Show in Monaco Rendezvous der Super-Yachten
Monaco - Vor der Küste Monacos geben sich diese Woche rund hundert Super-Yachten ein Stelldichein. Die Ersten der Luxusschiffe steuerten gestern das Fürstentum an der Côte d'Azur an. Bis Samstag werden zur Monaco Yacht Show (MYS) 97 solcher Luxusschiffe erwartet, von denen die teuersten weit über hundert Millionen Dollar (über 72 Millionen Euro) kosten.
Doch selbst die Reichsten der Reichen können sich nicht einfach von einem Tag auf den anderen ein solches Schiff kaufen, wie der Organisator Luc Pettavino sagte. Die Nachfrage sei angesichts von Dutzenden neuen Milliardären pro Jahr weit höher als das Angebot. Die Wartezeit auf das Schiff ihrer Träume betrage selbst für die Superreichen im Schnitt sechs Jahre.
In diesem Jahr werden weltweit voraussichtlich 800 Yachten mit mehr als 25 Meter Länge gebaut. Bis 2010 wird sich die Zahl laut den MYS-Veranstaltern voraussichtlich fast verdoppeln, bei Schiffen von über 50 Metern sogar verdreifachen. Größte Yacht bei der Ausstellung ist mit 82 Metern die "Alfa Nero" der niederländischen Werft OceAnco. Sie bietet in ihren Luxuskajüten Platz für 16 Gäste; ein sieben mal vier Meter großer Pool kann je nach Bedarf auch zum Hubschrauberlandeplatz oder Tanzparkett umgewandelt werden. Den Preis des Luxusschiffes erfahren nur ernsthafte Interessenten.
Für Normalsterbliche ist selbst der ungestörte Blick auf die Super-Yachten, von denen rund 60 über 40 Meter lang sind, ein teures Vergnügen: 50 Euro werden für den Eintritt bei der Veranstaltung verlangt.
Die größte Yacht der Welt, die "Dubai", bekommen Schaulustige für diesen Preis selbst in Monaco nicht aus der Nähe zu sehen. Sie gehört dem Emir von Dubai, Scheich Mohammed Ibn Raschid Al Maktum, und misst 160 Meter. Fünf Meter mehr wird demnächst das noch im Bau befindliche Luxusboot des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch haben. Die "L'Eclipse" verfügt dann nicht nur gleich über mehrere Hubschrauberlandeplätze, sondern auch über ein U-Boot für Tauchfahrten.
abl/AFP