Schaden am Regierungsflieger Lars Klingbeil ist in den USA gestrandet
Airbus A350 der Flugbereitschaft der Bundeswehr auf dem Rollfeld vom internationalen Flughafen Greenville-Spartanburg
Foto:Bernd von Jutrczenka / dpa
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sitzt wegen eines Schadens an seinem Regierungsflieger in den USA fest. Er sollte eigentlich mit einem Airbus A350 der Flugbereitschaft vom Flughafen in Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina nach Deutschland zurückreisen. An der Maschine wurde allerdings ein Schaden festgestellt. Sie muss repariert werden – und Klingbeil deshalb die Nacht im Hotel verbringen.
Nach SPIEGEL-Informationen hatten die Piloten bei einem Rundgang um dem Regierungsjet, der vor jedem Start vorgeschrieben ist, an einer Eingangstür größere Kratzer festgestellt, die offenbar beim Heranfahren der Fahrgastreppe entstanden waren. Da der Verdacht bestand, dass die Flugzeughülle einen strukturellen Schaden aufwies, konsultierte die Flugbereitschaft der Bundeswehr umgehend Lufthansa Technik und den Hersteller Airbus, damit Experten die Bilder begutachten.
Nach einigen Stunden gaben beide Firmen grünes Licht, da die Struktur des Fliegers nicht maßgeblich beschädigt war. Klingbeil und seine Delegation sollen nun am Mittwochmorgen (Ortszeit) in Richtung Deutschland aufbrechen. Bei der Luftwaffe hieß es, es handele sich nicht um eine Panne, bei solchen Schäden an der Flugzeughülle sei eine genaue Inspektion vorgeschrieben – egal ob es sich um eine VIP-Maschine der Bundesregierung oder einen Ferienflieger handelt.
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Für den Vizekanzler bedeutet das auch, dass er die Kabinettssitzung am Mittwochmorgen verpassen wird. Dort soll sein Gesetzentwurf für die Reform der Einkommensteuer verabschiedet werden. Klingbeil hatte geplant, gegen 12.30 Uhr eine Erklärung vor der Presse abzugeben.
Finanzminister Klingbeil in Asheville
Foto:Allison Joyce / AFP
Klingbeil hatte am Treffen der G20-Finanzminister in Asheville im Bundesstaat North Carolina teilgenommen. Dabei sprach er mit seinen Amtskollegen unter anderem über Wege zu mehr wirtschaftlichem Wachstum. Zu Beginn der Konferenz kam es zu einem Eklat, als der russische Finanzminister überraschend im Plenum erschien. Klingbeil setzte sich erfolgreich dafür ein, dass der Politiker aus Moskau nicht auf dem Gruppenfoto posieren durfte (mehr dazu erfahren Sie hier ).
Nach dem Treffen in Asheville reiste Klingbeil weiter nach South Carolina. Dort besuchte er ein BMW-Werk in Spartanburg.
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