Schweiz: Tessin stimmt für Burka-Verbot - DER SPIEGEL
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Schweizer Kanton Tessiner stimmen für Burka-Verbot

Dieses Ergebnis dürfte international Aufsehen erregen. Der Schweizer Kanton Tessin hat sich für ein Verschleierungsverbot ausgesprochen. Zwar richtet sich die Initiative nicht direkt gegen Muslime, ihre Verfechter sind jedoch als Islam-Kritiker bekannt.
Gegner des Referendums: "Niemand darf sein Gesicht verbergen"
Gegner des Referendums: "Niemand darf sein Gesicht verbergen"

Gegner des Referendums: "Niemand darf sein Gesicht verbergen"

Foto: FABRICE COFFRINI/ AFP
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Nach der Anti-Minarett-Initiative 2009 macht die Schweiz erneut mit einer islamkritischen Aktion auf sich aufmerksam. Als erster Kanton führt das Tessin offenbar ein Verhüllungsverbot ein. Nach einer Hochrechnung des Rundfunksenders RSI votierten 65 Prozent der Stimmberechtigten bei einem Referendum am Sonntag für eine entsprechende Initiative.

Diese schlägt vor, die Kantonsverfassung um einen Passus zu erweitern, in dem es heißt: "Niemand darf sein Gesicht auf öffentlichen Straßen und Plätzen verhüllen oder verbergen. Niemand darf eine andere Person aufgrund ihres Geschlechts dazu zwingen, ihr Gesicht zu verhüllen."

Zwar richtet sich die Initiative nicht direkt gegen Muslime, ihre Verfechter sind jedoch als Islam-Kritiker bekannt - weshalb weithin auch von einer Anti-Burka-Initiative gesprochen wurde. Bei muslimischen Verbänden in der Schweiz sowie bei Amnesty International stieß das Projekt auf scharfe Kritik.

2009 hatte es in der Schweiz eine Volksinitiative gegen den Bau von Minaretten gegeben, für die 57,5 Prozent gestimmt hatten.

yes/AFP

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