Anschlag auf Nord-Stream-Pipelines Der Geheimplan des ukrainischen Sabotagekommandos
Seismografen melden am 26. September 2022 Ungewöhnliches, eine kräftige Erschütterung nahe Bornholm. Kurz darauf registriert die Nord Stream AG einen Druckabfall in ihren Pipelines. Bei Tageslicht filmt ein Kampfjet riesige Blasenteppiche auf der Ostsee. Bald wird klar: Drei der vier Nord-Stream-Pipelines sind schwer beschädigt.
Es ist der wohl größte Sabotageakt in der Geschichte Europas. Wer steckt dahinter? Wie war so ein Anschlag möglich? Das bleibt lange ein Rätsel.
Der SPIEGEL hat Mitglieder des Sabotagekommandos identifiziert und mit Hinterleuten in der Ukraine gesprochen. Diese Folge von »Firewall« rekonstruiert, was damals passiert ist.
Im Podcast erzählen zwei Reporter von einem konspirativen Treffen in Kyjiw. Wer waren die Taucher? Wie haben sie die Pipelines gesprengt?
Und es geht um eine Geheimdienst-Warnung: Monate vor der Sprengung hatten niederländische Agenten von dem Plan erfahren. Auch das Kanzleramt wurde informiert. Hören Sie im Podcast, warum trotzdem niemand den Anschlag verhindert hat.
Bilder zum Podcast finden Sie hier.
Über den Podcast »Firewall«
Wenn Systeme versagen, wollen alle wissen: Wie war das möglich? Darum geht’s bei »Firewall«.
Mehr Folgen von »Firewall«
Der Podcast erzählt zum Beispiel, wie russische Geheimdienste einen deutschen Agenten zum Maulwurf machten. Wie Wirecard-Betrüger Jan Marsalek entkommen konnte. Oder mit welchen Tricks Scam-Farmen Tinder-Nutzer ausbeuten.
Gemeinsam mit SPIEGEL-Reporterinnen und Reportern sucht Host Sandra Sperber nach Schwachstellen in Systemen und deckt auf, wer diese Lücken ausnutzt.
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Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieser Podcast-Folge hieß es, dass zum Zeitpunkt des Anschlags, gut 50 Prozent der deutschen Gasversorgung durch Nord Stream 1 flossen. Dieser Wert bezieht sich auf die Gasmenge zu Beginn des Jahres 2022 - vor dem russischen Angriff auf die Ukraine. Danach wurde die Gasmenge durch Russland gedrosselt, wobei sich die Bundesregierung damals bemühte, die Lieferungen wieder hochzufahren. Wir haben die Stelle korrigiert.
Mitarbeit: Jerrit Schmidtke