Jemen: Bundeswehr-Einsätze gegen Huthi-Miliz verlängert - DER SPIEGEL
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Schutz von Handelsschiffen Bundestag verlängert Bundeswehreinsatz gegen Huthi-Miliz

Die mit Iran verbündete Huthi-Miliz greift Handelsschiffe im Roten Meer an. Die Bundeswehr soll sich nun weiter an der EU-Mission »Aspides« beteiligen. Auch zum Einsatz im Südsudan ist eine Entscheidung gefallen.
Bundeswehrsoldaten beim Appell
Bundeswehrsoldaten beim Appell

Bundeswehrsoldaten beim Appell

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Der Bundestag hat zwei Auslandseinsätze der Bundeswehr verlängert: Im Roten Meer sowie im Südsudan werden weiterhin deutsche Soldatinnen und Soldaten im Einsatz sein.

Die deutsche Marine beteiligt sich demnach weiterhin mit maximal 350 Soldatinnen und Soldaten an der EU-Mission »Aspides« im Roten Meer. Diese soll Handelsschiffe vor der aus dem Jemen agierenden und mit Iran verbündeten Huthi-Miliz schützen.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hatte für eine Fortsetzung des Einsatzes geworben. Die Angriffe der Huthi-Miliz auf zivile Handelsschiffe im Roten Meer gefährdeten globale Handelswege mit großer Bedeutung für Europa und Deutschland, sagte Wadephul. »Das zeigt, wie wichtig die militärische Präsenz der Europäischen Union in diesem maritimen Raum ist.«

Das durch die Huthi-Angriffe betroffene Gebiet sei ein maritimer Raum von besonderer geostrategischer Bedeutung für die internationale Handelsschifffahrt, argumentiert die Regierung. »Die Handelsroute durch das Rote Meer ist die kürzeste Verbindung zwischen Asien und Europa mit einem Volumen von 15 Prozent des weltweiten maritimen Handels vor Beginn der Angriffe.« Die Folgen der Huthi-Angriffe seien Ausweichrouten und erhöhte Frachtzeiten. Die dadurch entstehenden Kosten würden durch Reedereien und Unternehmen letztlich an den Endverbraucher weitergegeben.

Bundeswehr im Südsudan im Einsatz

Auch das Mandat für den Blauhelm-Einsatz »UNMISS« im Südsudan verlängerte der Bundestag bis zum 31. Oktober 2027.

Der Südsudan ist seit seiner Unabhängigkeit 2011 von Machtkämpfen und Gewalt geprägt. Seit 2025 hat sich die Lage erneut deutlich verschärft. Die Blauhelm-Mission soll den Friedensprozess unterstützen und Zivilisten schützen. Die Bundeswehr soll unverändert bis zu 50 Soldatinnen und Soldaten stellen, etwa für Führungsaufgaben, und bei technischer Ausrüstung und Ausbildung truppenstellender Nationen helfen.

Seit mehr als drei Jahren wird in Südsudans Nachbarland Sudan gekämpft, gemordet und gehungert, es ist ein alles verzehrender Krieg. Mehr dazu lesen Sie hier. 

ptz/dpa