»ÜBERANSTRENGEN SIE SICH NICHT, HERR ERHARD« Unter dem Titel »Erinnerungen 1955 -- 1959« erscheint dieser Tage in der Stuttgarter Deutschen Verlags-Anstalt Konrad Adenauers dritter Memoiren-Band. Adenauer hat dieses »meinem Vaterland« gewidmete Werk unmittelbar vor seinem Tod vollendet, es jedoch nicht mehr -- wie geplant -- im Cadenabbia-Frühjahrsurlaub überarbeiten können. Im 69 Seiten langen Schlußkapitel erläutert der Altbundeskanzler, warum er 1959 zunächst beschloß, für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren, und dann aus Furcht, Ludwig Erhard könne sein Nachfolger im Palais Schaumburg werden, seine Kandidatur wieder zurückzag. Sein Spiel mit dem höchsten Staatsamt, das den Anfang vom Ende der Ära Adenauer bedeutete, löste nach Adenauers eigenem Urteil nur »eine gewisse Verlegenheit« aus. 33 Min Zur Merkliste hinzufügen
MIKOJAN DROHTE MIT DEM COLT Harrison E. Salisbury, 58, stellvertretender Chefredakteur der »New York Times« interviewte in Moskau Zeugen der Oktoberrevolution; seinem Bericht sind die folgen. den Auszüge entnommen. 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
Schrittmacher im All Vor last genau zehn Jahren, am 4. Oktober 1957, eröffnete die Sowjet-Union das Raumfahrt-Zeitalter. Ein dichter Schleier der Geheimhaltung verhüllt bis heule Rußlands Weltraum-Startplätze und -Laboratorien. Aus amerikanischen Geheimdienstinformationen, aus Fachveröffentlichungen sowjetischer Raumfahrttechniker und aus ihren gelegentlichen Äußerungen bei Raumfahrtkongressen hat John Nable Wilford, 34, Wellraum-Spezialist der »New York Times«, seinen Bericht über die sowjetische Raumfahrttechnik kompiliert, deren Entwicklungsstand und Zielsetzung gegenwärtig ungewisser sind denn je. 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
Sputnik als Spielzeug In Rußland wächst eine zweite Generation heran, die keine Alternative zum Sowjetsystem kennt. Die Kinder von heute sollen einst im vollendeten Kommunismus leben. Die Methoden ihrer Erziehung, die bereits im Kindergarten beginnt, schildert der in Deutschland geborene Fachredakteur der »New York Times« für Pädagogik, Fred M. Hechinger, 47. 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
Der halbe Lohn für Lebensmittel Staatsbeamte und Parteifunktionäre entwickelten den zurückgebliebenen Agrarstaat des Zaren zur zweitgrößten Industriemacht der Welt. Erfolge und Schwächen des einmaligen Experiments untersucht der Wirtschaftsredakteur der »New York Times«, H. Erich Heinemann, 35. 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Gerhard Zwerenz über Ernst Herhaus. "Die homburgische Hochzeit" SCHELM MIT LACHZWANG Gerhard Zwerenz, 42, ist der Autor des Romans »Casanova oder der Kleine Herr in Krieg und Frieden«. -- Ernst Herhaus, 35, der mit der »Homburgischen Hochzeit« als Romancier debütiert, lebt in Frankfurt. 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
Otto Köhler KONTRASTPROGRAMM Der CSU-Volksvertreter Dr. Walter Becher stellte im Bundestag der Bundesregierung die Frage, ob ihr bekannt sei, daß in »politischen Sendungen des Deutschen Fernsehens ... insbesondere in den Fragen der Deutschland- und Ostpolitik, nur einseitige Ansichten zur Geltung kommen. Er verlangte von der Bundesregierung die Einsetzung einer Kommission, die überprüft, ob das Fernsehen in »die Gefahr einergesetzwidrigen Monopolisierung« gerät. Minister Lücke teilte mit, die Regierung nehme Bechers Sorge ernst und prüfe die Einrichtung der von ihm geforderten Untersuchungskommission. Ein Kontrastprogramm ist bereits ausgearbeitet. Es könnte den Vorstellungen des MdB Becher voll entsprechen; denn alle im folgenden kursiv gesetzten Stellen der Programmvorschau stammen aus Reden und Veröffentlichungen Dr. Bechers oder weisen aud die unermüdlichen Tätigkeiten des fleißigen Vertriebenenfunktionärs hin. 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
PERSONALIEN Harold Wilson, Hans-Jürgen Wischnewski, Axel Springer jr., Josef Neuberger, Willi Daume, Walter Scheel 2 Min Zur Merkliste hinzufügen