Kino in Kürze: "Ich und Du und Alle, die wir kennen" - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Kino in Kürze "Ich und Du und Alle, die wir kennen"

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das ist die ganze Welt der aufstrebenden jungen Video-Künstlerin Christine, einer luftigen, leicht versponnenen Person, die als Senioren-Betreuerin jobbt und ihr Biotop mit zartem Scharfblick beobachtet, besonders den gestressten Schuhverkäufer Richard (John Hawkes), den ihre Zuneigung kopfscheu macht, und die Teenies aus der Nachbarschaft in ihren experimentellen Erkundungen der Sexualität. Das wortverliebte, wortverspielte Kino-Erstlingswerk (Drehbuch, Regie, Hauptrolle) der amerikanischen Autorin und Performance-Künstlerin Miranda July, 32, ein Mosaik delikater Details, hat auf dem Sundance Festival, in Cannes und anderswo zu Recht Preise gewonnen. Es ist entzückend, vielleicht sogar etwas zu entzückend, aber selten genug kann man einen Film genau dafür loben.