernetzen sterben.
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Trackernummer bei totem Wal stimmt überein
Der an dem toten Wal vor Dänemark gefundene Tracker ist nach Angaben der privaten Initiative jener Sender, der im Zuge des Rettungsversuchs des vor der Insel Poel gestrandeten Wals angebracht worden ist. Die Seriennummer des GPS-Senders stimme überein, teilte die Initiative mit, nachdem bestätigt worden war, dass es sich bei dem toten Tier um den als »Timmy« bekannten Wal handelt. Eine Tierärztin der Initiative, Anne Herrschaft, hatte demnach in Zusammenarbeit mit zwei dänischen Tauchern den Tracker an dem toten Tier gefunden.
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Till Backhaus verteidigt Rettungsversuch
Mecklenburg-Vorpommerns Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) sagte, die dänischen Experten hätten »zweifelsfrei festgestellt«, dass es sich bei dem vor der Insel Anholt angespülten toten Buckelwal um das vor der deutschen Ostseeküste gestrandete Tier handele. »Letzte Sicherheit hat heute der Fund eines Trackers an dem Wal gegeben«, sagte Backhaus. Er bedauere, dass der Wal den Rettungsversuch einer privaten Initiative letztlich nicht überlebt habe.
Er habe die Hoffnung vieler Menschen geteilt, »dass es gelingen würde, den Wal wieder in die Freiheit zu entlassen«, sagte der Minister. Leider habe das Tier seine Chance nicht nutzen können. Backhaus verteidigte den Versuch der privaten Initiative zur Rettung des Wals. »Es ging immer darum abzuwägen, welche Option die schlechteste ist: Den sicheren Tod des Tieres unter Qualen abzuwarten oder ihm eine letzte Chance zu geben und ihn dabei möglichem Stress auszusetzen.«
Backhaus kündigte an, es werde nun mit den dänischen Behörden geklärt, was mit dem Walkadaver geschehen soll. Dazu seien auch Gespräche mit der privaten Rettungsinitiative geplant.
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Toter Wal identifiziert
Bei dem toten Wal vor der dänischen Insel Anholt handelt es sich um den als »Timmy« oder auch »Hope« bekannten, zuvor in der Ostsee gestrandeten Buckelwal. Dies teilte die dänische Umweltschutzbehörde EPA am Samstag mit. An dem Tier wurde ein zuvor angebrachter Tracker gefunden, wie das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern und die EPA mitteilten.
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Erneute Untersuchung des toten Wals am Samstag
Nach wie vor ist unklar, ob es sich beim toten Wal vor der dänischen Insel Anholt um den Buckelwal »Timmy« handelt, der seit März mehrfach an der deutschen Küste gestrandet war. Eine Tierärztin hatte das tote Tier am Freitag untersucht – zunächst ohne Ergebnis.
Am Samstag sollen weitere Untersuchungen folgen, kündigte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) an. Die Tierärztin werde den Wal noch einmal in Augenschein nehmen, erläuterte ein Sprecher des Ministers. Nach dänischen Angaben liegt der Kadaver etwa 75 Meter vor dem Strand. Das Wasser ist dort hüfttief, wie auf Videoaufnahmen zu sehen ist. Der tote Meeressäuger liegt auf dem Rücken.
Ein Abgleich des Musters auf der Schwanzflosse könnte bei der Identifizierung des Wals helfen. Jeder Wal hat ein individuelles Muster auf der Fluke – quasi wie ein Fingerabdruck. Allerdings liegt die Schwanzflosse des Tiers unter Wasser und ist deshalb nicht genau zu erkennen.
Am Samstag sollen weitere Untersuchungen folgen, kündigte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) an. Die Tierärztin werde den Wal noch einmal in Augenschein nehmen, erläuterte ein Sprecher des Ministers. Nach dänischen Angaben liegt der Kadaver etwa 75 Meter vor dem Strand. Das Wasser ist dort hüfttief, wie auf Videoaufnahmen zu sehen ist. Der tote Meeressäuger liegt auf dem Rücken.
Ein Abgleich des Musters auf der Schwanzflosse könnte bei der Identifizierung des Wals helfen. Jeder Wal hat ein individuelles Muster auf der Fluke – quasi wie ein Fingerabdruck. Allerdings liegt die Schwanzflosse des Tiers unter Wasser und ist deshalb nicht genau zu erkennen.

Foto: Marcus Golejewski / dpa
Wal vermutlich seit einiger Zeit tot
Der Meeressäuger sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, hatte die dänische Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen berichtet. Der mehrmals an der Küste Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns gestrandete Wal war mithilfe eines Lastkahns ins offene Meer gebracht und am 2. Mai etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt im Skagerrak ausgesetzt worden. Experten kritisierten die Aktion und stuften die Überlebenschance des verletzten und geschwächten Tiers damals als sehr gering ein.
Nach Experten-Einschätzung handelt es sich bei dem vor Anholt gestrandeten Meeressäuger vermutlich um einen Buckelwal, der etwa so groß ist wie der »Timmy« genannte Wal. Morten Abildstrøm von der dänischen Behörde Naturstyrelsen sagte, ein Stück aus der Schwanzflosse sei abgetrennt worden und solle nach Deutschland gebracht werden. Abildstrøm hatte den gestrandeten Wal aus direkter Nähe inspiziert, als dem toten Tier die Gewebeprobe entnommen wurde. Wo die Probe untersucht und womit das Material verglichen werden soll, war zunächst unklar.
Nach Experten-Einschätzung handelt es sich bei dem vor Anholt gestrandeten Meeressäuger vermutlich um einen Buckelwal, der etwa so groß ist wie der »Timmy« genannte Wal. Morten Abildstrøm von der dänischen Behörde Naturstyrelsen sagte, ein Stück aus der Schwanzflosse sei abgetrennt worden und solle nach Deutschland gebracht werden. Abildstrøm hatte den gestrandeten Wal aus direkter Nähe inspiziert, als dem toten Tier die Gewebeprobe entnommen wurde. Wo die Probe untersucht und womit das Material verglichen werden soll, war zunächst unklar.
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Toter Wal trägt offenbar keinen Sender
Es ist weiter unklar, ob es sich bei dem Buckelwal vor der dänischen Insel Anholt um das Exemplar handelt, das zuvor an der deutschen Ostseeküste lag. Ein Indiz spricht allerdings dagegen: Der tote Wal trage keinen Sender, sagte Morten Abildstrøm von der dänischen Behörde Naturstyrelsen der Deutschen Presse-Agentur.
Bei dem Tier von der deutschen Küste war nach Angaben der privaten Bergungsinitiative vor der späteren Freilassung in der Nordsee ein Sender angebracht worden. Daten wurden allerdings nie öffentlich.
Bei dem Tier von der deutschen Küste war nach Angaben der privaten Bergungsinitiative vor der späteren Freilassung in der Nordsee ein Sender angebracht worden. Daten wurden allerdings nie öffentlich.
Abildstrøm hatte den toten Wal vor Anholt am Freitag aus direkter Nähe inspiziert, als dem Tier eine Gewebeprobe aus der Schwanzflosse entnommen wurde. Diese Probe soll nun nach Deutschland geschickt und dort untersucht werden, hieß es. Das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) an der Tierärztlichen Hochschule Hannover hatte zuvor erklärt, Kollegen in Dänemark seien zuständig.
Abildstrøm sagte, er sei sich zu 95 Prozent sicher, dass es sich bei dem verendeten Meeressäuger um einen Buckelwal handle. Er könne es aber nicht mit Sicherheit sagen, da der Wal auf der Seite und halb unter Wasser liege. Das Tier sei zwölf Meter lang. Der vor Poel gestrandete Wal war nach Angaben des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern 12,35 Meter lang.
Abildstrøm sagte, er sei sich zu 95 Prozent sicher, dass es sich bei dem verendeten Meeressäuger um einen Buckelwal handle. Er könne es aber nicht mit Sicherheit sagen, da der Wal auf der Seite und halb unter Wasser liege. Das Tier sei zwölf Meter lang. Der vor Poel gestrandete Wal war nach Angaben des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern 12,35 Meter lang.
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Dänemark ist zuständig für den Probenabgleich
Es hieß zwischenzeitlich, das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) an der Tierärztlichen Hochschule Hannover übernähme den Abgleich der Proben, um die Identität des Wals vor Anholt zu klären. Doch das stimmt nicht. »Wir sind gar nicht involviert«, schreibt eine Sprecherin dem SPIEGEL auf Anfrage. »Die Kollegen in Dänemark sind am Ruder.«
Das ITAW war am ersten Gutachten zu dem Wal vor der deutschen Küste beteiligt, laut dem das Tier in Ruhe gelassen werden sollte.
Das ITAW war am ersten Gutachten zu dem Wal vor der deutschen Küste beteiligt, laut dem das Tier in Ruhe gelassen werden sollte.
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Ein Taucher war gerade bei dem toten Wal vor Anholt und hat eine Probe entnommen. Sie soll verraten, ob es sich um den Wal handelt, der zuvor an der deutschen Küste gestrandet war.

Taucher im Einsatz. Foto: Simon Seebach
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Bilder vom Wal vor Dänemark
Der SPIEGEL ist im Kontakt mit den Behörden in Anholt. Sie haben uns Bilder zur Verfügung gestellt. Allerdings sind sie zu schlecht, um den Wal darauf zu identifizieren.
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Laut Backhaus kann es dauern, bis es Klarheit gibt
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltministerium Till Backhaus (SPD) rechnet nicht mit schnellen Befunden zur Identität des Wals vor Anholt. Das liege auch an der Erreichbarkeit der Insel, sagte er. Anholt liegt mitten im Kattegat – dem Gewässer zwischen Dänemark und Schweden. Laut den Angaben fährt nur einmal am Tag eine Fähre auf die Insel.
Backhaus betonte, sein Haus stehe seit der Nacht in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium und darüber hinaus mit der dänischen Umweltbehörde. »Ziel ist es, zu erfahren, ob es sich bei dem toten Wal um das Tier handelt, das zuvor mehrfach in der Wismarbucht gestrandet war.«
Backhaus betonte, sein Haus stehe seit der Nacht in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium und darüber hinaus mit der dänischen Umweltbehörde. »Ziel ist es, zu erfahren, ob es sich bei dem toten Wal um das Tier handelt, das zuvor mehrfach in der Wismarbucht gestrandet war.«
Solange keine gesicherten Informationen vorliegen, beteilige er sich nicht an Spekulationen. Davon rate er auch allen ab, die »nun wieder in den sogenannten sozialen Medien Verschwörungstheorien verbreiten oder solchen aufsitzen«, sagte der Minister weiter. Sobald es gesicherte Neuigkeiten in der Sache gebe, werde das Ministerium die Öffentlichkeit umgehend informieren.
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Woran erkennt man einen einzelnen Buckelwal?
Um festzustellen, ob es sich bei dem in Dänemark gefundenen Kadaver um den zuvor in Deutschland gestrandeten Wal handelt, könnten theoretisch auch Fotos helfen: Nach Angaben der Initiative zur Walbergung wurde ein Foto von der Fluke – der großen Schwanzflosse des Tieres – gemacht, das als Foto-ID in entsprechende Datenbanken einfließen soll. Für diese Information gab es allerdings keine Bestätigung durch unabhängige Quellen.
Neben einem Foto von der Fluken-Unterseite können der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) zufolge auch auffällige Merkmale wie ein Narbenmuster auf der Haut zur Wiedererkennung eines Wals dienen. Die Bilder, die bislang zu dem Walkadaver vor Anholt vorliegen, erlauben allerdings keinen seriösen Abgleich.
Neben einem Foto von der Fluken-Unterseite können der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) zufolge auch auffällige Merkmale wie ein Narbenmuster auf der Haut zur Wiedererkennung eines Wals dienen. Die Bilder, die bislang zu dem Walkadaver vor Anholt vorliegen, erlauben allerdings keinen seriösen Abgleich.
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So geht Dänemark bei Walstrandungen vor
Schon bevor der Buckelwal in der Nordsee freigelassen wurde, hatte Dänemark angekündigt, im Fall einer weiteren Strandung keine Rettungsaktion zu starten. Nun ist dort ein toter Wal entdeckt worden, ob es sich um den Wal handelt, ist noch unklar.
Grundsätzlich gilt in Dänemark: Wenn ein großer Meeressäuger strandet, wird zunächst geprüft, ob zum Beispiel Universitäten oder Museen Interesse an Gewebeproben oder Knochen zu Forschungs- oder Lehrzwecken haben. Besteht dieses Interesse nicht – und stellt der Wal auch keine größeren Beeinträchtigungen etwa für den Schiffsverkehr dar –, wird nicht eingegriffen.
»Walstrandungen werden als ein natürlicher Teil des Gangs der Natur betrachtet, der nicht durch menschliche Eingriffe gestört werden sollte«, heißt es im Bereitschaftsplan für gestrandete Meeressäuger, den die Umweltbehörde Miljøstyrelsen 2024 ausgearbeitet hat.
Grundsätzlich gilt in Dänemark: Wenn ein großer Meeressäuger strandet, wird zunächst geprüft, ob zum Beispiel Universitäten oder Museen Interesse an Gewebeproben oder Knochen zu Forschungs- oder Lehrzwecken haben. Besteht dieses Interesse nicht – und stellt der Wal auch keine größeren Beeinträchtigungen etwa für den Schiffsverkehr dar –, wird nicht eingegriffen.
»Walstrandungen werden als ein natürlicher Teil des Gangs der Natur betrachtet, der nicht durch menschliche Eingriffe gestört werden sollte«, heißt es im Bereitschaftsplan für gestrandete Meeressäuger, den die Umweltbehörde Miljøstyrelsen 2024 ausgearbeitet hat.
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Falls es sich um »Timmy« handelt, fordert das Meeresmuseum eine Untersuchung
Sollte es sich bei dem vor der dänischen Insel Anholt gestrandeten toten Wal tatsächlich um den Buckelwal handeln, der zuvor vor der deutschen Küste lag, hoffen die Experten des Deutschen Meeresmuseums auf eine Untersuchung des Tieres. »Es geht darum, Erkenntnisse für künftige Strandungen und Rettungsaktionen zu gewinnen«, sagte eine Sprecherin des Museums am Morgen. Das Deutsche Meeresmuseum gehört zu den wichtigsten Walforschungseinrichtungen in Deutschland.
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Immer mal wieder Walstrandungen vor Dänemark
Es kommt immer mal wieder vor, dass Buckelwale in Dänemark stranden: Im Frühjahr 2025 verendete ein Exemplar in der Nähe von Aarhus. Im Sommer 2024 wurde ein anderes an einem Strand im Südosten der Ostsee-Insel Bornholm angespült.
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Fährt Backhaus nach Dänemark?
Der tote Wal vor der dänischen Insel Anholt beschäftigt auch das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern. Ob jemand von der Behörde oder sogar Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) selbst Richtung Anholt fahren werde, sei noch unklar, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Das solle im Laufe des Vormittags besprochen und entschieden werden.
Der Sprecher vermutete, dass es keine schnelle Identifizierung des Tieres geben werde. »Ich gehe davon aus, dass am Vormittag das Rätsel noch nicht gelöst wird.«
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Toter Wal in Dänemark entdeckt
Vor der dänischen Insel Anholt ist der Kadaver eines Wals gefunden worden. Das Tier liege etwa 75 Meter vor der Küste und sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde. Unklar ist bislang, ob es sich um den Wal handelt, der Ende März erstmals vor Timmendorfer Strand gestrandet war und rund einen Monat später im Rahmen einer umstrittenen Aktion in den Skagerrak (Nordsee) transportiert worden war.
Nach Einschätzung eines örtlichen Naturaufsehers handelt es sich bei dem toten Tier vermutlich um einen Buckelwal. Das Tier sei schätzungsweise 10 bis 15 Meter lang, sagte er dem Sender TV 2 Østjylland. Derzeit gebe es keine Pläne, den Wal zu bergen. Das könne sich ändern, falls der Kadaver näher an die Küste treibe, hieß es weiter.
Im Laufe des Tages soll laut dänischen Medien eine Gewebeprobe von dem toten Tier entnommen werden. Den Angaben nach wird darauf gewartet, dass Niedrigwasser dies zulässt.
Im Laufe des Tages soll laut dänischen Medien eine Gewebeprobe von dem toten Tier entnommen werden. Den Angaben nach wird darauf gewartet, dass Niedrigwasser dies zulässt.
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Seit Sonntag offenbar kein Signal mehr
Der Sender am Buckelwal schickt anscheinend keine Daten mehr. Wie die »Bild« berichtet, habe die private Walbergungsinitiative zuletzt am Sonntag ein Lebenszeichen des Tiers erhalten. »Im Moment haben wir keine Signale mehr«, sagte Karin Walter-Mommert, die Geldgeberin der Mission, der Zeitung.
Von Beginn an hatte der am Buckelwal befestigte Sender nicht ordnungsgemäß funktioniert. Er übertrug nach Angaben der Initiative zwar mehrfach täglich Signale, jedoch nicht die Position des Tiers. Die Initiative wertete die Signale als Lebenszeichen. Sie könnten darauf hingedeutet haben, dass der Wal zum Atmen auftauchte. Der Sender funktioniert nur an der Wasseroberfläche. Unabhängig prüfen lassen sich die Angaben der Initiative nicht.
Dass das Gerät nun offenbar völlig ausgefallen ist, kann verschiedene Gründe haben. Denkbar ist ein Defekt. Der Sender könnte sich zudem vom Tier gelöst haben und gesunken sein; nicht alle Geräte schwimmen. Möglicherweise ist der Wal auch tot. Junge männliche Buckelwale kommen üblicherweise alle paar Minuten zum Atmen an die Oberfläche.
Von Beginn an hatte der am Buckelwal befestigte Sender nicht ordnungsgemäß funktioniert. Er übertrug nach Angaben der Initiative zwar mehrfach täglich Signale, jedoch nicht die Position des Tiers. Die Initiative wertete die Signale als Lebenszeichen. Sie könnten darauf hingedeutet haben, dass der Wal zum Atmen auftauchte. Der Sender funktioniert nur an der Wasseroberfläche. Unabhängig prüfen lassen sich die Angaben der Initiative nicht.
Dass das Gerät nun offenbar völlig ausgefallen ist, kann verschiedene Gründe haben. Denkbar ist ein Defekt. Der Sender könnte sich zudem vom Tier gelöst haben und gesunken sein; nicht alle Geräte schwimmen. Möglicherweise ist der Wal auch tot. Junge männliche Buckelwale kommen üblicherweise alle paar Minuten zum Atmen an die Oberfläche.
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Noch immer kein Lebenszeichen vom Buckelwal
Gut eine Woche nach der Freilassung des Wals in der Nordsee fehlt laut dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern weiterhin ein Lebenszeichen des Meeressäugers. »Bislang liegen dem Ministerium keine belastbaren, unabhängig überprüfbaren Positions- oder Telemetriedaten vor«, teilte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zu Wochenbeginn mit. Eine rechtliche Möglichkeit, die Herausgabe zu erwirken, werde derzeit geprüft.
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Reedereianwälte: Schlinge wurde dem Wal auf Vorgabe der Initiative umgelegt
Die Reederei des Schleppers »Robin Hood« wehrt sich gegen Vorwürfe der privaten Initiative, die Schiffsleute hätten bei der Freilassung eigenmächtig und tierschutzwidrig gehandelt. Bei einem ersten Freilassungsversuch vom 1. Mai habe man dem Buckelwal »in Umsetzung der Vorgaben durch die Privatinitiative« mit Schläuchen eine Schlinge umgelegt, heißt es in einer Mitteilung der Anwälte der Reederei. So habe man den Wal stabilisieren wollen, damit er freikomme.
Weil die Freilassung nicht gelungen sei, habe man am folgenden Tag einen weiteren Versuch unternommen. Das Bergungsteam habe erneut »mittels Schläuchen eine Verbindung zum Wal hergestellt«. In der Folge sei der Wal freigekommen. In diesem Moment seien die Schläuche sofort gelöst worden, heißt es.
Weil die Freilassung nicht gelungen sei, habe man am folgenden Tag einen weiteren Versuch unternommen. Das Bergungsteam habe erneut »mittels Schläuchen eine Verbindung zum Wal hergestellt«. In der Folge sei der Wal freigekommen. In diesem Moment seien die Schläuche sofort gelöst worden, heißt es.

Buckelwal in der Barge am 1. Mai. Foto: Christoph Reichwein / dpa
Wie die Schläuche um das Tier gelegt wurden, steht in der Mitteilung nicht. Die Crew des Schiffs war in die Kritik geraten, weil Videoaufnahmen vom 1. Mai den Buckelwal mit Seilen um die Schwanzflosse zeigen. Einen Wal an seiner Schwanzflosse zu ziehen, kann laut Fachleuten schwere Verletzungen verursachen.
Dass bei der Freilassung des Wals nur ein Vertreter der Privatinitiative beim Wal war, habe am erhöhten Seegang gelegen, schreiben die Anwälte weiter. Dieser habe »einen sicheren Personentransfer von weiteren Mitgliedern der Privatinitiative« nicht zugelassen. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.
Karin Walter-Mommert, Geldgeberin der Initiative, habe Jeffrey Foster vom Whale Sanctuary Project als »Begleiter und schlussendlich als entscheidungsbefugte Person« bestimmt. Foster war unter anderem beteiligt an der gescheiterten Auswilderung des Orcas »Keiko«, bekannt aus dem Film »Free Willy«, und auch nach früheren Angaben der Privatinitiative bei der Freilassung an Bord der »Robin Hood«.
Karin Walter-Mommert, Geldgeberin der Initiative, habe Jeffrey Foster vom Whale Sanctuary Project als »Begleiter und schlussendlich als entscheidungsbefugte Person« bestimmt. Foster war unter anderem beteiligt an der gescheiterten Auswilderung des Orcas »Keiko«, bekannt aus dem Film »Free Willy«, und auch nach früheren Angaben der Privatinitiative bei der Freilassung an Bord der »Robin Hood«.
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Wie lief die Freilassung?
Auch nach der Aussage des Kapitäns vom Schlepper »Robin Hood« stellen sich zur Freilassung des Wals in die Nordsee zahlreiche Fragen. Unklar ist etwa, ob der Wal in dem Szenario des Kapitäns in irgendeiner Weise befestigt werden musste, um die Barge unter ihm wegzuziehen.
Die Tierärztin Kirsten Tönnies von der Privatinitiative hatte nach ihrer Rückkehr aus der Nordsee berichtet, ihr sei geschildert worden, dass der Wal mit Seilen oder Schläuchen fixiert worden sei, um die Barge unter ihm wegzufahren.
Tönnies berichtete auch, sie und ihre Kollegen seien davon ausgegangen, dass der Wal zu groß sei, um sich in der Barge zu drehen und sie vorwärts zu verlassen. Das Problem: Buckelwale können nicht rückwärts schwimmen.
Die Tierärztin Kirsten Tönnies von der Privatinitiative hatte nach ihrer Rückkehr aus der Nordsee berichtet, ihr sei geschildert worden, dass der Wal mit Seilen oder Schläuchen fixiert worden sei, um die Barge unter ihm wegzufahren.
Tönnies berichtete auch, sie und ihre Kollegen seien davon ausgegangen, dass der Wal zu groß sei, um sich in der Barge zu drehen und sie vorwärts zu verlassen. Das Problem: Buckelwale können nicht rückwärts schwimmen.
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Kapitän der »Robin Hood«: Wal nicht mit Seilen rausgezogen
Der Kapitän des Schleppers »Robin Hood«, Martin Bocklage, widerspricht Spekulationen, die Schiffscrew habe den Buckelwal mit Seilen aus der Barge ins Wasser gezogen. Vielmehr sei das ganze Dock, auf dem der Wal lag, unter dem Tier weggezogen worden, sagte Bocklage dem »Nordkurier«. Er hoffe sehr, dass der Wal lebe und es ihm gut gehe. Die »Robin Hood« war zusammen mit der »Fortuna B« Teil des Schleppverbands gewesen, mit dem eine private Initiative den Buckelwal in die Nordsee transportiert hatte. Überprüfen lässt sich die Aussage des Kapitäns nicht.
Am Samstag war der Wal unter bisher ungeklärten Umständen aus der Barge freigelassen worden. Videoaufnahmen des Portals »News5« vom Vortag zeigen, wie Schiffsleute ein Seil an der Schwanzflosse befestigt hatten, offenbar um zu versuchen, den Wal ins offene Meer zu ziehen. Das Vorgehen wurde von Walforschern kritisiert: Da die Schwanzflosse nur über Bindegewebe und Muskulatur mit dem Körper verbunden ist, könne das Ziehen zu schweren Verletzungen führen. Von der privaten Initiative war am Samstag, dem Tag der Freilassung, nach Aussage eines Mitglieds lediglich Jeffrey Foster vom kanadischen Whale Sanctuary Project beim Wal. Foster reagierte bislang nicht auf eine Anfrage des SPIEGEL.
Am Samstag war der Wal unter bisher ungeklärten Umständen aus der Barge freigelassen worden. Videoaufnahmen des Portals »News5« vom Vortag zeigen, wie Schiffsleute ein Seil an der Schwanzflosse befestigt hatten, offenbar um zu versuchen, den Wal ins offene Meer zu ziehen. Das Vorgehen wurde von Walforschern kritisiert: Da die Schwanzflosse nur über Bindegewebe und Muskulatur mit dem Körper verbunden ist, könne das Ziehen zu schweren Verletzungen führen. Von der privaten Initiative war am Samstag, dem Tag der Freilassung, nach Aussage eines Mitglieds lediglich Jeffrey Foster vom kanadischen Whale Sanctuary Project beim Wal. Foster reagierte bislang nicht auf eine Anfrage des SPIEGEL.
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Mecklenburg-Vorpommern droht mit rechtlichen Schritten gegen private Initiative
Das Land Mecklenburg-Vorpommern prüft ein juristisches Vorgehen gegen die Privatinitiative zur Walbergung. Grund dafür ist, dass dem Umweltministerium von Till Backhaus (SPD) offenbar weiterhin keine Daten vom Peilsender des Tiers vorliegen. Man werde rechtliche Schritte prüfen, »falls weiterhin keine Übermittlung der Daten erfolgen sollte«, teilte eine Sprecherin auf Anfrage des SPIEGEL mit.

Mitglieder der Privatinitiative beim Wal. Foto: Jens Schwarck / Rettungsinitiative / dpa
Das Ministerium hatte sich zusichern lassen, dass vor der Freilassung des Wals in der Nordsee ein Sender an dem Tier installiert wird, um dessen Zustand weiter verfolgen zu können. Bis Dienstag hätten Daten dieses sogenannten Trackers an die Behörde übermittelt werden sollen. Auch am Donnerstag lagen die Daten dem Ministerium allerdings nicht vor, erklärte die Sprecherin.
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Leseempfehlung: Gibt es noch Hoffnung auf ein Lebenszeichen?
Seit Tagen berichtet die Privatinitiative, sie erhalten Signale vom Sender des Buckelwals, doch wo das Tier sich befindet, kann sie nicht sagen. Das Deutsche Meeresmuseum hält es für wahrscheinlich, dass der Wal tot ist. Wie lassen sich die Signale erklären, von denen die Initiative berichtet? Mein Kollege Martin Schlak hat recherchiert, wie die Chancen auf ein Happy End stehen.
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Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, der Pegel in der Barge werde bei einem »Hochfahrprozess« steigen, tatsächlich sinkt er aber. Wir haben den Fehler korrigiert.
Mit Material der Agenturen






