Bürgerschaftswahl Das war der Wahlabend in Hamburg
Der Sieg bei der Bürgerschaftswahl ist zumindest ein Trostpflaster für die SPD, Linke und AfD punkten bei ärmeren Menschen – und vieles deutet auf eine Fortsetzung von Rot-Grün hin: Das waren die News zum Wahlabend in Hamburg.
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Hamburg hat gewählt: Die SPD bleibt stärkste Kraft, wenn auch mit Verlusten. Die Sozialdemokraten haben die Absicht bekundet, ihre Koalition mit den Grünen fortzusetzen.
Wir verabschieden uns an dieser Stelle. Alle Entwicklungen zur Hamburg-Wahl finden Sie auf SPIEGEL.de. Wir wünschen eine gute Nacht!
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Die Daten zur Bürgerschaftswahl in Hamburg
Die Analyse nach Wählergruppen: Wer hat in Hamburg was gewählt? Rentner wählen bevorzugt die SPD, die Grünen konnten vor allem Akademikerinnen für sich gewinnen. Wer finanziell schlechter gestellt ist, wählte eher AfD als gut situierte Hanseaten. Lesen Sie hier den Überblick in Grafiken.

[M] DER SPIEGEL; Foto: Wilfried Wirth / imageBROKER / picture alliance
Wie sehen die Wählerströme in Hamburg aus? Die CDU kann die meisten Nichtwähler mobilisieren. Die SPD verliert Wähler an die AfD, gleich drei Parteien profitieren vom Stimmverlust der Grünen. Lesen Sie hier die Wählerwanderung im Detail.

Foto: [M] DER SPIEGEL; Foto: Wilfried Wirth / imageBROKER / picture alliance
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Lauterbach: »Erfolgreiche Politik ohne Streit«
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nennt das Wahlergebnis einen »Gewinn der Demokratie«. Er sieht das vergleichsweise geräusch- und konfliktfreie Regieren in Hamburg als Rezept für den Bund: »Es zeigt sich, wie stark der Einfluss von erfolgreicher Politik ohne Streit ist. Das muss auch unser Ziel in der Koalition im Bund sein.«
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Die »Sonstigen«: Volt stärker als FDP und BSW
Unter den kleineren Parteien schlägt sich die proeuropäische Partei Volt in Hamburg achtbar. Zwar ist sie weit von der Fünfprozenthürde entfernt, kann aber vermutlich um fast zwei Prozentpunkte gegenüber der Bürgerschaftswahl 2020 zulegen.
Auffallend ist: Volt liegt mit knapp über drei Prozent kurz vor dem Ende der Auszählung mit klarem Abstand vor der FDP (2,3) und auch dem BSW (1,7).
Auffallend ist: Volt liegt mit knapp über drei Prozent kurz vor dem Ende der Auszählung mit klarem Abstand vor der FDP (2,3) und auch dem BSW (1,7).
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Minister Özdemir: »Hamburg wählt stabile Verhältnisse«
Cem Özdemir (Grüne) ist Minister auf Abruf in der noch amtierten rot-grünen Minderheitsregierung im Bund. Er hat angekündigt, alsbald nach Baden-Württemberg zu gehen, wo er gern Winfried Kretschmann als Ministerpräsident beerben würde. Am heutigen Abend gratuliert Özdemir aber erst mal Peter Tschentscher (SPD) und Katharina Fegebank (Grüne) zu ihren Wahlergebnissen. »Hamburg wählt stabile Verhältnisse in der demokratischen Mitte. Das macht Mut«, schreibt der Grünenpolitiker, »ein Vertrauensbeweis für die verlässliche Arbeit des rot-grünen Senats. Ein bewährtes Bündnis, das nach Fortsetzung ruft.«
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Analyse: Never Tschentsch a running system
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher konnte bei der Wahl mit seiner Beliebtheit punkten – und so der SPD den Wahlsieg sichern. »In einer Neuauflage von Rot-Grün dürfte das Gewicht der SPD zunehmen, weil sie weniger stark verloren hat als die Grünen«, schreibt mein Kollege Ansgar Siemens.
Er hat zusammengefasst, welche Lehren sich aus der Bürgerschaftswahl ziehen lassen. Die Analyse lesen Sie hier.
Er hat zusammengefasst, welche Lehren sich aus der Bürgerschaftswahl ziehen lassen. Die Analyse lesen Sie hier.

Peter Tschentscher. Foto: Gregor Fischer / AFP
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Presseschau: »Tschentscher ist das letzte Einhorn der Sozialdemokraten«
Die »Süddeutsche Zeitung« sieht einen großen Anteil Peter Tschentschers am Wahlerfolg der SPD:
»Peter Tschentscher ist das letzte Einhorn der Sozialdemokraten, auch wenn selbst er bundesweit seine Partei wohl nicht retten könnte. Dafür ist Hamburg ein zu spezielles Biotop, aber abgucken könnte sich die SPD trotzdem einiges von seinem Regierungsstil, der Weltoffenheit mit Law-and-Order-Politik mischt. Die SPD ist in Hamburg weiterhin eine Volkspartei, die am Sonntag zwar deutliche Einbußen verzeichnete, aber immer noch mehr als 30 Prozent holt. Seit 14 Jahren regiert sie wieder den Stadtstaat, anfangs noch allein, seit 2015 mit den Grünen. Was die CSU in Bayern ist, ist die SPD in Hamburg. (…) Er ist ein Politikertyp, wie er nur im Norden funktioniert, wo man vor allem Sachlichkeit und Pragmatismus will. Umgekehrt hätte ein Darsteller wie Markus Söder in Hamburg nicht den Hauch einer Chance.«
»Peter Tschentscher ist das letzte Einhorn der Sozialdemokraten, auch wenn selbst er bundesweit seine Partei wohl nicht retten könnte. Dafür ist Hamburg ein zu spezielles Biotop, aber abgucken könnte sich die SPD trotzdem einiges von seinem Regierungsstil, der Weltoffenheit mit Law-and-Order-Politik mischt. Die SPD ist in Hamburg weiterhin eine Volkspartei, die am Sonntag zwar deutliche Einbußen verzeichnete, aber immer noch mehr als 30 Prozent holt. Seit 14 Jahren regiert sie wieder den Stadtstaat, anfangs noch allein, seit 2015 mit den Grünen. Was die CSU in Bayern ist, ist die SPD in Hamburg. (…) Er ist ein Politikertyp, wie er nur im Norden funktioniert, wo man vor allem Sachlichkeit und Pragmatismus will. Umgekehrt hätte ein Darsteller wie Markus Söder in Hamburg nicht den Hauch einer Chance.«
Die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« verweist auf das schwierige bundespolitische Umfeld für die SPD:
»Ganz ungeschoren ließ der Bundestrend den Ersten Bürgermeister Hamburgs nicht. In der Bürgerschaftswahl wäre für Peter Tschentscher sicher noch mehr drin gewesen, wenn die Ampelkoalition nicht gescheitert und vor einer Woche die SPD dafür abgestraft worden wäre. Olaf Scholz kommt zwar aus Hamburg und hat dort zeitweise mit absoluter Mehrheit regiert. Aber ins Kanzleramt konnte er nicht hinüberretten, was der SPD in Hamburg traditionell gutgeschrieben wird, dass sie Kompetenz auch in der Wirtschaft habe. Bei der Bundestagswahl erreichte die SPD hier, in ihrer Hochburg, immerhin gut 22 Prozent, mit Tschentscher nun noch deutlich mehr.«

Foto: Lisi Niesner / REUTERS
Die »taz« blickt auf die Lage der Grünen in Hamburg:
»Auf Augenhöhe mit der CDU – was anderswo klingen mag wie ein Erfolg, ist für die Hamburger Grünen ein Rückschlag. Nach den Prognosen haben sie ordentlich eingebüßt gegenüber der vorigen Bürgerschaftswahl vor fünf Jahren. Zugegeben, damals war es eine »Klimawahl« im Aufstieg der Klimabewegung, und die Grünen hatten ihr Rekordergebnis erzielt, zeitweilig sogar davon geträumt, mit dem Koalitionspartner SPD die Plätze zu tauschen. Dass es nun ganz anders gekommen ist, nur auf den Bundestrend nach dem Ampel-Aus zu schieben, wäre zu billig. Zumal die Verluste viel größer sind als bei der Bundestagswahl. Und zumal sich der Abwärtstrend der Hamburger Grünen schon bei den Bezirkswahlen im vergangenen Frühsommer deutlich gezeigt hatte. Die Partei steckt in einem strategischen Dilemma: Wie auf Bundesebene wackelt auch in Hamburg das Projekt einer in alle Richtungen anschlussfähigen Volkspartei – ausgerechnet in jenem Landesverband also, der mit der ersten schwarz-grünen Koalition auf Landesebene mal so etwas wie die Speerspitze dieses Projekts war.«
»Auf Augenhöhe mit der CDU – was anderswo klingen mag wie ein Erfolg, ist für die Hamburger Grünen ein Rückschlag. Nach den Prognosen haben sie ordentlich eingebüßt gegenüber der vorigen Bürgerschaftswahl vor fünf Jahren. Zugegeben, damals war es eine »Klimawahl« im Aufstieg der Klimabewegung, und die Grünen hatten ihr Rekordergebnis erzielt, zeitweilig sogar davon geträumt, mit dem Koalitionspartner SPD die Plätze zu tauschen. Dass es nun ganz anders gekommen ist, nur auf den Bundestrend nach dem Ampel-Aus zu schieben, wäre zu billig. Zumal die Verluste viel größer sind als bei der Bundestagswahl. Und zumal sich der Abwärtstrend der Hamburger Grünen schon bei den Bezirkswahlen im vergangenen Frühsommer deutlich gezeigt hatte. Die Partei steckt in einem strategischen Dilemma: Wie auf Bundesebene wackelt auch in Hamburg das Projekt einer in alle Richtungen anschlussfähigen Volkspartei – ausgerechnet in jenem Landesverband also, der mit der ersten schwarz-grünen Koalition auf Landesebene mal so etwas wie die Speerspitze dieses Projekts war.«
Laut »Rhein-Neckar-Zeitung« hat sich in Hamburg ruhiges und souveränes Regieren bezahlt gemacht:
»Tatsächlich hat die Hamburg-Wahl genau das geliefert, was im Vorfeld erwartet worden war. Der in der Hansestadt beliebte Regierungschef Peter Tschentscher hatte sich nie vom Abwärtssog der Bundes-SPD mitreißen lassen. Und auch die Grünen hatten schon am 23. Februar deutlich bessere Werte geholt als im Bundesschnitt. Das bestätigte sich jetzt. (…) Doch so abgekoppelt vom Bund das Hamburger Ergebnis auch zu sein scheint: Gerade in dieser aufgeheizten, polarisierten Zeit sollten die potenziellen Koalitionäre von CDU und SPD nicht übersehen, was sich hier am Wahltag auszahlte. Nämlich ruhiges, souveränes Regieren.«
Die »Rheinpfalz« ist überzeugt, dass sich Rückschlüsse über Hamburgs Grenzen hinaus verbieten:
»Die Bürgerschaftswahl in der Hansestadt lieferte den erneuten Beleg dafür, dass insbesondere in Stadtstaaten die politischen Uhren mitunter anders ticken als im Rest der Republik. Insofern darf sich die SPD eine Woche nach dem katastrophalen Abschneiden bei der Bundestagswahl über ihren – relativen – Erfolg in Hamburg zwar freuen. Weitergehende, über Hamburgs Grenzen hinausreichende Rückschlüsse verbieten sich aber. Mit einer Ausnahme: Auch diese Wahl hat gezeigt, dass die Kombination aus einem beliebten Regierungschef wie Peter Tschentscher und einer weitgehend geräuschlos arbeitenden Koalition imstande ist, Wähler trotz massiver äußerer Widrigkeiten zu überzeugen und keine Wechselstimmung aufkommen zu lassen.«
»Tatsächlich hat die Hamburg-Wahl genau das geliefert, was im Vorfeld erwartet worden war. Der in der Hansestadt beliebte Regierungschef Peter Tschentscher hatte sich nie vom Abwärtssog der Bundes-SPD mitreißen lassen. Und auch die Grünen hatten schon am 23. Februar deutlich bessere Werte geholt als im Bundesschnitt. Das bestätigte sich jetzt. (…) Doch so abgekoppelt vom Bund das Hamburger Ergebnis auch zu sein scheint: Gerade in dieser aufgeheizten, polarisierten Zeit sollten die potenziellen Koalitionäre von CDU und SPD nicht übersehen, was sich hier am Wahltag auszahlte. Nämlich ruhiges, souveränes Regieren.«
Die »Rheinpfalz« ist überzeugt, dass sich Rückschlüsse über Hamburgs Grenzen hinaus verbieten:
»Die Bürgerschaftswahl in der Hansestadt lieferte den erneuten Beleg dafür, dass insbesondere in Stadtstaaten die politischen Uhren mitunter anders ticken als im Rest der Republik. Insofern darf sich die SPD eine Woche nach dem katastrophalen Abschneiden bei der Bundestagswahl über ihren – relativen – Erfolg in Hamburg zwar freuen. Weitergehende, über Hamburgs Grenzen hinausreichende Rückschlüsse verbieten sich aber. Mit einer Ausnahme: Auch diese Wahl hat gezeigt, dass die Kombination aus einem beliebten Regierungschef wie Peter Tschentscher und einer weitgehend geräuschlos arbeitenden Koalition imstande ist, Wähler trotz massiver äußerer Widrigkeiten zu überzeugen und keine Wechselstimmung aufkommen zu lassen.«
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Analyse: Schwierige Zeiten für die SPD
Die Lage der SPD ist komplex: Das Ergebnis in Hamburg zeigt, dass die Sozialdemokraten noch Wahlen gewinnen können. Zugleich stecken sie mitten in den Sondierungsgesprächen im Bund. »Eine Lehre für die SPD: Gute Regierungen können gute Ergebnisse bekommen«, schreiben meine Kollegen Christian Teevs und Severin Weiland. Der Sieg der SPD in Hamburg sei ein »Trostpflaster nach der herben Niederlage bei der Bundestagswahl« – das auch die Stimmung in Berlin aufhellen könnte.
Lesen Sie hier die Analyse aus dem SPIEGEL-Hauptstadtbüro.
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Tschentscher, Fegebank. Foto: Lisi Niesner / REUTERS
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Die Stimmenverluste der Grünen
Bei der Bundestagswahl gaben die Grünen rund 700.000 Wählerinnen und Wähler an die Linkspartei ab, 460.000 an die Union, 150.000 an das BSW und sogar noch 100.000 an die AfD. Mit 11,6 Prozent landeten sie in der Opposition.
In Hamburg ergibt sich ein anderes Bild, zumindest was manche Wählerströme angeht. Auch hier gibt es jedoch einen Trend: eine große Gruppe Wähler wechselte zur Linkspartei. Laut einer Analyse von Infratest-dimap gingen von den Hamburger Grünen 21.000 Wählerinnen und Wähler zur SPD, 12.000 zur Linken und 8000 zur CDU. Hinzugewinnen konnten die Grünen demnach am stärksten aus dem Lager der Nichtwähler, rund 7.000 Stimmen.
In Hamburg ergibt sich ein anderes Bild, zumindest was manche Wählerströme angeht. Auch hier gibt es jedoch einen Trend: eine große Gruppe Wähler wechselte zur Linkspartei. Laut einer Analyse von Infratest-dimap gingen von den Hamburger Grünen 21.000 Wählerinnen und Wähler zur SPD, 12.000 zur Linken und 8000 zur CDU. Hinzugewinnen konnten die Grünen demnach am stärksten aus dem Lager der Nichtwähler, rund 7.000 Stimmen.
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Anna Reimann
Hauptstadtbüro

Linke und AfD bei ärmeren Menschen erfolgreich
Welche Rolle spielte die finanzielle Lage der Menschen für ihre Wahlentscheidung? Laut dem Umfrageinstitut Infratest dimap haben auch Hamburgerinnen und Hamburger, deren finanzielle Lage schlecht ist, am häufigsten die SPD gewählt. Die Sozialdemokraten liegen in dieser Gruppe mit 24 Prozent aber deutlich unter ihrem Gesamtergebnis. Zweitstärkste Kraft bei den ärmeren Menschen wird demnach die Linke mit 21 Prozent Zustimmung, an dritter Stelle kommt die AfD mit 17 Prozent. Die Linke kommt in dieser Gruppe auf eine rund doppelt so hohe Zustimmung wie bei den finanziell besser gestellten Menschen, die AfD sogar auf fast dreimal so hohe Werte.
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So haben die Hamburger in den Stadtteilen gewählt

Quelle: Landeswahlleiter Stand: 2. März. 2025, 20.30 Uhr
Etwa 1,3 Millionen Menschen durften an diesem Sonntag an der Bürgerschaftswahl in Hamburg teilnehmen. Sehen Sie hier die Ergebnisse in den rund hundert Stadtteilen.
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Anna Reimann
Hauptstadtbüro

Hamburger Linken-Spitzenkandidatin Özdemir: Vom Erfolg überrascht
Cansu Özdemir war Spitzenkandidatin der Linken bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg und ist dort Fraktionschefin. Sie stand aber auch auf Listenplatz zwei der Hamburger Linken für die Bundestagswahl. Durch die großen Zugewinne ihrer Partei am vergangenen Sonntag erhielt sie ein Bundestagsmandat – überraschend. Was nun? Bleibt sie in Hamburg oder geht sie in die Hauptstadt?
Das weiß Özdemir noch nicht: Der Erfolg auf Bundesebene habe sie »persönlich etwas erschrocken«, sagte die Linkenpolitikerin. Ob sie ihr Bundestagsmandat annimmt oder in der Bürgerschaft bleibt, werde sie demnächst entscheiden. »Ab morgen habe ich dann endlich einen klaren Kopf, darüber nachzudenken.«
Das weiß Özdemir noch nicht: Der Erfolg auf Bundesebene habe sie »persönlich etwas erschrocken«, sagte die Linkenpolitikerin. Ob sie ihr Bundestagsmandat annimmt oder in der Bürgerschaft bleibt, werde sie demnächst entscheiden. »Ab morgen habe ich dann endlich einen klaren Kopf, darüber nachzudenken.«

Foto: Carsten Koall / dpa
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Umfrage: AfD passt »nicht zu einer weltoffenen Großstadt wie Hamburg«
Trotz der zeitlichen Nähe zur Bundestagswahl war laut Forschungsgruppe Wahlen die Politik in Hamburg bei der Wahlentscheidung wichtiger als die Bundespolitik. Das gaben in einer Umfrage 72 Prozent an. Die Sozialdemokraten von Bürgermeister Peter Tschentscher hätten mit »Sachkompetenz, hohem Ansehen und einem überragenden Spitzenkandidaten« gepunktet.
Die Union und die AfD konnten der Analyse zufolge »inhaltlich kaum punkten«. Im großstädtischen Umfeld hätten beide Parteien weiter »große strukturelle Defizite«. Die CDU habe zwar deutlich zugelegt, sei aber in Hamburg vergleichsweise weiter schwach. Etwa 83 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass die AfD »nicht zu einer weltoffenen Großstadt wie Hamburg« passe. Mit dem Thema Flucht und Asyl habe sich die Partei weniger gut als anderswo profilieren können.
58 Prozent der Befragten halten eine Koalition aus SPD und Grünen für eine gute Lösung. Ein rot-schwarzes Bündnis, wie es derzeit im Bund im Raum steht, lehnt hingegen etwas mehr als die Hälfte für Hamburg ab (52 Prozent). Politisch scheint es ohnehin unwahrscheinlich: Regierungschef Peter Tschentscher hat gesagt, seine erste Priorität sei, die Koalition mit den Grünen fortzusetzen.
Die Union und die AfD konnten der Analyse zufolge »inhaltlich kaum punkten«. Im großstädtischen Umfeld hätten beide Parteien weiter »große strukturelle Defizite«. Die CDU habe zwar deutlich zugelegt, sei aber in Hamburg vergleichsweise weiter schwach. Etwa 83 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass die AfD »nicht zu einer weltoffenen Großstadt wie Hamburg« passe. Mit dem Thema Flucht und Asyl habe sich die Partei weniger gut als anderswo profilieren können.
58 Prozent der Befragten halten eine Koalition aus SPD und Grünen für eine gute Lösung. Ein rot-schwarzes Bündnis, wie es derzeit im Bund im Raum steht, lehnt hingegen etwas mehr als die Hälfte für Hamburg ab (52 Prozent). Politisch scheint es ohnehin unwahrscheinlich: Regierungschef Peter Tschentscher hat gesagt, seine erste Priorität sei, die Koalition mit den Grünen fortzusetzen.

Proteste gegen die AfD in Hamburg. Foto: NIBOR / action press
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»Berliner Runde«: Wenig Hamburg, viel Bundespolitik und internationale Krisen
Jetzt Wechsel von Hamburg auf die internationale Bühne in der »Berliner Runde«: Die Briten schicken der Ukraine kurzfristig Milliardenhilfe, wird die rot-grüne Bundesregierung ihrerseits die seit Monaten infrage stehenden zusätzlichen drei Milliarden Euro für die Ukraine freigeben? SPD-Generalsekretär Matthias Miersch lobt den vermeintlich ausgewogenen Kurs des Noch-Kanzlers. Heißt wohl: Die drei Milliarden Euro bleiben erst mal in Berlin.
Es ist bezeichnend, dass in der »Berliner Runde« schlussendlich kaum mehr über Hamburg gesprochen wurde. Es ging um die Sondierungsgespräche zwischen CDU, SPD und CSU auf Bundesebene sowie um die Zäsur, die Donald Trump für die internationale Ordnung – und vor allem: die Sicherheit Europas – bedeutet.
Es ist bezeichnend, dass in der »Berliner Runde« schlussendlich kaum mehr über Hamburg gesprochen wurde. Es ging um die Sondierungsgespräche zwischen CDU, SPD und CSU auf Bundesebene sowie um die Zäsur, die Donald Trump für die internationale Ordnung – und vor allem: die Sicherheit Europas – bedeutet.
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Linke und SPD punkten bei den Jungen
Laut der Forschungsgruppe Wahlen haben Linke und SPD bei den jungen Wählerinnen und Wählern in Hamburg die besten Ergebnisse. Beide Parteien kommen demnach bei den unter 30-Jährigen auf 26 Prozent – die Linke habe ihr Ergebnis von 2020 um zwölf Prozentpunkte erhöhen können. Die SPD verliert einen Prozentpunkt.
Besonders hohe Verluste fahren in dieser Altersgruppe die Grünen ein. Sie verlieren laut Analyse im Vergleich zur letzten Wahl elf Prozentpunkte und landen mit 20 Prozent auf dem dritten Platz.
Bei Wählerinnen und Wählern über 60 entfällt ein Großteil der Stimmen auf SPD (44 Prozent) und CDU (26 Prozent). Die Grünen wählten in dieser Altersgruppe laut Umfrage nur 14 Prozent, die Linke sogar nur sechs Prozent.
Besonders hohe Verluste fahren in dieser Altersgruppe die Grünen ein. Sie verlieren laut Analyse im Vergleich zur letzten Wahl elf Prozentpunkte und landen mit 20 Prozent auf dem dritten Platz.
Bei Wählerinnen und Wählern über 60 entfällt ein Großteil der Stimmen auf SPD (44 Prozent) und CDU (26 Prozent). Die Grünen wählten in dieser Altersgruppe laut Umfrage nur 14 Prozent, die Linke sogar nur sechs Prozent.

Linker Shootingstar Heidi Reichinnek. Foto: Marcus Brandt / dpa
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Chancenlose Liberale
Für die FDP ist die Hamburger Wahlnacht bitter – eine Woche, nachdem die Liberalen zum zweiten Mal in ihrer Geschichte aus dem Bundestag flogen. Dabei müsste Hamburg mit seinem wohlhabenden Bürgertum für die FDP theoretisch eine sichere Bank sein. War es historisch aber fast nie. Auch diesmal hatten sich die Liberalen in der Hansestadt keine großen Hoffnungen gemacht, nicht nur wegen des schlechten Bundestrends, sondern auch wegen interner Querelen, die den Landesverband seit Jahren begleiten.
Vor fünf Jahren scheiterte die Partei in Hamburg mit 4,97 Prozent denkbar knapp an der Fünfprozenthürde, nur Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein errang ein Wahlkreismandat im Wahlkreis Blankenese und repräsentierte als einzige Abgeordnete die FDP in der Bürgerschaft. Im Januar 2022 wechselte Sami Musa von der SPD zu den Freien Demokraten und wurde der zweite FDP-Bürgerschaftsabgeordnete.
Im Juli 2024 trat Treuenfels-Frowein wiederum in die CDU ein, ihre Partei sprach von einer Entfremdung, sie von einem Neustart. Ihre neue politische Heimat stellte die 62-Jährige auf Platz zwei der CDU-Landesliste auf – nun dürfte sie erneut in die Bürgerschaft einziehen.
Das FDP-Debakel in Hamburg reiht sich ein in eine lange Serie. Das letzte Mal, dass die Partei bei einer Landtagswahl ihren Stimmenanteil steigerte, war vor knapp drei Jahren. Damals verzeichnete die FDP im Saarland 1,5 Prozentpunkte Plus, kam trotzdem nicht in den Landtag. Seither gab es nur noch Pleiten mit Stimmverlusten.
Vor fünf Jahren scheiterte die Partei in Hamburg mit 4,97 Prozent denkbar knapp an der Fünfprozenthürde, nur Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein errang ein Wahlkreismandat im Wahlkreis Blankenese und repräsentierte als einzige Abgeordnete die FDP in der Bürgerschaft. Im Januar 2022 wechselte Sami Musa von der SPD zu den Freien Demokraten und wurde der zweite FDP-Bürgerschaftsabgeordnete.
Im Juli 2024 trat Treuenfels-Frowein wiederum in die CDU ein, ihre Partei sprach von einer Entfremdung, sie von einem Neustart. Ihre neue politische Heimat stellte die 62-Jährige auf Platz zwei der CDU-Landesliste auf – nun dürfte sie erneut in die Bürgerschaft einziehen.
Das FDP-Debakel in Hamburg reiht sich ein in eine lange Serie. Das letzte Mal, dass die Partei bei einer Landtagswahl ihren Stimmenanteil steigerte, war vor knapp drei Jahren. Damals verzeichnete die FDP im Saarland 1,5 Prozentpunkte Plus, kam trotzdem nicht in den Landtag. Seither gab es nur noch Pleiten mit Stimmverlusten.
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SPD-Fraktionschef Kienscherf kritisiert »sehr rechte, konservative CDU« in Hamburg
Hamburgs SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf zeigt deutlich, mit wem er lieber koalieren würde. »Die Hamburger CDU ist eine sehr rechte, konservative CDU. Das passt eigentlich nicht zu Hamburg«, sagte Kienscherf auf der Wahlparty der Sozialdemokraten. »Sie haben auch in Hamburg den Kurs der Bundes-CDU unterstützt, die Annäherung an die AfD. Das wollen wir nicht. Und in vielen anderen Dingen waren sie menschlich nicht korrekt in der Bürgerschaft, und daher werden wir mit den Grünen konkret verhandeln.«
Mit der Grünenfraktion habe die SPD bisher »vertrauensvoll zusammengearbeitet«, sagte Kienscherf. »Wir sind zwei unterschiedliche Parteien, aber ich glaube, wir werden das auch zukünftig gut hinkriegen. Für uns ist wichtig: Wir müssen weiterhin Realpolitik machen.« Dazu zähle er einen realistischen, ambitionierten Klimaschutz ebenso wie das Schaffen von Arbeitsplätzen und das Thema innere Sicherheit.
Mit der Grünenfraktion habe die SPD bisher »vertrauensvoll zusammengearbeitet«, sagte Kienscherf. »Wir sind zwei unterschiedliche Parteien, aber ich glaube, wir werden das auch zukünftig gut hinkriegen. Für uns ist wichtig: Wir müssen weiterhin Realpolitik machen.« Dazu zähle er einen realistischen, ambitionierten Klimaschutz ebenso wie das Schaffen von Arbeitsplätzen und das Thema innere Sicherheit.

Foto: Marcus Brandt/dpa
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Daniel Günther: »Der Norden lebt von einer starken Partnerschaft«
Offenbar können viele Spitzenpolitiker aus Norddeutschland mit dem Wahlsieg der SPD leben. »Der Norden lebt von einer starken Partnerschaft«, sagte Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident Schleswig-Holsteins. Peter Tschentscher habe »von seinem Amtsbonus profitieren und als Person überzeugen« können. Das verbesserte Ergebnis der CDU gebe dem Ersten Bürgermeister aber auch »gute Argumente an die Hand, auch mit der CDU Gespräche über ein Regierungsbündnis zu führen», so Günther.

Daniel Günther. Foto: Christian Charisius / dpa
Der schleswig-holsteinische Grünenvorsitzende Gazi Freitag sieht im Wählervotum den klaren Auftrag, dass die Grünen die Zusammenarbeit mit der SPD in Hamburg fortsetzen. »Dieses Ergebnis gibt Rückenwind für eine weiterhin starke grüne Regierungsbeteiligung.«
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern, verwies auf die Unterschiede zur Berliner Politik. Es zeige sich wieder einmal, dass Landtagswahlen etwas anderes seien als Bundestagswahlen, sagte Schwesig. »Gute Regierungsarbeit zahlt sich aus. Und es kommt auf den Regierungschef an.«
Auch der Vorsitzende der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, gratulierte Tschentscher. Die CDU habe in Hamburg in einem sehr schwierigen politischen Umfeld allerdings ein absolut respektables Ergebnis geholt, sagte Peters. »Für Hamburg wäre eine Regierungsbeteiligung der CDU mit Sicherheit ein Gewinn.«
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern, verwies auf die Unterschiede zur Berliner Politik. Es zeige sich wieder einmal, dass Landtagswahlen etwas anderes seien als Bundestagswahlen, sagte Schwesig. »Gute Regierungsarbeit zahlt sich aus. Und es kommt auf den Regierungschef an.«
Auch der Vorsitzende der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, gratulierte Tschentscher. Die CDU habe in Hamburg in einem sehr schwierigen politischen Umfeld allerdings ein absolut respektables Ergebnis geholt, sagte Peters. »Für Hamburg wäre eine Regierungsbeteiligung der CDU mit Sicherheit ein Gewinn.«
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Anna Reimann
Hauptstadtbüro

Verkehrte Rollen zwischen SPD und CDU
Alles geht erst einmal ganz hanseatisch unaufgeregt zu in der »Berliner Runde«, obwohl die Bundespolitiker der Parteien sich in ungewöhnlichen Rollen wiederfinden. Die SPD als mit Abstand größte Partei, die CDU deutlich dahinter.
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann gratuliert der SPD, die sei die klare Gewinnerin der Wahl. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hatte schon klargemacht, dass er weiter mit den Grünen regieren will. Aber Linnemann hofft trotzdem, dass die Hamburger SPD auch mit seiner Partei rede: Die Hamburger Christsozialen hätten schließlich auf die richtigen Themen gesetzt, Sicherheit und Wirtschaft. Das alles klingt nicht nach Nachdruck, eher wie eine Feststellung ohne Folgen.
Klar ist: Tschentscher und die SPD hätten sowohl mit den Grünen als auch mit der CDU eine klare Mehrheit in der Bürgerschaft.
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann gratuliert der SPD, die sei die klare Gewinnerin der Wahl. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hatte schon klargemacht, dass er weiter mit den Grünen regieren will. Aber Linnemann hofft trotzdem, dass die Hamburger SPD auch mit seiner Partei rede: Die Hamburger Christsozialen hätten schließlich auf die richtigen Themen gesetzt, Sicherheit und Wirtschaft. Das alles klingt nicht nach Nachdruck, eher wie eine Feststellung ohne Folgen.
Klar ist: Tschentscher und die SPD hätten sowohl mit den Grünen als auch mit der CDU eine klare Mehrheit in der Bürgerschaft.
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Es läuft die »Berliner Runde« im ZDF: die Generalsekretärinnen und Generalsekretäre der Parteien zum Hamburger Wahlergebnis. Was mich immer wieder fasziniert bei solchen landespolitischen Runden außerhalb der Grenzen Bayerns: dass die CSU mitsprechen darf. Wohl die schönste Rolle des Abends: zu allem was sagen, für nichts verantwortlich sein. Begründung der Teilnahme der Christsozialen ist die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU im Bundestag.
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Linke erstmals zweistellig in Hamburg
Die ersten Hochrechnungen sind da, und eine Partei feiert besonders: Die Linke wird erstmals in Hamburg zweistellig. Laut ARD und ZDF kommt die Partei auf deutlich über elf Prozent. Insbesondere bei jungen Wählern konnte die Partei stark zulegen. Parteichef Jan van Aken sagte bereits: »Das Comeback geht weiter«. 2020 holte seine Partei bei den Bürgerschaftswahlen 9,1 Prozent.

Wahlparty der Linken in Hamburg. Foto: Joern Pollex/Getty Images
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Wie positionieren sich die Hamburger Grünen?
Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Fegebank hatte vor wenigen Tagen abgelehnt, vom bisherigen Kurs abzurücken – trotz des Aufschwungs der Linkspartei. »Wir werden jetzt aber nicht plötzlich linker, sondern bleiben bei unseren Positionen für eine moderne Stadt« , sagte die 48-Jährige.
Spannend dürfte die Frage sein, wie viele Senatorenposten die Hamburger Grünen bei einer Neuauflage der Koalition mit der SPD erhalten würden. Bislang hatte die Koalition weitgehend harmonisch regiert. »Total daneben« nannte Fegebank noch kurz vor der Wahl eine Bemerkung des SPD-Spitzenkandidaten Peter Tschentscher, der gehofft hatte, mit einer gestärkten SPD den Grünen den einen oder anderen Senatorenposten abnehmen zu können.
Das zumindest dürfte nicht mehr anstehen, auch der Wahlsieger SPD hat Stimmenanteile verloren. Das Ergebnis sei ein »klarer Auftrag für Rot-Grün«, sagte die grüne Co-Parteichefin Franziska Brantner, die auf der Wahlparty ihrer Partei in Hamburg erschienen war.
Ähnlich äußerte sich in der Berliner Grünenzentrale Brantners Co-Bundesvorsitzender Felix Banaszak, der den linken Flügel der Partei repräsentiert: Er hoffe, dass der SPD-Wahlsieger Peter Tschentscher zunächst mit den nach ersten Prognosen drittplatzierten Grünen statt mit der CDU Gespräche führe. Das sicherte Tschentscher am Wahlabend zu.
Spannend dürfte die Frage sein, wie viele Senatorenposten die Hamburger Grünen bei einer Neuauflage der Koalition mit der SPD erhalten würden. Bislang hatte die Koalition weitgehend harmonisch regiert. »Total daneben« nannte Fegebank noch kurz vor der Wahl eine Bemerkung des SPD-Spitzenkandidaten Peter Tschentscher, der gehofft hatte, mit einer gestärkten SPD den Grünen den einen oder anderen Senatorenposten abnehmen zu können.
Das zumindest dürfte nicht mehr anstehen, auch der Wahlsieger SPD hat Stimmenanteile verloren. Das Ergebnis sei ein »klarer Auftrag für Rot-Grün«, sagte die grüne Co-Parteichefin Franziska Brantner, die auf der Wahlparty ihrer Partei in Hamburg erschienen war.
Ähnlich äußerte sich in der Berliner Grünenzentrale Brantners Co-Bundesvorsitzender Felix Banaszak, der den linken Flügel der Partei repräsentiert: Er hoffe, dass der SPD-Wahlsieger Peter Tschentscher zunächst mit den nach ersten Prognosen drittplatzierten Grünen statt mit der CDU Gespräche führe. Das sicherte Tschentscher am Wahlabend zu.
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Bevor Peter Tschentscher Erster Bürgermeister in Hamburg wurde, hatte Olaf Scholz den Posten inne. Nun gratuliert Scholz Tschentscher zum Wahlsieg. »Hamburg bleibt in guten Händen.«
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Erste Hochrechnungen: SPD ist Wahlsieger
Nach den Prognosen um 18 Uhr gibt es nun eine erste Hochrechnungen zum Ergebnis der Bürgerschaftswahl. Laut ARD kommt die SPD auf 33,7 Prozent. Die CDU liegt mit 19,7 Prozent vor den Grünen (17,8 Prozent). Dahinter folgen die Linke mit 11,4 Prozent und die AfD mit 8,2 Prozent. Volt, BSW und FDP bleiben unter der Fünfprozenthürde.
Die Hochrechnung des ZDF sieht die SPD bei 34,4 Prozent, die CDU bei 19,5 und die Grünen bei 19,3 Prozent. In der Prognose hatten beide Parteien noch gleichauf gelegen. Die Linke erreicht 11,5 Prozent, die AfD 7,4 Prozent. Auch hier schaffen es Volt, BSW und FDP nicht in die Bürgerschaft.
Die Hochrechnung des ZDF sieht die SPD bei 34,4 Prozent, die CDU bei 19,5 und die Grünen bei 19,3 Prozent. In der Prognose hatten beide Parteien noch gleichauf gelegen. Die Linke erreicht 11,5 Prozent, die AfD 7,4 Prozent. Auch hier schaffen es Volt, BSW und FDP nicht in die Bürgerschaft.
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Sprechchöre und Wechselgesänge: Peter Tschentscher wird bei der SPD ausgiebig gefeiert. Hier ein Ausschnitt seines Auftritts im Video.
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