+++ Schneetag im Minutenprotokoll +++ Volkswagen setzt Produktion in Emden aus – Bahn warnt vor Fahrten in den Norden
Sturmtief »Elli« kommt. Vielerorts schneit es heftig, Schulen schließen, Streusalz wird knapp, es kommt zu Zugausfällen und Verspätungen. Und: Ein 86-Jähriger stirbt nach Unfall mit einem Schneepflug. Der Snowblog-Tag zum Nachlesen.
Schneefall an einem Bahnsteig in Berlin
Foto: Florian Gaertner / IMAGODieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde.
Wichtige Updates
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Hamburg-Konzerte von Unheilig abgesagt
Die Konzerte der Band Unheilig in Hamburg finden nicht statt. Witterungsbedingt sei der Betrieb der Arena untersagt, teilte die Inselparkarena mit. An diesem Donnerstag und Freitag sollte die Band in der Halle in Hamburg-Wilhelmsburg auf der Bühne stehen. »Unser Wunsch ist, dass die Konzerte nachgeholt werden«, sagte der Graf, Sänger von Unheilig, in einem Video auf Instagram.
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Auto rutscht in Fluss und versinkt
Nahe Ichenhausen bei Günzburg in Bayern hat ein 18-Jähriger auf glatter Straße die Kontrolle über sein Auto verloren, als er auf eine Brücke einbiegen wollte. Das teilt die Polizei mit. Der Fahrer und sein ebenfalls 18-jähriger Beifahrer rutschten mit dem Fahrzeug eine Böschung neben der Brücke hinab – und landeten in einem Fluss. Beide reagierten demnach jedoch schnell, verließen das Auto und schwammen wenige Meter ans Flussufer, wo sie unterkühlt, aber unverletzt aus dem Wasser kamen.
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Nordbahn sagt vorerst alle Zugfahrten ab
Das Eisenbahnunternehmen Nordbahn hat angekündigt, zunächst alle Fahrten am Freitag abzusagen. Vormittags wolle man prüfen und entscheiden, wann und wie der Betrieb wieder aufgenommen werden könne. Das Unternehmen kündigte an, Ersatzbusse einzusetzen – sofern das möglich sei.
Die Nordbahn betreibt Züge auf mehreren Regionalstrecken in Schleswig-Holstein. Sie verbindet beispielsweise Itzehoe mit Hamburg.
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Lesetipp: »So (außer)gewöhnlich ist dieser Winter«
Eis, Schnee, Schulausfälle: In manchen Regionen Deutschlands fühlt sich dieser Winter besonders an. Ist es wirklich kälter und verschneiter als üblich? Dieser Frage sind meine Kolleginnen Kristin Haug und Alina Schadwinkel nachgegangen. Extrem sei das im historischen Vergleich bisher keineswegs, schreiben sie.
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Kurzfristige Schulausfälle in Sachsen-Anhalt möglich
Auch in einigen Landkreisen Sachsen-Anhalts verzichten Schulen auf Präsenzunterricht. So teilten unter anderem der Harz und der Landkreis Jerichower Land mit, dass in den meisten Schulen des Kreisgebiets kein Präsenzunterricht stattfinde. Auch in Dessau-Roßlau verzichten einzelne Schulen auf Unterricht in Anwesenheit.
Im Altmarkkreis Salzwedel fahren keine Schulbusse. Der Burgenlandkreis und die Magdeburger Verkehrsbetriebe teilten mit, dass Busse und Bahnen für Schüler fahren sollen. Es könne je nach Witterungslage aber zu Verspätungen und Einschränkungen kommen.
Das Bildungsministerium in Sachsen-Anhalt bittet Eltern, die Wetterlage im Blick zu behalten. Die Sicherheit für Schüler und schulisches Personal soll gewährleistet und gleichzeitig der Schulbetrieb dort aufrechterhalten werden, wo es möglich ist, teilte das Ministerium mit. Dazu seien gemeinsam mit dem Landesschulamt Hinweise zur Organisation veröffentlicht worden.
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Warnung vor dünnem Eis
Der Wasserverband Siegen-Wittgenstein warnt davor, das Eis zugefrorener Vorstaubecken von Talsperren zu betreten. Das sei »aufgrund der geringen Festigkeit lebensgefährlich und daher strengstens verboten«, heißt es.
Auch an anderen Orten kann man hier wohl von Siegenern lernen und sollte es vermeiden, sich auf dünnes Eis zu begeben.
Auch an anderen Orten kann man hier wohl von Siegenern lernen und sollte es vermeiden, sich auf dünnes Eis zu begeben.
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Kein Präsenzunterricht in Teilen Bayerns
Schülerinnen und Schüler an Schulen in der Oberpfalz werden am Freitag wegen der Glättegefahr zu Hause bleiben. Bis zum Abend wurde in allen Landkreisen des Regierungsbezirks der Präsenzunterricht abgesagt, heißt es auf einem Meldeportal des bayerischen Kultusministeriums.
Betroffen sind demnach Schulen in den Landkreisen Neumarkt in der Oberpfalz, Neustadt an der Waldnaab, Amberg-Sulzbach, Schwandorf, Tirschenreuth, Cham und Regensburg sowie in den kreisfreien Städten Weiden, Amberg und Regensburg. Auch im niederbayerischen Landkreis Kelheim fällt der Präsenzunterricht aus.
In anderen Landkreisen wie etwa in Traunstein, Rosenheim, Ebersberg und Berchtesgadener Land in Oberbayern sowie in Wunsiedel im Fichtelgebirge entschieden die Landratsämter sich zunächst gegen eine Absage des Präsenzunterrichts. Eltern, deren Kinder wegen des Wetters nicht in die Schulen kommen können, sollten aber die Schule informieren – die Kinder seien damit vom Unterricht entschuldigt, betonten die Behörden.

Straße in Bayern. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Hamburger Bürgermeister Tschentscher bittet Bürger um Mithilfe
In einem Video richtet sich Peter Tschentscher, Hamburgs Bürgermeister, an die Bevölkerung. »Vermeiden Sie unnötige Wege und aufschiebbare Termine. Stellen Sie sich auf die Witterungsbedingungen ein«, sagt der SPD-Politiker. »Achten Sie auf Ihre Nachbarn und Mitbürger, denn gemeinsam bewältigen wir die Lage in den nächsten Tagen am besten.«
Es sei eine »Ausnahmesituation« für die Stadt. Die Stadtreinigung sei mit über 700 Einsatzkräften und 360 Fahrzeugen im Einsatz, um Straßen, wichtige Zufahrten und Verkehrsknotenpunkte freizuhalten.
Es sei eine »Ausnahmesituation« für die Stadt. Die Stadtreinigung sei mit über 700 Einsatzkräften und 360 Fahrzeugen im Einsatz, um Straßen, wichtige Zufahrten und Verkehrsknotenpunkte freizuhalten.
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Uni Hamburg rät von Präsenz ab
Die Universität Hamburg möchte am Freitag offenbar so vielen Studierenden wie möglich den Weg in den Hörsaal ersparen: „Wenn es möglich ist, werden Lehrende gebeten, ihre Lehrveranstaltungen digital durchzuführen“, heißt es in einem Schreiben der Hochschulleitung.
Sollte das nicht möglich sein, dürfen Studierende demnach fehlen wegen des Wetters. Uni-Beschäftigte sollen zudem in Absprache mit ihrem Chef bestenfalls im Homeoffice arbeiten.
Sollte das nicht möglich sein, dürfen Studierende demnach fehlen wegen des Wetters. Uni-Beschäftigte sollen zudem in Absprache mit ihrem Chef bestenfalls im Homeoffice arbeiten.

Schnee in Hamburg. Foto: Marcus Brandt/dpa
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Auch in Schleswig-Holstein bleiben manche Schulen zu
Nach Hamburg, Bremen und Niedersachsen reagiert auch das nördlichste Bundesland: Allgemein- und berufsbildende Schulen bleiben am Freitag geschlossen in den Kreisen Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Nordfriesland, Pinneberg, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Flensburg, Segeberg, Steinburg und Stormarn, teilt das Bildungsministerium mit.
Wo Schulen zu bleiben, soll es für die Jahrgangsstufen eins bis sechs aber eine Notbetreuung geben.
Wo Schulen zu bleiben, soll es für die Jahrgangsstufen eins bis sechs aber eine Notbetreuung geben.
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Volkswagen lässt Produktion in Emden ruhen
VW-Arbeiter im ostfriesischen Emden haben schneefrei am Freitag: Volkswagen lässt die Produktion dort ruhen. Beide Schichten entfallen, sagt ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Ein eigentlich für Ende Januar in Emden geplanter Ruhetag sei auf diesen Freitag vorgezogen worden.
An den anderen VW-Standorten solle planmäßig produziert werden, die Werke in Osnabrück und Zwickau seien noch im Weihnachtsurlaub, heißt es.
An den anderen VW-Standorten solle planmäßig produziert werden, die Werke in Osnabrück und Zwickau seien noch im Weihnachtsurlaub, heißt es.
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Was tun bei einem Schneesturm?
Schnee, Glatteis, Sturm: Mit dem Tief »Elli« brechen extreme Wetterlagen über Deutschland herein. Manche sprechen von einem Wetterkrimi, andere beschwören Lebensgefahr. Der Katastrophenschutz warnt vor Panikmache. Den ganzen Text lesen Sie hier.
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Fußspuren im Schnee entlarven mutmaßliche Autoaufbrecher
In Nordrhein-Westfalen haben Fußspuren im Schnee zu drei mutmaßlichen Autoaufbrechern geführt. Das Trio wurde festgenommen, wie die Polizei Duisburg am Donnerstag mitteilte. Sie sollen in der Nacht zum Donnerstag in einem Wohngebiet in Duisburg 13 Autos aufgebrochen und die Innenräume durchwühlt haben.
Bei den Ermittlungen führten letztlich Spuren im Schnee zum Erfolg: An den betroffenen Fahrzeugen waren im frischen Neuschnee jeweils identische Fußabdrücke zu erkennen, die auf drei verschiedene Sneakermarken hinwiesen. Die Abdrücke stimmten mit den Schuhprofilen der Festgenommenen überein. Einer der Verdächtigen hatte zudem eine frische Verletzung an der Hand. An einer Beifahrertür eines der aufgebrochenen Autos befanden sich Blutspuren.
Bei einer Durchsuchung der Verdächtigen im Alter zwischen 24 und 27 Jahren fanden die Ermittler unter anderem Werkzeug. Was aus den Autos gestohlen wurde, war zunächst unklar. Sie sollen am Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg einem Haftrichter vorgeführt werden.
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Metronom streicht wegen Sturm sieben Verbindungen am Freitag
Wegen des erwarteten Sturmtiefs »Elli« fallen beim Bahnanbieter Metronom am Freitag mehrere Züge aus. Betroffen sind die Linien Bremen–Hamburg und Hamburg–Uelzen, bei denen jeweils einige morgendliche Verbindungen der Verstärkerzüge ausfallen, wie Metronom mitteilte. Laut Mitteilung sind zunächst sieben Verbindungen am Morgen betroffen:
- ME81906 (Rotenburg ab 04.16 Uhr, Bremen an 4.48 Uhr)
- ME81960 (Rotenburg ab 06.09 Uhr, Hamburg-Harburg an 7.10 Uhr)
- ME81980 (Tostedt ab 7.00 Uhr, Hamburg an 7.30 Uhr)
- ME81962 (Tostedt ab 07.12 Uhr, Hamburg an 7.51 Uhr)
- ME81964 (Tostedt ab 08.29 Uhr, Hamburg-Harburg an 8.53 Uhr)
- ME81664 (Lüneburg ab 08.06 Uhr, Hamburg an 8.52 Uhr)
- ME81955 (Lüneburg ab 08.06 Uhr, Hamburg an 8.52 Uhr)
Sollten Weichen oder andere Anlagen durch die Witterung beeinträchtigt sein und von der Deutschen Bahn nicht betriebsfähig gehalten werden können, könne es zu weiteren Ausfällen oder hohen Verspätungen kommen, hieß es in der Mitteilung. Weitere Ausfälle werde Metronom dann rechtzeitig auf der Unternehmenswebsite veröffentlichen.
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Antarktische Lauftechnik: Wie Sie besser übers Glatteis kommen
Pinguine bewahren auch auf vereistem Boden Haltung – im Gegensatz zu uns Menschen. Was können wir uns bei den Polartieren abgucken?
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Eingeschränkter Betrieb in vielen Hamburger Kitas
Eltern von Kitakindern müssen sich wegen des Winterwetters am Freitag auf eingeschränkte Betreuungszeiten einstellen. »Wir rechnen damit, dass viele unserer Mitarbeitenden wegen Schnee und Eis morgen ihre Arbeit nicht erreichen können und unsere Kitas deshalb nicht wie gewohnt für Sie da sein können«, erklärte die Elbkinder Vereinigung Hamburger Kitas als größter Kita-Träger der Hansestadt. Die Elbkinder betreuen nach eigenen Angaben mehr als 32.000 Kinder in ihren rund 170 Kitas.
Die Elbkinder-Kitas baten die Eltern, ihre Kinder am Freitag möglichst zu Hause zu lassen. Sollten sie dennoch in die Kindertagesstätten gebracht werden, sollten sie unbedingt eine Brot-Box für morgens und mittags mitbringen – für den Fall, dass die Caterer und Küchenteams ausfallen.
Zuvor hatte die Schulbehörde bereits mitgeteilt, dass wegen des angekündigten Sturmtiefs »Elli« am Freitag alle Schulen geschlossen bleiben. Bei den Kitas, für die die Schulbehörde ebenfalls zuständig ist, entschieden die Träger selbst, ob sie ihre Einrichtungen öffnen, sagte ein Behördensprecher auf Anfrage. Nach Behördenangaben werden in Hamburg in rund 1.200 Kitas mehr als 78.000 Jungen und Mädchen betreut.
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Lehrerverband gegen bundesweiten Schulausfall
Angesichts des extremen Winterwetters hält der Präsident des Deutschen Lehrerverbands eine bundesweite Aussetzung des Präsenzunterrichts nicht für sinnvoll. »Distanzunterricht sollte auf die entsprechenden Notfälle beschränkt bleiben«, sagte Verbandspräsident Stefan Düll der »Rheinischen Post«. Der Deutsche Wetterdienst warnt für Freitag in mehreren Regionen vor starkem Schneefall, Schneeverwehungen und Glätte, teils werden bis zu 15 Zentimeter Neuschnee erwartet. Bereits jetzt ist der Schulunterricht am Freitag in Teilen Norddeutschlands abgesagt, unter anderem in Hamburg und Bremen sowie in zahlreichen Städten und Landkreisen Niedersachsens, wo Schulen auf Distanzunterricht und Notbetreuung umgestellt haben
Die Wetterlage stelle sich regional sehr unterschiedlich dar, so Düll. Entscheidungen über Unterrichtsausfälle lägen bei den Kommunen und den zuständigen Kultusministerien der Länder. Auch Schulleitungen könnten Schulschließungen eigenständig anordnen. »Darüber hinaus können Eltern entscheiden, ihr Kind zu Hause zu behalten und die Schule entsprechend zu informieren, wenn sie den Schulweg als ein ernsthaftes Risiko ansehen«, sagte Düll.
Die Wetterlage stelle sich regional sehr unterschiedlich dar, so Düll. Entscheidungen über Unterrichtsausfälle lägen bei den Kommunen und den zuständigen Kultusministerien der Länder. Auch Schulleitungen könnten Schulschließungen eigenständig anordnen. »Darüber hinaus können Eltern entscheiden, ihr Kind zu Hause zu behalten und die Schule entsprechend zu informieren, wenn sie den Schulweg als ein ernsthaftes Risiko ansehen«, sagte Düll.

Foto: Christian Charisius / picture alliance /dpa
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Zugbindung aufgehoben: Bahn streicht Züge im Fernverkehr und drosselt Tempo
Die Deutsche Bahn schränkt den Fernverkehr vor allem im Norden und Nordosten Deutschlands ein. Es werde zu Verspätungen und Zugausfällen kommen, erklärte der Staatskonzern. Dies gelte für Strecken wie Kopenhagen - Hamburg, Westerland/Kiel - Hamburg, Binz/Stralsund/Rostock - Berlin und Norddeich/Emden - Hannover/Ruhrgebiet. Wie viele Züge insgesamt ausfallen, erklärte die Bahn nicht. Sie drosselt zudem vorsorglich die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf einzelnen Schnellfahrstrecken wie Wolfsburg-Berlin, Hannover-Würzburg und Frankfurt-Köln. Züge fahren dann nur noch 200 Kilometer pro Stunde, was die Fahrtzeit um bis zu 30 Minuten verlängern kann. Dies sei notwendig, um Schäden durch sogenannte Eisabwürfe zu vermeiden.
Für vorab gekaufte Bahntickets für Fernreisen zwischen Freitag und Sonntag hob die Bahn aufgrund der Witterungslage die Zugbindung auf. Reisende sollten sich vor Reisebeginn über die Lage informieren und auf nicht nötige Fahrten verzichten, erklärte der Konzern weiter.
Für vorab gekaufte Bahntickets für Fernreisen zwischen Freitag und Sonntag hob die Bahn aufgrund der Witterungslage die Zugbindung auf. Reisende sollten sich vor Reisebeginn über die Lage informieren und auf nicht nötige Fahrten verzichten, erklärte der Konzern weiter.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa
Mehr als 14.200 Beschäftigte bundesweit sorgen laut Bahn dafür, Bahnsteige und Gleise von Schnee und Eis zu befreien. An strategisch wichtigen Punkten im Schienennetz stehen Räumfahrzeuge und schwere Loks bereit. Etwa 49.000 der rund 65.000 Weichen sind mit Heizungen und Abdeckungen besser vor Schnee und Eis geschützt. Denn einfrierende Weichen sind – zusammen mit Schnee, der sich auf den Schienen auftürmt – die größten Herausforderungen der Bahn im Winter. Zudem muss die Bahn sicherstellen, dass immer Strom von der Oberleitung über den Stromabnehmer ins Fahrzeug fließen kann. Eispanzer durch gefrorenen Regen können dies im Extremfall verhindern.
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Wie man mit dem Auto sicher durch Eis und Schnee kommt
Schnee und Regen bringen im Winter oft gefährliche Straßenverhältnisse. Wie gefährlich ist das aktuelle Winterwetter für den Straßenverkehr? Den DWD-Warnlagebericht finden Sie hier.
Für Autofahrende gilt bei winterlichem Wetter in der Regel: Abstand halten. Der TÜV Süd empfiehlt bei Eis und Schnee auf den Straßen den dreifachen Sicherheitsabstand. Bei Tempo 80 wäre das zum Beispiel ein Abstand von 120 Metern. Weitere Tipps finden Sie hier.
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Jens Radü
Chef vom Dienst, Hamburg
Im Schnee festgefahren und die Räder drehen durch – der Lifehack von der Postbotin
Ich weiß schon, wer fährt bei dem Wetter überhaupt mit dem Auto? Aber es war ein kleiner Notfall, alles musste schnell gehen, nur schnell in der Einfahrt der Nachbarn wenden und plötzlich: schrrrrrrr. Das unverkennbare Geräusch, wenn die Vorderräder sich im Neuschnee festgefahren haben und durchdrehen. Mehr Gas geben? Schlechte Idee, die Räder graben sich nur noch tiefer ein. Anschieben? Hilft auch nicht, kein Grip, weder Räder noch Schuhe. Den rettenden Lifehack hatte die Postbotin, die gerade ihren Transporter abgestellt hatte: Fußmatten unter die Vorderräder schieben und laaangsam anfahren. Schhhhrrrrvroomplumps. Das unverkennbare Geräusch, wenn die Vorderräder sich freigekämpft haben. Und mir ein Stein vom Herzen fällt.
Noch mehr nützliche Tipps zu den richtigen Reifen im Winter finden Sie hier.
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Werder will Weg fürs Heimspiel freischippen
Rund um das Weserstadion sollen 50 zusätzliche Mitarbeiter von Werder Bremen Schnee schnippen – vor und zur Not auch während des Heimspiels gegen die TSG Hoffenheim am Samstag. So sollen die Zuschauer heil ins Stadion finden und ohne Ausrutscher wieder nach Hause kommen.
Nach zuletzt fünf sieglosen Spielen in Folge droht Werder in der Tabelle nach unten zu schlittern.
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Eis, Schnee und Wind schränken Alltag in Teilen Europas ein – Haushalte ohne Strom
Schnee, Glätte und klirrende Kälte: Wie in Deutschland führt auch in vielen Teilen Europas das eisige Winterwetter zu Einschränkungen. Im Norden Schottlands bleiben viele Schulen bereits den vierten Tag in Folge wegen starken Schneefalls geschlossen. Der britische Wetterdienst Met Office warnt zudem vor dem nächsten Sturmtief »Goretti«, das Schnee und Stürme in Teile des Vereinigten Königreichs bringen und damit Einschränkungen auslösen soll. In den Midlands könnten den Vorhersagen zufolge bis zu 30 Zentimeter Schnee fallen. Im Süden Englands muss ebenfalls mit starkem Schneefall gerechnet werden. An den Küsten im Südwesten Englands drohen zudem Sturmböen von 95 bis 110 Stundenkilometern.
Auch Frankreich rüstet sich. »Goretti« soll mit erwarteten Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde ab Donnerstagabend über den Nordwesten des Landes hinwegziehen. Für 27 Departements wurde die Unwetterwarnstufe Orange und für die Region am Ärmelkanal die höchste Warnstufe Rot erlassen. Dort bleiben am Freitag die Schulen geschlossen, teilweise kommt es zu Ausfällen im Bahnverkehr. Die erwarteten spektakulären Sturmwellen an der Küste locken auch Touristen an: In Saint-Malo etwa sprach ein Hotelinhaber von zusätzlichen Reservierungen, berichtete der Sender BFMTV.
In Schweden bescherte der Schnee vielen Schulkindern vor allem im Norden und Westen einen freien Tag. In manchen Regionen des Landes sollte es am Donnerstag lokal bis zu 60 Zentimeter Neuschnee geben. Vor allem im Norden standen Busse und Züge still.

Arbeiter in Stockholm. Foto: Jessica Gow / TT / IMAGO
Haushalte ohne Strom
Nicht nur im Norden und Westen beherrscht das winterliche Wetter den Alltag der Menschen. In Südosteuropa verursachten Schnee und vereiste Straßen bei Tiefsttemperaturen im zweistelligen Minusbereich Verkehrsbehinderungen und Stromausfälle. In Rumänien sind rund 11.000 Haushalte ohne Strom, auch in Serbien gab es wetterbedingt Stromausfälle.
Im Südosten Bulgariens machen den Menschen Überschwemmungen nach starken Regenfällen zu schaffen. Berichte über Verletzte oder Tote gab es zunächst nicht.
Eisig ist es auch in Tschechien: In Prag lag die Tiefsttemperatur bei minus 10,8 Grad Celsius.
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Winterdienste auf Autobahnen sehen sich vorbereitet
Die Winterdienste in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sehen sich vor dem angekündigten Sturmtief für den Verkehr auf den Autobahnen gut gerüstet. »Morgen haben wir alles eingeplant, was geht«, sagte eine Sprecherin der Autobahn GmbH. Insgesamt stünden in den drei Bundesländern mehr als 700 Mitarbeiter bereit, um im Bedarfsfall rund um die Uhr den Winterdienst zu leisten. Die Autobahn GmbH ist für mehr als 3000 Streckenkilometer verantwortlich.
Trotz aller Vorbereitungen appelliert die Autobahn GmbH aber auch an die Autofahrer, entsprechend vorsichtiger zu fahren. Einzelne Verkehrsteilnehmer seien auch durch die eher milden Winter der vergangenen Jahre nicht mehr so vorsichtig wie früher. Sie gerieten bei auftretenden Schneelagen schneller in gefährliche Situationen, so die Sprecherin. Daher seien angepasstes Tempo, eine entsprechende Fahrweise und vor allem Winterreifen wichtig.

A2 bei Magdeburg 2024. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
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Räumfahrzeuge auf der Straße: So verhält man sich richtig
Der Winter hat große Landesteile in seiner eisigen Hand – und damit auch die Straßen. Gut, wenn bei winterlichem Wetter Räum- und Streufahrzeuge unterwegs sind. Doch wie verhalten sich Autofahrer eigentlich richtig bei der Begegnung mit solchen Fahrzeugen? Räumfahrzeuge haben laut ADAC nicht automatisch immer Vorfahrt, aber Sonderrechte. Der Club verweist auf Paragraf 35 der Straßenverkehrsordnung (StVO). So dürfen sie zu jeder Zeit auf allen Straßen und Straßenteilen fahren und halten, soweit der Einsatz das erfordere.
Zu den Fahrzeugen hält man am besten ausreichend Abstand, auch um nicht von Streugut getroffen zu werden. Das verbessert außerdem die Sicht. Als Faustregel nennt der ADAC mindestens den halben Tachowert in Metern. Wird das Auto durch Streugut beschädigt, hafte der Winterdienst in der Regel nicht. Man kann auch die Warnblinkanlage anstellen, um Nachfolgende vor den meist relativ langsam fahrenden Winterdienst zu warnen.
Darf ich Räumfahrzeuge eigentlich überholen?
In der Regel fahren Räumfahrzeuge mit etwa 20 bis 25 km/h, Streufahrzeuge mit 40 bis 55km/h. Beide fahren allerdings auch nur, wenn es die winterlichen Straßen erfordern – man also ohnehin langsamer fahren sollte. Nun meinen vielleicht einige dennoch, dass Ihnen der Winterdienst zu langsam fährt. Darf man diese Fahrzeuge eigentlich überholen? Kurze Antwort: Ja, aber sonderlich sinnvoll ist das nicht.
Rein rechtlich ist das Überholen erlaubt, notiert der Verkehrsclub. Allerdings gelten dabei weiter die normalen Vorschriften beim Überholen: Bei unklarer Verkehrslage, wenn man die Überholstrecke nicht komplett überblicken kann oder die Sicht witterungsbedingt eingeschränkt ist, ist es verboten. Überholen darf man außerdem bis auf Ausnahmen auch auf der Autobahn nur links – rechts vorbei darf man auch dann nicht, wenn der Winterdienst auf der Autobahn etwa ganz links fährt.

Foto: Lukas Barth / dpa
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Bericht: Union-Fans wollen Klub beim Schneeschippen helfen
Fans von Union Berlin wollen dem Klub beim Beseitigen der befürchteten Schnee- und Eismassen vor dem Bundesligaspiel gegen den FSV Mainz 05 helfen. Dazu gab es in Anhängerkreisen einen Aufruf vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) und der emotionalen Rückkehr von Ex-Trainer Urs Fischer ins Stadion An der Alten Försterei mit Mainz, wie »Bild« berichtet.
»Aufgrund der sehr schwierigen Witterungsverhältnisse können die Mitarbeiter unseres Vereins eure Unterstützung gebrauchen«, hieß es demnach. »Vorsorglich könnt ihr auch gern euren Schneeschieber von zuhause mitbringen.« Union teilte der dpa auf Anfrage mit, dass dies aktuell ein Thema der Fanklubs sei. Noch sei unklar, wie groß das Ausmaß der Witterungsprobleme werde. »Wir bereiten uns bestmöglich auf die Austragung des Spiels vor«, erklärten die Berliner.
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Mit Material von Agenturen
