Satellitenbilder von Loch Ness Hat Nessie jetzt eine Familie?
Satellitenbild von Google Maps
Foto:Google Earth
Gibt es ein Ungeheuer im schottischen Loch Ness oder nicht? Der Mythos um Nessie beschäftigt die Welt seit Generationen, in einigen Fällen sogar Wissenschaftler. Nun ist die Frage nach der Existenz eines Monsters im zweitgrößten See Schottlands erneut von einer Person ohne jegliche Autorität auf einem für die Frage relevanten Fachgebiet beantwortet worden.
Ja, es gibt Nessie, behauptet die angehende Inverness-Besucherin Julie Fraser nach der Ansicht von Google-Earth-Bildern. Und nun kommt die frohe Botschaft: Nessie existiert nicht allein in der weiten Leere des Sees, sondern hat eine Familie. Schön.
Auf dem Bild, das Fraser überzeugt hat, sind nämlich nicht nur ein, sondern gleich drei Wesen zu sehen, die im Familienverbund durch den See schwimmen – leider wieder mal etwas unscharf. So ein Pech. »Wenn man genauer hinsieht und die Bilder vergrößert, sehen sie nicht wie Boote aus, sondern eher wie Wale oder etwas Ähnliches mit einem Bogen auf dem Rücken«, sagte Fraser in einem Interview mit »The Inverness Courier« , der regelmäßig über Nessie-Sichtungen berichtet.
Nessie samt Familie?
Foto: Google EarthWas Fraser unter anderem davon überzeugt hat, dass es sich auf dem Bild um Ungeheuer handelt: Hinter den drei Gestalten sei keine V-förmige Spur zu sehen, im Gegensatz zu einem Bild eines Ausflugsboots, das in der Nähe über den See fährt. Ein Detail, das Frasers Meinung nach ein vorbeifahrendes Schiff ausschließt.
Wie es sich für eine wissenschaftliche Entdeckung von dieser Tragweite gehört, meldete Fraser ihren Beweis gleich der wissenschaftlichen Autorität in dieser Frage – dem offiziellen Loch-Ness-Sichtungsregister . Sie wartet nun auf Nachricht von der wissenschaftlichen Institution, dass ihre Nessie-Sichtung die 17. bestätigte in diesem Jahr ist. Fraser plant, noch im Jahr 2026 selbst nach Inverness zu reisen.
Das erste Mal tauchte Nessie übrigens angeblich im Jahr 565 auf. Der Geistliche Adomnan von Iona berichtete, wie ein Ungeheuer im Loch Ness einen Mann attackierte. Nur mit Gottes Hilfe sei er gerettet worden. In den folgenden 1500 Jahren gab es immer wieder Berichte über Sichtungen eines Monsters in dem schottischen Süßwassersee.
Theorien über Nessie gibt es reichlich: Mal handelt es sich um einen überlebenden Saurier, mal um einen Baumstamm, einen Fisch, einen Watvogel oder schlicht um Wellen, die sich unheimlich auftürmen. 2019 kamen Forscher zu dem Schluss, Nessie könnte ein riesiger Aal sein.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version haben wir geschrieben, Nessie würde laut einer Theorie an einen Dinosaurier erinnern. Tatsächlich werden klassischerweise Vergleiche zum Plesiosaurier gezogen, der nicht näher mit Dinosauriern verwandt ist. Wir haben den Fehler korrigiert.