Jimmy Carter: Amerika nimmt Abschied - DER SPIEGEL
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Foto: Kevin Dietsch / Getty Images

Zum Tod von Jimmy Carter Zurück in Washington

• aus SPIEGEL Chronik 1/2025

Amerika nimmt im Kapitol Abschied von Jimmy Carter, dem 39. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Der Demokrat war am 29. Dezember 2024, nur drei Monate nach seinem 100. Geburtstag, in seinem Haus in Plains, Georgia, im Kreise seiner Familie gestorben. Carter, ein Erdnussfarmer, hatte die USA von 1977 bis 1981 geführt, 2002 wurde er für sein humanitäres Engagement mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Carters Leiche war zuvor aus der Stadt Atlanta in seinem Heimatbundesstaat an Bord eines Präsidentenflugzeugs zunächst zum Militärstützpunkt Andrews in der Nähe Washingtons geflogen worden. Danach wurden seine sterblichen Überreste mit einem Pferdewagen für die Aufbahrung zum Kapitol gebracht.

Bei den Trauerfeierlichkeiten in Washington erweisen die damalige US-Vizepräsidentin Kamala Harris und mehrere Vertreter des Kongresses dem gläubigen Christen die letzte Ehre. »Möge sein Leben eine Lehre für alle Zeiten und ein Leuchtfeuer für die Zukunft sein«, sagt Harris. Carter hinterlasse ein außergewöhnliches Vermächtnis.

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Wenige Wochen vor seinem 100. Geburtstag hatte Carter gesagt, er versuche »durchzuhalten, um für Kamala Harris zu stimmen«. Am 5. November fanden die Präsidentschaftswahlen statt, bei denen Donald Trump für eine zweite Amtszeit gegen Harris im Rennen stand. Carter konnte seine Stimme per Briefwahl für Trumps Rivalin abgeben. Dennoch wurde Trump mit 58 Prozent der Wahlleute zum 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt.

Die Gedenkfeierlichkeiten enden am 9. Januar mit einem Staatsbegräbnis in Washington, dann wird Carters Sarg zurück nach Georgia geflogen, wo er an der Seite seiner 2023 verstorbenen Ehefrau Rosalynn beigesetzt wird. Beide wurden in Plains geboren, waren 77 Jahre lang verheiratet und verbrachten den größten Teil ihres Lebens in und um die kleine Stadt.

lph
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