Peru beschränkt Zugang zu Inka-Stadt Machu Picchu - DER SPIEGEL
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Schäden durch Touristen Peru beschränkt Zugang zu Inka-Stadt Machu Picchu

Tag für Tag laufen fast 6000 Touristen durch Machu Picchu - zu viel für die historischen Steinoberflächen der Inka-Stadt. Nun soll es strikte Regeln für den Zugang geben.
Touristen im Vordergrund, Weltkulturerbe im Hintergrund
Touristen im Vordergrund, Weltkulturerbe im Hintergrund

Touristen im Vordergrund, Weltkulturerbe im Hintergrund

Foto: Bob Pool/ Shutterstock
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Es ist vorerst nur ein zweiwöchiger Test - könnte aber zur Dauerregelung werden: Peru schränkt den Zugang zu drei wichtigen Sehenswürdigkeiten in der historischen Inka-Stadt Machu Picchu ein. Wie die Regierung in Lima mitteilte, werde der Zutritt zum Sonnentempel, dem Tempel des Kondors und dem Intihuatana-Stein zunächst für einen Zeitraum von zwei Wochen streng kontrolliert. Die Maßnahmen seien "angesichts der Anzeichen des Verfalls notwendig, um Machu Picchu zu bewahren", heißt es in der Mitteilung des Kultusministeriums.

Fast 6000 Besucher dürfen das Unesco-Welterbe aus dem 15. Jahrhundert täglich in zwei Touren betreten. Die Touristenströme haben eine zerstörerische Wirkung auf die Jahrhunderte alten Steinoberflächen. Vom 15. bis zum 28. Mai bleiben Touristen nun lediglich drei Stunden, um die drei Bereiche zu besuchen.

Die Behörden wollen in der zweiwöchigen Testphase die Auswirkungen der neuen Maßnahmen evaluieren, bevor ab dem 1. Juni dauerhaft neue Regeln gelten sollen.

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Das vom Inkaherrscher Pachacútec erbaute Machu Picchu war im Juli 1911 vom US-Archäologen Hiram Bingham für die Wissenschaft entdeckt worden. Heute gehören die Ruinen zu den bekanntesten archäologischen Stätten der Welt. Im Jahr 1983 wurde die auf einem Bergrücken in 2500 Meter Höhe gelegene Inka-Stadt in das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen.

Experten der Unesco warnen schon länger vor den Folgen des Massentourismus für Machu Picchu. Sollte die Regierung nicht verhindern, dass sich unter anderem noch mehr Menschen in der Nähe ansiedeln oder Touristen sich illegal Zugang zur Inka-Stadt verschaffen, droht im äußersten Fall sogar der Entzug des Weltkulturerbe-Titels.

fdi/AFP