Erstmals seit dem Ausbruch der Coronapandemie Mallorcas Discos dürfen wieder öffnen
Touristen auf Mallorca (Archivbild)
Foto: Emilio Rappold/ dpaEs darf wieder getanzt werden: Erstmals seit dem Ausbruch der Coronapandemie vor eineinhalb Jahren dürfen Klubs, Discos und Nachtlokale auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca und den anderen Baleareninseln ab dem 8. Oktober wieder ihre Tanzflächen öffnen.
Das kündigte der regionale Tourismusminister Iago Negueruela angesichts niedriger Coronazahlen an. »Die Balearen kehren praktisch zur Normalität zurück«, sagte er. So ganz normal wird es aber dann doch noch nicht zugehen, denn wer tanzen will, muss dabei eine Maske tragen. Wer nicht tanzt, sondern am Getränk nippt, muss sitzen. Um 5 Uhr morgens ist Schluss.
Bars und Kneipen durften zwar auch während der Pandemie unter wechselnden Auflagen Kunden bedienen, die Tanzflächen waren jedoch tabu. Die Justiz muss den Plänen der Politiker noch zustimmen. Diese sehen vor, dass beim Einlass per Covid-Pass nachgewiesen werden muss, dass man geimpft, genesen oder getestet ist. Voraussichtlich werden die Lokale auch nur 75 Prozent ihrer eigentlich zulässigen Gästezahl einlassen dürfen.
Auf die Playa de Palma dürfte die Regeländerung kaum Auswirkungen haben, da viele der dortigen Lokale wegen des nahenden Saisonendes bald schließen werden. Die Nachtklubbetreiber in Palma dürften jedoch aufatmen. Die Branche hat seit dem Ausbruch der Pandemie kaum einen Cent verdient. Wer nicht aufgegeben hat, überlebte nur dank staatlicher Hilfen. Immer wieder gab es auch schwarze Schafe, die auf die Regeln pfiffen. So schloss die Polizei erst vergangene Woche ein Café im Palma, das zu einer illegalen Diskothek umfunktioniert worden war.
Die Coronalage auf Mallorca ist wie im Rest Spaniens entspannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort derzeit bei nur 37. Auch die Lage in den Krankenhäusern ist nicht ernst.
Die Besucherzahlen auf der Insel stiegen zuletzt. Derzeit liegen die Passagierzahlen am Flughafen von Mallorca schon wieder fast auf dem Niveau von 2019.