Nahostkonflikt und Nato-Gipfel am 24. Juni Netanyahu spricht von »historischem Sieg« – Trump diniert bei niederländischem Königspaar
Israels Premier nutzt die Waffenruhe im Nahen Osten, um markige Worte an Iran zu richten. Beim Nato-Gipfel sind derweil die Staats- und Regierungschefs zu einem royalen Festessen zusammengekommen. Die News vom 24. Juni.
Mit
Sebastian Fischer,
Matthias Gebauer,
Birgit Großekathöfer,
Janita Hämäläinen,
Konstantin von Hammerstein,
Paul-Anton Krüger,
Levin Kubeth,
Timo Lehmann,
Charlotte Lüder,
Evelin Ruhnow,
Janko Tietz,
Niklas Hausser und
Solveig Eichner (Fotos) (Bildredaktion)
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Liebe Leserinnen, liebe Leser, wir beenden unseren Newsblog an dieser Stelle. Über alle weiteren Entwicklungen rund um den Nahostkonflikt und den Nato-Gipfel halten wir Sie nun hier auf dem Laufenden.
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Leopold Pelizaeus
Newsdesk

Was Staatsoberhäupter speisen
Die Speisekarte des Dinners beim niederländischen König ist aufgetaucht. Zur Vorspeise gab es für die Gäste angeschmorten Thunfisch an Sauergurkenmousse mit mariniertem Gemüse, Schnittlauchcrème und knuspriger Zwiebel.
Zum Hauptgang Kalbsfilet mit Pilzsauce, Spargel, Gemüse und hauchdünnen Kartoffelscheiben. Als Dessert reichte man Schokoladenkuchen, mit Tonkabohnen, weichem Karamell und Vanillesauce.
Zum Hauptgang Kalbsfilet mit Pilzsauce, Spargel, Gemüse und hauchdünnen Kartoffelscheiben. Als Dessert reichte man Schokoladenkuchen, mit Tonkabohnen, weichem Karamell und Vanillesauce.

Foto: Remko de Waal / IMAGO
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Iranisches Atomprogramm laut US-Bericht nur um wenige Monate zurückgeworfen
US-Präsident Donald Trump sprach bereits von der vollständigen Zerstörung des iranischen Atomprogramms. Davon kann offenbar keine Rede sein. Laut einem Geheimdokument der US-Geheimdienste wurden die unterirdischen Anlagen in Fordo durch den US-Angriff am Wochenende verschüttet, aber nicht nachhaltig zerstört, berichtet die »New York Times«.
Demnach wurde das Programm zum möglichen Bau einer Atombombe um weniger als sechs Monate zurückgeworfen. Weiter heißt es, israelische Vertreter gingen davon aus, dass das Regime in Teheran über kleinere, geheime Anreicherungsanlagen verfüge. Diese seien als Reserve für den Notfall gedacht, falls größere Anlagen zerstört oder beschädigt würden.
Um das Atomprogramm tatsächlich zu stoppen, wären weitere Angriffe nötig gewesen – die US-Präsident Trump offenkundig nicht wollte. Alle weiteren Informationen über den Geheimbericht lesen Sie hier.
Demnach wurde das Programm zum möglichen Bau einer Atombombe um weniger als sechs Monate zurückgeworfen. Weiter heißt es, israelische Vertreter gingen davon aus, dass das Regime in Teheran über kleinere, geheime Anreicherungsanlagen verfüge. Diese seien als Reserve für den Notfall gedacht, falls größere Anlagen zerstört oder beschädigt würden.
Um das Atomprogramm tatsächlich zu stoppen, wären weitere Angriffe nötig gewesen – die US-Präsident Trump offenkundig nicht wollte. Alle weiteren Informationen über den Geheimbericht lesen Sie hier.
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So umschweicheln der König und Nato-Chef Rutte den US-Präsidenten
Ein paar Beobachtungen vom royalen Dinner. Donald Trump traf als Letzter ein, mit mehr als einer Stunde Verspätung. Zuvor hatte der stürmische Wind noch den roten Teppich im Hof hochgewirbelt; livrierte Lakaien eilten herbei, um ihn rasch wieder glattzuziehen. Trump, dem Beinprobleme nachgesagt werden, ging langsam und etwas steif die 18 Stufen bis zum Eingangstor hoch. Drinnen begrüßten ihn der niederländische König Willem-Alexander und Königin Maxima herzlich und plauderten noch ein paar Minuten mit ihm, bevor es losging.
Das Festessen im Huis ten Bosch findet im »Oranjezaal« statt, dem eindrucksvollen, mit 31 Ölgemälden dekorierten Ballsaal des Palais, in dem sich Trump wohlfühlen dürfte, mit seinem Faible für Prunk und Protz. Er saß an einem runden Tisch neben der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, mit der er sich besonders gut versteht. Sie tauschten ein Küsschen aus.
Das Festessen im Huis ten Bosch findet im »Oranjezaal« statt, dem eindrucksvollen, mit 31 Ölgemälden dekorierten Ballsaal des Palais, in dem sich Trump wohlfühlen dürfte, mit seinem Faible für Prunk und Protz. Er saß an einem runden Tisch neben der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, mit der er sich besonders gut versteht. Sie tauschten ein Küsschen aus.

König Willem Alexander spricht vor dem Dinner zu den Tischgästen im Palast. Foto: Remko de Waal / IMAGO
In ihren Tischreden hoben sowohl der König wie auch Nato-Generalsekretär Rutte explizit nur einen der Gäste hervor, nämlich Trump. Sie schwankten dabei zwischen Schmeichelei und sanften Spitzen, eine gefährliche Gratwanderung, die man beherrschen muss, wenn man Trump nicht irritieren will. Der schien amüsiert, auch wenn er sich rückwärts über die Stuhllehne beugen musste, um die Redner zu sehen.
Der König verwies auf ein monumentales Bild des flämischen Malers Jacob Jordaens mit einem Banner: »Der größte Sieg ist der Triumph des Friedens.« Es war eine klare Anspielung an Trumps vermeintliche Rolle als Friedensstifter zwischen Iran und Israel. Auch beschwor der König die 75-jährige Geschichte der Nato, die »Horror des Zweiten Weltkriegs« und die »Männer, die für unsere Freiheit kämpften« und denen man »auf ewig dankbar« sei – womit er wohl auch die US-Soldaten meinte. »Diese Bande, die wir in jener Zeit knüpften, können niemals gebrochen werden.« Zudem erzählte er den Gästen – und Trump – von seinem kürzlichen Besuch auf dem einzigen US-Soldatenfriedhof in den Niederlanden, dessen Gräber »liebevoll von niederländischen Familien adoptiert worden sind«.
Der König verwies auf ein monumentales Bild des flämischen Malers Jacob Jordaens mit einem Banner: »Der größte Sieg ist der Triumph des Friedens.« Es war eine klare Anspielung an Trumps vermeintliche Rolle als Friedensstifter zwischen Iran und Israel. Auch beschwor der König die 75-jährige Geschichte der Nato, die »Horror des Zweiten Weltkriegs« und die »Männer, die für unsere Freiheit kämpften« und denen man »auf ewig dankbar« sei – womit er wohl auch die US-Soldaten meinte. »Diese Bande, die wir in jener Zeit knüpften, können niemals gebrochen werden.« Zudem erzählte er den Gästen – und Trump – von seinem kürzlichen Besuch auf dem einzigen US-Soldatenfriedhof in den Niederlanden, dessen Gräber »liebevoll von niederländischen Familien adoptiert worden sind«.

Der Palast imponierte Trump offenbar. Foto: Remko de Waal / IMAGO
»Mr. President, es bedeutet uns so viel, Sie heute Abend in unserem Haus zu begrüßen«, sagte der König. »Wir schätzen unsere Freundschaft.« Zugleich beschwor er aber auch den dauerhaften Wert der Demokratie und des Rechtsstaats – zwei Traditionen, die in den USA unter Trump zusehends in Gefahr sind. »Der Schlüssel zu unserem Erfolg ist unsere unerschütterliche Einheit und das gegenseitige Vertrauen, dass wir uns immer aufeinander verlassen können.« Auch das sicher eine unmissverständliche Andeutung in Richtung Trump, der ja auch schon mal gedroht hat, die Nato zu verlassen, und sich eben erst auf dem Weg nach Den Haag kryptisch über den Beistandsartikel ausgelassen hatte.
Auch Rutte, dessen servile Chatnachricht an Trump am Nachmittag hier für Furore gesorgt hatte, lobte den US-Präsidenten erneut über den grünen Klee: »Lassen Sie mich Präsident Trumps lang andauernde Führungskraft und seine Forderungen an die Nato würdigen, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen«, sagte er und berichtete, in den vergangenen zehn Jahren habe die Nato so schon »mehr als eine Billion Dollar« zusätzlich draufgelegt. »Mr. President, lieber Donald, das haben wir dir zu verdanken, weil du uns angetrieben hast.«
Auch Rutte, dessen servile Chatnachricht an Trump am Nachmittag hier für Furore gesorgt hatte, lobte den US-Präsidenten erneut über den grünen Klee: »Lassen Sie mich Präsident Trumps lang andauernde Führungskraft und seine Forderungen an die Nato würdigen, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen«, sagte er und berichtete, in den vergangenen zehn Jahren habe die Nato so schon »mehr als eine Billion Dollar« zusätzlich draufgelegt. »Mr. President, lieber Donald, das haben wir dir zu verdanken, weil du uns angetrieben hast.«
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Netanyahu verspricht historischen Sieg für Generationen
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte am Dienstagabend, sein Land habe einen historischen Sieg errungen, der »für Generationen« Bestand haben werde. Allerdings müsse das Land seinen Feldzug gegen die Verbündeten Irans zu Ende führen. Dazu gehöre es auch, die Hamas zu besiegen und die Freilassung aller Geiseln aus Gaza zu erreichen.
In einer vom Büro des Premierministers veröffentlichten Videoansprache sagte Netanyahu, Israel habe im Weißen Haus nie einen besseren Freund gehabt als Präsident Donald Trump.
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Trump kommt mit Verspätung an
So, das war’s nun von hier: Nach einer wahrlich ominösen Sturmböe ist nun auch der US-Präsident im Königspalais eingetroffen – ohne Begleitung.
Ankunft von Donald Trump im Königspalais. Janita Hämäläinen / DER SPIEGEL
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Merz trifft Macron und Starmer
Kanzler Merz hat gleich nach seiner Ankunft in Den Haag den französischen Präsidenten Emmanuel Macron und den britischen Premier Keir Starmer zum Gespräch getroffen. Noch vor dem offiziellen Beginn des Nato-Gipfels wollte sich das Trio zu den drei großen Themen des Treffens abstimmen.
Wie aus Regierungskreisen verlautete, verabredeten Merz, Macron und Starmer, ihre »Bemühungen zur Stabilisierung der Waffenruhe zwischen Iran und Israel zu koordinieren und in enger Absprache mit den USA den Verhandlungsprozess zu unterstützen«. Fraglich ist jedoch, ob US-Präsident Donald Trump etwas an solch einer engen Absprache mit den Europäern gelegen ist. Bislang erweckte Trump nicht den Eindruck.
In dem Gespräch zwischen Merz, Macron und Starmer ging es außerdem um den Krieg in Gaza: Es sei nun an der Zeit, auf eine schnelle Waffenruhe zu dringen, hieß es. Zudem fordern Berlin, Paris und London, den Druck auf Russland zu erhöhen, damit sich Moskau auf Verhandlungen über einen Waffenstillstand einsetzt. Die Europäer hoffen, dass Trump die Sanktionen gegen Moskau verschärft und so Putin zum Einlenken zwingt. Allerdings spricht derzeit nichts dafür, dass Trump dieser Bitte nachkommt.
Wie aus Regierungskreisen verlautete, verabredeten Merz, Macron und Starmer, ihre »Bemühungen zur Stabilisierung der Waffenruhe zwischen Iran und Israel zu koordinieren und in enger Absprache mit den USA den Verhandlungsprozess zu unterstützen«. Fraglich ist jedoch, ob US-Präsident Donald Trump etwas an solch einer engen Absprache mit den Europäern gelegen ist. Bislang erweckte Trump nicht den Eindruck.
In dem Gespräch zwischen Merz, Macron und Starmer ging es außerdem um den Krieg in Gaza: Es sei nun an der Zeit, auf eine schnelle Waffenruhe zu dringen, hieß es. Zudem fordern Berlin, Paris und London, den Druck auf Russland zu erhöhen, damit sich Moskau auf Verhandlungen über einen Waffenstillstand einsetzt. Die Europäer hoffen, dass Trump die Sanktionen gegen Moskau verschärft und so Putin zum Einlenken zwingt. Allerdings spricht derzeit nichts dafür, dass Trump dieser Bitte nachkommt.

Gruppenfoto beim Nato-Gipfel. Foto: Christian Hartmann / Pool Reuters / AP / dpa
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Scholz äußert sich zu Irankrieg
Der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich erleichtert über die Waffenruhe in Nahost gezeigt. »Es muss alles dafür getan werden, dass das nicht zu einer weiteren Eskalation führt, die dann auch nicht nur zwei Staaten betrifft, sondern auch viele andere« sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung. Insofern sei es gut, »dass jetzt die Zeiten so aussehen, als ob das auf jeden Fall fürs Erste vermieden werden kann.«
Es sei schon immer Aufgabe Europas gewesen, mit den USA eine atomare Bewaffnung Irans zu verhindern. »Es sei die Vorstellung des iranischen Regimes, Israel zu zerstören«, sagte Scholz.
Auf die Frage, ob Scholz den US-Angriff auf iranische Atomanlagen für gerechtfertigt hält, antwortete er: »Ich finde, dass es richtig ist, dass Europa sich immer dafür einsetzt, dass es nicht zu einer Eskalation kommt.« Da Deutschland vorab nicht gefragt worden sei, erübrige sich die Frage.
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Selenskyj trifft vor Donald Trump ein. Dieser ist erst vor Kurzem in Amsterdam gelandet. Es könnte also alles etwas später werden mit dem Dinner.
Wolodymyr Selenskyj trifft ein am Palais . Janita Hämäläinen / DER SPIEGEL
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Iran erklärt sich zu Rückkehr »an den Verhandlungstisch« bereit
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat Gesprächsbereitschaft signalisiert. Sein Land sei bereit, Probleme mit den USA auf Grundlage internationaler Rahmenbedingungen zu lösen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur IRNA nach einem Telefonat mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman.
Irans Präsident erklärte demnach weiter, der zwölftägige Krieg sei Iran durch Israels »Abenteuertum« aufgezwungen worden und durch eigenes Handeln beendet worden.
Israel betont dagegen, der Konflikt mit Iran sei noch nicht beendet. Generalstabschef Eyal Zamir sagte laut Armeeangaben: »Wir haben eine wichtige Phase abgeschlossen, aber der Einsatz gegen Iran ist noch nicht vorbei.« Israel befinde sich jetzt in einer neuen Phase, sagte er. Und: »Jetzt richtet sich der Fokus wieder auf Gaza.«
Irans Präsident erklärte demnach weiter, der zwölftägige Krieg sei Iran durch Israels »Abenteuertum« aufgezwungen worden und durch eigenes Handeln beendet worden.
Israel betont dagegen, der Konflikt mit Iran sei noch nicht beendet. Generalstabschef Eyal Zamir sagte laut Armeeangaben: »Wir haben eine wichtige Phase abgeschlossen, aber der Einsatz gegen Iran ist noch nicht vorbei.« Israel befinde sich jetzt in einer neuen Phase, sagte er. Und: »Jetzt richtet sich der Fokus wieder auf Gaza.«
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Warten vor dem königlichen Palais Huis ten Bosch auf die Staatsgäste. Leider alles im Gegenlicht, die anwesenden Fotografen nehmen es mit stoischer Gelassenheit. Hier wird Donald Trump also nach dem Dinner auf Einladung des Königs übernachten. Die anderen Gäste werden wieder zurück in die Hotels und Botschaften transportiert.
Königliches Palais in Den Haag. Janita Hämäläinen / DER SPIEGEL
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Ex-US-Außenminister Blinken warnt: Trumps Iran-Schlag könnte Atomwaffenbau sogar beschleunigen
Der frühere US-Außenminister Antony Blinken hat den Luftschlag der USA gegen iranische Atomanlagen als »unklug und unnötig« kritisiert – und zugleich vor gravierenden Folgen gewarnt. In einem Gastbeitrag für die »New York Times« schreibt Blinken, der unter Präsident Joe Biden das State Department leitete, der Angriff könne genau das befördern, was er eigentlich verhindern sollte: den Bau einer iranischen Atombombe – diesmal jedoch im Geheimen und deutlich schwerer kontrollierbar.

Früherer US-Außenminister Blinken. Foto: Alex Wong / ACTION PRESS
Laut Blinken hätte es nie so weit kommen dürfen. Im Jahr 2015 habe die Obama-Regierung zusammen mit Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland, China und der Europäischen Union eine Einigung mit Teheran über ein Atomabkommen erzielt. 2018 habe es Präsident Trump aufgekündigt »und ersetzte es durch … nichts«, so Blinken.
Blinken schließt den Text mit den Worten: »Ich wünschte, er hätte die diplomatische Karte ausgespielt, die wir ihm hinterlassen haben. Nun, da die militärische Entscheidung gefallen ist, kann ich nur hoffen, dass wir maximalen Schaden angerichtet haben – Schaden, der dem Präsidenten den Hebel gibt, den er braucht, um endlich das Abkommen zu erreichen, das ihm bisher nicht gelungen ist.«
Blinken schließt den Text mit den Worten: »Ich wünschte, er hätte die diplomatische Karte ausgespielt, die wir ihm hinterlassen haben. Nun, da die militärische Entscheidung gefallen ist, kann ich nur hoffen, dass wir maximalen Schaden angerichtet haben – Schaden, der dem Präsidenten den Hebel gibt, den er braucht, um endlich das Abkommen zu erreichen, das ihm bisher nicht gelungen ist.«
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Designierter Nato-Kommandeur in Europa: Ukraine kann gewinnen
Der von US-Präsident Donald Trump nominierte Kandidat für den obersten Nato-Posten in Europa hält einen Sieg der Ukraine gegen Russland für möglich. »Ich glaube, die Ukraine kann gewinnen«, sagt der Luftwaffengeneral Alexus Grynkewich bei seiner Anhörung zur Bestätigung durch den US-Senat. »Immer wenn die eigene Heimat bedroht ist, kämpft man mit einer Hartnäckigkeit, die für uns schwer vorstellbar ist.«
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Palastaufenthalt für Trump
Eigentlich hatten sie schon alles vorbereitet für Donald Trump. In Noordwijk an der südholländischen Nordseeküste waren mehrere Zugangsstraßen für den normalen Verkehr gesperrt und mit Flaggen der USA gesäumt worden. Sogar die Gondeln in dem Riesenrad mit Meerblick hatten die Behörden aus Sicherheitsgründen entfernen lassen. Schließlich sollte der US-Präsident hier übernachten während seiner Teilnahme am Nato-Gipfel in Den Haag.
Dann aber hat sich Trump kurzfristig umentschieden – und ein königliches Oranje-Upgrade erhalten.
Trump wird nun während des Nato-Gipfels Gast des niederländischen Königspaares sein und im königlichen Palast Huis ten Bosch übernachten. Der König habe den Präsidenten eingeladen, und dieser habe die Einladung angenommen.

Vorbereitungen im Palast. Foto: Remko de Waal / EPA
Das ab 1645 im Stil des Barock erbaute Gebäude dürfte mit seinen schmuckvoll verzierten Gewölben und prunkvollen Lüstern den Geschmack des Präsidenten treffen: Trump mag es bekanntlich prächtig, er liebt Gold – und ist ein Bewunderer von Königshäusern.
Trumps vorübergehendes Schlafgemach während des Nato-Gipfels befindet sich im sogenannten Haager Flügel des Schlosses, das in einem Waldgebiet am Rande der Stadt steht. Das Weiße Haus hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass Trump am Mittwoch im Palast gemeinsam mit dem Königspaar frühstücken wird.
König Willem-Alexander und seine Frau Máxima empfangen auch die übrigen rund 40 Staats- und Regierungschefs, die für den Gipfel in Den Haag sind, zu einem Staatsbankett. Für den Mittwoch ist die Königin Gastgeberin der Partner und will diese durch die Hafenstadt Rotterdam führen.
König Willem-Alexander und seine Frau Máxima empfangen auch die übrigen rund 40 Staats- und Regierungschefs, die für den Gipfel in Den Haag sind, zu einem Staatsbankett. Für den Mittwoch ist die Königin Gastgeberin der Partner und will diese durch die Hafenstadt Rotterdam führen.
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Evelin Ruhnow
Nachrichtenressort
Leseempfehlung: Wie sich Trump als Friedenspapst inszeniert
Der US-Präsident wirbelt den Nato-Gipfel durcheinander, noch bevor er begonnen hat. Mit den Angriffen auf Iran und der Verkündung einer Waffenruhe hat er das Programm gesprengt. Sein Ziel: Er will als Held im Mittelpunkt stehen. Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Trump vor dem Abflug nach Den Haag: »They don't know what the fuck they're doing!«. Foto: Evan Vucci / AP
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Trump äußert sich kryptisch zum Beistandsartikel der Nato
Auf dem Flug nach Amsterdam lässt US-Präsident Donald Trump mit kryptischen Formulierungen zur Beistandspflicht der Nato aufhorchen. Wie mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend berichten, habe Trump an Bord der »Air Force One« auf eine Frage, ob er sich dem Prinzip von Artikel 5 des Nato-Vertrags verpflichtet fühle, nur geantwortet: »Das kommt auf Ihre Definition an«. Es gebe »zahlreiche Definitionen von Artikel 5«, fügte er demnach hinzu. Er fühle sich verpflichtet, »ihr Freund zu sein«, sagte Trump mit Blick auf die Verbündeten auf Nachfrage. Er sei »den Leben und der Sicherheit« verpflichtet.
Ein klares Bekenntnis der USA zum Artikel 5 ohne jegliche Einschränkungen galt europäischen Diplomaten als wichtiges Kriterium für einen Erfolg des Gipfeltreffens. In der Abschlusserklärung heißt es: »Wir bekräftigen unsere unverbrüchliche Verpflichtung – dass ein Angriff auf einen ein Angriff auf alle ist.« Daran weckt Trump nun mit seinen Äußerungen wieder Zweifel. Er hatte sich zuvor schon über Spanien beklagt, dessen Premierminister Pedro Sánchez für sich in Anspruch nimmt, eine Ausnahme für sein Land vom Ziel erwirkt zu haben, fünf Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung auszugeben. Spanien sei »ein Problem«, wenn es um die Verteidigungsausgaben gehe, hatte Trump gesagt.
Ein klares Bekenntnis der USA zum Artikel 5 ohne jegliche Einschränkungen galt europäischen Diplomaten als wichtiges Kriterium für einen Erfolg des Gipfeltreffens. In der Abschlusserklärung heißt es: »Wir bekräftigen unsere unverbrüchliche Verpflichtung – dass ein Angriff auf einen ein Angriff auf alle ist.« Daran weckt Trump nun mit seinen Äußerungen wieder Zweifel. Er hatte sich zuvor schon über Spanien beklagt, dessen Premierminister Pedro Sánchez für sich in Anspruch nimmt, eine Ausnahme für sein Land vom Ziel erwirkt zu haben, fünf Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung auszugeben. Spanien sei »ein Problem«, wenn es um die Verteidigungsausgaben gehe, hatte Trump gesagt.
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Merz trifft in den Niederlanden ein
Die Landung war ein wenig ruckelig, auf dem Rollfeld stauten sich dann die Flieger, nun ist Friedrich Merz in Amsterdam eingetroffen. Mit an Bord war auch Verteidigungsminister Boris Pistorius. Die Begrüßung fällt knapp aus, ein Mitarbeiter des niederländischen Protokolls nimmt den Kanzler und seinen Minister in Empfang. Gleich geht’s in der Wagenkolonne weiter nach Den Haag, dann trifft sich Merz zunächst mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem britischen Premier Keir Starmer zum Gespräch.
Für den Abend steht das Dinner auf dem Programm, das König Willem-Alexander und Königin Máxima für die 32 Staats- und Regierungschefs der Nato-Mitgliedstaaten ausrichten. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird daran teilnehmen. Seine Einladung ist als eine Art freundliche Erinnerung an Trump gedacht. Eine Erinnerung daran, dass Russland seinen Eroberungskrieg in der Ukraine immer noch fortsetzt, woran nach Meinung vieler Europäer nur mehr Druck aus den USA etwas ändern könnte, etwa durch noch schärfere Sanktionen. Ob der niederländische König Selenskyj neben Trump platziert?
Für den Abend steht das Dinner auf dem Programm, das König Willem-Alexander und Königin Máxima für die 32 Staats- und Regierungschefs der Nato-Mitgliedstaaten ausrichten. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird daran teilnehmen. Seine Einladung ist als eine Art freundliche Erinnerung an Trump gedacht. Eine Erinnerung daran, dass Russland seinen Eroberungskrieg in der Ukraine immer noch fortsetzt, woran nach Meinung vieler Europäer nur mehr Druck aus den USA etwas ändern könnte, etwa durch noch schärfere Sanktionen. Ob der niederländische König Selenskyj neben Trump platziert?

Ankunft in Amsterdam. Marina Kormbaki / DER SPIEGEL
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Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat nun auch noch einmal auf X bekräftigt, dass die Nato »weiterhin die Brücke für den unumkehrbaren Weg der Ukraine zur #NATO-Mitgliedschaft« baue. »Die Nato steht an der Seite der Ukraine«, schreibt Rutte.
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Warum Rutte Trump so umgarnt
Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist als geschmeidiger Politiker bekannt, der in 14 Jahren als Regierungschef in den Niederlanden Kompromisse geschmiedet hat, bei denen er bis an die Grenze der Selbstverleugnung gegangen ist. Vor dem Nato-Gipfel hat er alles getan, um US-Präsident Donald Trump bei Laune zu halten. Früh hat er sich dessen Forderung zu eigen gemacht, die Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent der Wirtschaftsleistung zu steigern. Auch übernahm er Formulierungen von Trump, um Übereinstimmung zu demonstrieren. Sprach Trump von »Frieden durch Stärke« paraphrasierte Rutte ihn, als er von »Sicherheit durch Stärke« sprach, die das Bündnis dank der fünf Prozent erzielen werde.
So ist wohl auch eine Botschaft an Präsident Trump zu deuten, die von Rutte stammt. (siehe Post 15:54 Uhr) Da versichert der Niederländer »Mr President, dear Donald«, dass er nach seiner »außerordentlichen« Vermittlung einer Feuerpause im Nahen Osten »einem weiteren großen Erfolg in Den Haag am heutigen Abend« entgegenfliege. Der Präsident habe die Nato zu einem »wirklich, wirklich bedeutenden Moment geführt«, etwas, was in Jahrzehnten keinem anderen US-Präsidenten gelungen sei.
So ist wohl auch eine Botschaft an Präsident Trump zu deuten, die von Rutte stammt. (siehe Post 15:54 Uhr) Da versichert der Niederländer »Mr President, dear Donald«, dass er nach seiner »außerordentlichen« Vermittlung einer Feuerpause im Nahen Osten »einem weiteren großen Erfolg in Den Haag am heutigen Abend« entgegenfliege. Der Präsident habe die Nato zu einem »wirklich, wirklich bedeutenden Moment geführt«, etwas, was in Jahrzehnten keinem anderen US-Präsidenten gelungen sei.

Foto: Carolyn Kaster/AP/dpa
Rutte hat die Nachricht offenkundig geschickt, nachdem Trump vor dem Abflug sichtlich wütend auf dem South Lawn des Weißen Hauses aufgetreten war. Israel und Iran hätten so lange gekämpft, dass sie nicht mehr wüssten »what the fuck they're doing«. Öffentlich wurde das Ganze allerdings nur, weil Trump die Botschaft auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social in voller Schönheit postete – was einiges darüber verrät, wie er auf die Europäer blickt.
Rutte schreibt nämlich auch, dass diese jetzt ordentlich blechen müssten, wie Trump es immer gefordert habe. »Gute Reise, wir sehen uns bei Seiner Majestät zum Dinner!« Die Nato hat inzwischen bestätigt, dass die Nachricht authentisch ist. Was Rutte ein paar Fragen von europäischen Staats- und Regierungschefs einbringen dürfte – zumal er sich noch damit brüstet, dass es nicht einfach gewesen sei, alle an Bord zu kriegen.
Rutte schreibt nämlich auch, dass diese jetzt ordentlich blechen müssten, wie Trump es immer gefordert habe. »Gute Reise, wir sehen uns bei Seiner Majestät zum Dinner!« Die Nato hat inzwischen bestätigt, dass die Nachricht authentisch ist. Was Rutte ein paar Fragen von europäischen Staats- und Regierungschefs einbringen dürfte – zumal er sich noch damit brüstet, dass es nicht einfach gewesen sei, alle an Bord zu kriegen.
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Auch Wolodymyr Selenskyj ist zu Gast im Palast. Vor dem Staatsbankett hat ihn König Willem-Alexander empfangen.

Foto: Remko de Waal / AP
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Evelin Ruhnow
Nachrichtenressort
Trump veröffentlicht private Schmeichel-Nachricht von Rutte
Normalerweise gilt es in Diplomatenkreisen als No-Go, private Korrespondenzen publik zu machen. US-Präsident Donald Trump scheint diese Skrupel nicht zu kennen. Auf Truth Social veröffentlichte er im Vorfeld des Gipfeltreffens in Den Haag eine Nachricht, die angeblich von Nato-Generalsekretär Mark Rutte stammt. Die »New York Times« berichtet unter Berufung auf die Nato, dass die Nachricht echt sein soll. Der Inhalt: eine schamlose Charme-Offensive an den Republikaner.
So gratulierte Rutte darin Trump nicht nur zu seinen »wirklich außergewöhnlichen« Errungenschaften im Nahen Osten, sondern kündigte zudem an, der Präsident werde »zu einem weiteren großen Erfolg in Den Haag« fliegen. »Donald, du hast uns zu einem wirklich, wirklich entscheidenden Moment für Amerika, Europa und die Welt geführt. Du wirst etwas bewerkstelligen, was KEIN anderer amerikanischer Präsident in Jahrzehnten geschafft hätte.«
So gratulierte Rutte darin Trump nicht nur zu seinen »wirklich außergewöhnlichen« Errungenschaften im Nahen Osten, sondern kündigte zudem an, der Präsident werde »zu einem weiteren großen Erfolg in Den Haag« fliegen. »Donald, du hast uns zu einem wirklich, wirklich entscheidenden Moment für Amerika, Europa und die Welt geführt. Du wirst etwas bewerkstelligen, was KEIN anderer amerikanischer Präsident in Jahrzehnten geschafft hätte.«
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Levin Kubeth
Deutschlandressort
Trump sagt, er werde wahrscheinlich Selenskyj treffen
US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass er am Rande des Nato-Gipfels in Den Haag voraussichtlich mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj zusammentrifft. »Ja, ich werde ihn wahrscheinlich treffen«, sagte Trump vor Journalisten in der Präsidentenmaschine »Air Force One« auf dem Flug in die Niederlande.
Danach gefragt, welche Worte er in Den Haag an Selenskyj richten werde, antwortete Trump: »Ich werde sagen: ›Wie läuft's?‹« Selenskyj sei in einer schwierigen Lage und hätte da nach Ansicht Trumps »nie hineingeraten müssen«.
Danach gefragt, welche Worte er in Den Haag an Selenskyj richten werde, antwortete Trump: »Ich werde sagen: ›Wie läuft's?‹« Selenskyj sei in einer schwierigen Lage und hätte da nach Ansicht Trumps »nie hineingeraten müssen«.

Trump auf dem Weg nach Den Haag. Foto: Andrew Harnik / Getty Images
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Der US-Präsident postet nun aus seinem Regierungsflieger, dass er zum Nato-Gipfel unterwegs ist. Er freue sich, seine »sehr guten europäischen Freunde und andere« zu treffen. Wer gehört wohl nicht zu den Freunden, sondern zu den anderen? Trump schreibt jedenfalls weiter, dass er hofft, auf dem Gipfel viel zu erreichen.
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Rutte macht Selenskyj Hoffnung auf Nato-Beitritt
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat zu Beginn des Bündnisgipfels in Den Haag versucht, ukrainische Sorgen vor einem Rückgang der alliierten Unterstützung zu zerstreuen. Bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs seien bedeutende Entscheidungen für das von Russland angegriffene Land geplant, sagte der Niederländer zur Begrüßung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Tagungsort. Diese bauten auf den Beschlüssen des Gipfels im vergangenen Jahr in Washington auf, wo man festgehalten habe, dass der Weg der Ukraine hin zu einer Nato-Mitgliedschaft unumkehrbar sei. Die Brücke dahin baue man derzeit, betonte er. Selenskyj sagte, er sei Rutte dankbar für die Einladung und die Erwähnung der Gipfelbeschlüsse von Washington. Es sei wichtig, dass diese Richtung beibehalten werde.

Selenskyj und Rutte in Den Haag. Foto: Yves Herman / REUTERS
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Selenskyj: »Bitte erhöhen Sie Ihre Investitionen in die Waffenproduktion in der Ukraine«
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Rand des Nato-Gipfels in einer emotionalen Rede um die weitere militärische Unterstützung gebeten. Neben der Lieferung von Waffen sei die Förderung der ukrainischen Rüstungsindustrie dringlich. »Bitte erhöhen Sie Ihre Investitionen in die Waffenproduktion in der Ukraine«, sagte Selenskyj bei seiner Rede vor Industrievertretern und Politikern.
Als Beispiel nannte der Ukrainer den Ausbau der Drohnenproduktion in der Ukraine. »Wir müssen das Rennen um die besten Drohnen gewinnen, sowohl bei den Kampfdrohnen als auch bei der Drohnenabwehr«, sagte Selenskyj. Die Ukraine sei in der Lage, acht Millionen Drohnen pro Jahr zu produzieren, derzeit aber fehlten dazu noch die finanziellen Mittel. Insgesamt könnten etwa 40 Prozent der Produktionskapazitäten der Rüstungsindustrie nicht ausgelastet werden, weil die nötige Finanzierung fehle. Die Ukraine stelle mehr als 1000 verschiedene Rüstungsgüter selbst her, darunter Artilleriemunition, die lange ein Schwerpunkt der Waffenlieferungen aus dem Westen war. Von den europäischen Partnern wünschte Selenskyj, dass sie 0,25 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für die Waffenhilfe reservieren. Für Deutschland wäre das eine Summe von etwa elf Milliarden Euro pro Jahr. Derzeit hat die neue Bundesregierung 8,5 Milliarden Euro jährlich eingeplant.
Als Beispiel nannte der Ukrainer den Ausbau der Drohnenproduktion in der Ukraine. »Wir müssen das Rennen um die besten Drohnen gewinnen, sowohl bei den Kampfdrohnen als auch bei der Drohnenabwehr«, sagte Selenskyj. Die Ukraine sei in der Lage, acht Millionen Drohnen pro Jahr zu produzieren, derzeit aber fehlten dazu noch die finanziellen Mittel. Insgesamt könnten etwa 40 Prozent der Produktionskapazitäten der Rüstungsindustrie nicht ausgelastet werden, weil die nötige Finanzierung fehle. Die Ukraine stelle mehr als 1000 verschiedene Rüstungsgüter selbst her, darunter Artilleriemunition, die lange ein Schwerpunkt der Waffenlieferungen aus dem Westen war. Von den europäischen Partnern wünschte Selenskyj, dass sie 0,25 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für die Waffenhilfe reservieren. Für Deutschland wäre das eine Summe von etwa elf Milliarden Euro pro Jahr. Derzeit hat die neue Bundesregierung 8,5 Milliarden Euro jährlich eingeplant.

Foto: Matthias Schrader / AP
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