Philippinen: Mehrere Tote durch Taifun Rammasun - DER SPIEGEL
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Philippinen Mindestens 15 Menschen sterben bei Taifun "Rammasun"

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde ist Taifun "Rammasun" über die Philippinen hinweggefegt. Mindestens 15 Menschen kamen ums Leben. Der Wirbelsturm ließ Bäume und Strommasten umknicken.
Philippinen: Mindestens 15 Menschen sterben bei Taifun "Rammasun"
Philippinen: Mindestens 15 Menschen sterben bei Taifun "Rammasun"

Philippinen: Mindestens 15 Menschen sterben bei Taifun "Rammasun"

Foto: TED ALJIBE/ AFP
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Manila - Taifun "Rammasun" hat auf den Philippinen mindestens 15 Menschen in den Tod gerissen. Der Wirbelsturm erreichte in der Nacht zu Mittwoch zunächst die Ostküste und zog dann mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern in der Stunde auch über die Hauptstadt Manila. Millionen Menschen waren betroffen. In weiten Teilen des Landes fiel der Strom aus. Hunderttausende hatten sich in Notunterkünften in Sicherheit gebracht.

"Rammasun" entwurzelte Bäume, deckte Dächer ab, warf Autos um. Mehrere Menschen wurden nach Angaben der Behörde für Katastrophenschutz von umfallenden Bäumen, Strommasten und einstürzenden Wänden erschlagen. Weitere Opfer ertranken in angeschwollenen Flüssen, und einer erlitt einen Herzinfarkt. Zudem wurden drei Fischer als vermisst gemeldet.

Das öffentliche Leben kam in der Zwölf-Millionen-Einwohner-Metropole Manila weitgehend zum Erliegen. Schulen blieben geschlossen, Behörden und Börse machten dicht. Mehr als 200 nationale und internationale Flüge fielen aus. Die Auswirkungen von "Rammasun" bekamen vor allen die ärmeren Menschen zu spüren: Durch den Sturm wurden viele Hütten in den Armenvierteln entlang der Manila Bay zerstört, in denen Hunderttausende Menschen leben.

"Ich hatte Todesangst"

"Unser Haus wurde zerstört, und wir haben viele Dinge verloren", sagte Dayang Bansuan, in einer Notunterkunft für Bewohner der Küsten-Slums von Manila. "Wir haben unser Haus kurz vor Sonnenaufgang verlassen, als das Wasser uns schon bis zu den Knöcheln stand." Nachbarn hätten vor den stärker werdenden Winden gewarnt.

Im Rathaus eines Vororts von Manila suchte Pedro Rojas Zuflucht vor dem Sturm. "Ich hatte Todesangst", sagte er. "Ich habe nach Benzin Ausschau gehalten, falls wir fliehen müssen. Das war ein Fehler", berichtete der 35-Jährige. "Mein Dreirad hat sich zweimal überschlagen, nachdem ich gegen eine Regenwand gefahren bin", sagte er. "Es war, als würde ich gegen eine Mauer fahren. Riesige Blechdächer flogen in alle Richtungen."

Meteorologen rechnen damit, dass "Rammasun" im Laufe des Tages weiter auf das Südchinesische Meer zieht, bevor er in China auf Land trifft. Die Inselgruppe der Philippinen wird aufgrund ihrer geografischen Lage immer wieder von Taifunen, Erdbeben, Überschwemmungen und Vulkanausbrüchen heimgesucht. Oftmals treffen Stürme, die sich über dem warmen Pazifik bilden, dort erstmals auf größere Landmassen. Im vergangenen November hatte Taifun "Haiyan" weiter südlich verheerende Schäden angerichtet und mehr als 6000 Menschen in den Tod gerissen.

wit/dpa/AFP