Stiftungen Konferenz mit Neonazi und Ex-CDU-Chefin
Ex-CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat eine Konferenz in der Ukraine besucht, bei der auch ein Rechtsextremer auf der Bühne war. Kramp-Karrenbauer, die heute die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) leitet, hielt beim »Black Sea Security Forum« vergangene Woche eine Rede. An derselben Veranstaltung nahm der russische Neonazi Denis Kapustin an einem Panel teil. Gegen ihn war im Sommer 2019 ein Einreiseverbot in den Schengenraum verhängt worden. Er ist Kommandeur des russischen Freiwilligen-Korps aufseiten der Ukraine im Krieg gegen Russland. An der Konferenz nahmen Politiker aus der Ukraine und anderen Staaten teil. Die KAS unterstützt das Forum maßgeblich. Zu den Partnern gehört auch die Hepatica-Stiftung, die der rechtspopulistischen Partei Schwedendemokraten nahesteht. Auf Anfrage teilte die KAS mit, der Veranstalter hätten entgegen anderslautenden Vereinbarungen die Teilnahme Kapustins nicht mit der KAS abgestimmt. Die Stiftung bedauere dessen Auftritt: »Wäre uns die Teilnahme von Herrn Kasputin im Vorfeld bekannt gewesen, hätten wir diese unterbunden.« Mit der Hepatica arbeite die KAS nicht direkt zusammen. Man habe sich trotz deren Beteiligung für eine Unterstützung des Forums entschieden, um ukrainische Partner zu unterstützen.