Ist der Staat zu retten? Auf Einladung der »Freien Gesellschaft«, Hamburg, sprach Rudolf Augstein am 7. September 1967 im Auditorium Maximum der Universität Hamburg. Von Rudolf Augstein 26 Min Zur Merkliste hinzufügen
»Dein armer J. Stalin« 1. Fortsetzung Der Selbstmord von Stalins Frau 33 Min Zur Merkliste hinzufügen
»WIR HIELTEN DIE HOSE MIT BINDFADEN FEST« Pensionär Chruschtschow besitzt in einem stillen Viertel Moskaus eine Fünf-Zimmer-Wohnung -- doch er verbringt die meiste Zeit in seiner Datscha, 24 Kilometer außerhalb von Moskau. Das Haus steht auf einem etwa drei Hektar großen Grundstück. Es hat vier Schlafzimmer und zwei Empfangsräume. Die Chruschtschows verfügen über zwei Köchinnen, die abwechselnd in Schichten arbeiten, zwei Chauffeure, einige Dienstmädchen und einen Gärtner. 1966 lag Chruschtschow mit einem Gallenblasenleiden drei Wochen im Krankenhaus, doch heute erfreut er sich bester Gesundheit. Er steht um 6.30 Uhr auf, trinkt ein Glas Fruchtsaft und liest drei Stunden lang Zeitung -- als erstes die »Prawda«. Nach dem Frühstück macht er gewöhnlich mit Arbat, seinem Schäferhund, einen Spaziergang. Dabei trägt er ein Transistor-Radio über -der Schulter, um die Nachrichten von Radio Moskau zu hören. Um etwa 14 Uhr wird zu Mittag gegessen. Chruschtschow schätzt russische Spezialitäten wie Brennesselsuppe mit hartgekochtem E~ oder Sauerampfersuppe. Seit seinem Krankenhausaufenthalt darf Chruschtschow nichts Gebratenes essen, er trinkt auch keinen Alkohol mehr (obwohl in seinem Keller für seine Gäste ein gutes Sortiment alkoholischer Getränke lagert). Chruschtschows Lebensstandard ist beträchtlich höher als der seiner früheren Kollegen, wie zum Beispiel Bulganin, Molotow und Kaganowitsch, die nur eine Wohnung in Moskau besitzen und monatlich zwei- oder dreihundert Rubel Pension beziehen. Chruschtschow erhält 550 Rubel (2400 Mark) im Monat. Da praktisch alle seine Rechnungen der Staat bezahlt, hat er einen hohen Lebensstandard. Er schläft tagsüber nie. Noch dem Essen liest er; viele russische Klassiker studiert er zum ersteh Male und füllt so seine Bildungslücken. Sein Hauptinteresse gilt neuerdings der Photographie: Er entwickelt seine Bilder selbst, wobei er das Badezimmer als Dunkelkammer benutzt. Auf seinem Alterssitz empfing Chruschtschow kürzlich ein Team der amerikanischen Fernsehgesellschaft NBC. Er gab den Amerikanern ein Interview, dessen deutsche Fassung DER SPIEGEL -- mit unwesentlichen Kürzungen -- veröffentlicht: 9 Min Zur Merkliste hinzufügen
Reinhard Lettau über Peter Bichsel: "Die Jahreszeiten" KIENINGER, NICHT-HELD Reinhard Lettau, 38 schrieb die Erzählungsbände »Schwierigkeiten beim Häuserbauen« (1962) und »Auftritt Manigs« (1963). -- Der Schweizer Peter Bichsel, 32, debütierte 1964 mit dem Kurzprosa-Band »Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen«, 1965 erhielt er für eine Lesung aus dem entstehenden Buch »Die Jahreszeiten« den Preis der Gruppe 47. Er lebt als Volksschullehrer in Zuchwil. 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
PERSONALIEN Heinrich Lübke, Franz Meyers, Walentina Nikolajewa-Tereschkowa, Johann Peter Josten, Theo Burauen, Karl Schiller 3 Min Zur Merkliste hinzufügen