AS BEFAHL DIE SCHWENKUNG Wie sich Axel Springer vom »unpolitischen, seinen Zeitungen viel Spielraum gewährenden Verleger in einen politischen Missionar verwandelte«, schildert der ehemalige Springer-Journalist Gert Franz-Joseph von Paczensky und Tenczin, 42, in der November-Ausgabe der »Frankfurter Hefte«. Paczensky, der das TV-Magazin »Panorama« einst zur meistbeachteten Sendung des Deutschen Fernsehens entwickelte und später die -- inzwischen eingestellte -Zeitschrift »Deutsches Panorama« herausgab, hatte von 1947 bis 1960 der Redaktion der »Welt« angehört. 9 Min Zur Merkliste hinzufügen
»DENKEN SIE AN MÜNCHEN!« Der französische Journalist Olivier Todd, 39, bereiste sieben Wochen lang Nordvietnam und berichtet im SPIEGEL (Seite 118) über das Leben der Nordvietnamesen unter den Bombenangriffen der amerikanischen Luftwaffe. Der nordvietnamesische Premierminister Pham Van Dong empfing Todd und gewährte ihm das nachfolgende Interview. 4 Min Zur Merkliste hinzufügen
Hans Bender über Renate Rasp: "Ein ungeratener Sohn" KUNO WIRD KUPIERT Hans Bender, 48, schrieb Lyrik, Romane ("Eine Sache wie die Liebe") und Erzählungen ("Wölfe und Tauben"). Er ist Herausgeber der Literaturzeitschrift »Akzente« und lebt in Köln. -- Renate Rasp, 32, lebt in München. 4 Min Zur Merkliste hinzufügen
»KARAJAN HAT DAS GELD VERGEUDET« Die Entwicklung der Gesangskunst von den Tagen der ersten, primitiven Schallplatten an bis zur Gegenwart beschreibt, kritisch und oft spöttisch, der Manch ncr Musikkritiker Wolf Rosenberg in dem bei G. Braun in Karlsruhe erschienenen Buch »Die Krise der Gesangskunst«, aus dem der SPIEGEL das Schlußkapitel leicht gekürzt nachdruckt. Rosenberg analysiert unter anderem die »durch fehlgeleiteten Publikumsgeschmack geförderten Dekadenzerscheinungen der Gesangskunst, die sich drastisch im Brüllen statt Singen offenbaren«, und er rügt den »Mangel an Wandlungsfähigkeit bei den heutigen Sängern": Eine Stimme, so meint der Autor, müsse nur »besonders dick oder besonders hoch sein, um den Ruhm ihres Eigentümers zu legitimieren«. Selbst die Interpretation eines Dietrich Fischer-Dieskau, des »größten Liedersängers aller Zeiten«, werde, so meint Kritiker Rosenberg, »von Jahr zu Jahr problematischer«. Qualitäten »wahrer und großer Gesangskunst« will Rosenberg eigentlich nur den Sängern vergangener Epochen zubilligen: zum Beispiel Caruso und Tauber, Lotte Lehmarm und Maria Callas. 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
PERSONALIEN Caroline Thompson Coon, Wilhelm Dröscher, Edson Arantes da Nascimento, Carto Schmid, Heinrich Lübke, Herbert Wehner, Kurt Georg Kiesinger 3 Min Zur Merkliste hinzufügen