Rudolf Augstein: Wahlen (IV) DRITTE KRAFT IM EIGENEN SAFT Von Rudolf Augstein 8 Min Zur Merkliste hinzufügen
»Ordentliche Menschen« Dem rechtsradikalen »Bund Heimat. treuer Jugend« (Gruß: »Heil Dir") gelang noch seiner Darstellung »mit Hilfe der Polizei« eine besonders wirksame Propagandakampagne für ein viertes Reich. Nachdem jugendliche in Hamburg mehrere hundert Klebezettel (rechts) mit dem BW-Symbol -- der germanischen, für Familienbesitz stehenden Odal-Rune -- angeschlagen hatten, wurden sie festgenommen. Wie die Polizei reagierte, schildert BW-Mitglied Uwe Berg In der rechtsradikalen Münchner Zeitung »Deutscher Anzeiger": 1 Min Zur Merkliste hinzufügen
»Größter Feldherr« Für das Magazin »Jasmin« schlug Marianne Strauß einen historischen Bogen vom Türken- und Franzosenbezwinger Prinz Eugen von Savoyen (1663 bis 1736) zum Ehemann Franz-Josef Strauß: 1 Min Zur Merkliste hinzufügen
»ERZIEHER UND ARZT DES VOLKES« Die von Kanzler Kiesinger für die Bundeswehr benutzte Formel von der »Schule der Nation', für die er am Freilag letzter Woche in der Wehrdebatte des Bundestages geradestehen mußte, gehört seit 150 Jahren zur preußischdeutschen Militärideologie. Sie entstammt der Zeit, als Preußen mit der Allgemeinen Wehrpflicht erstmals Intelligenz und Gesittung ins Heer einbrachte. 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
KATASTROPHEN HANNOVER »DER ÜBERBLICK FEHLT« Rund ein Zehntel aller Studienanfänger gibt während der ersten beiden Semester das Studium wieder auf oder wechselt das Studienfach. Um Hinweise auf die Motive von Studienabbruch und Studienwechsel zu erhalten, befragten Teilnehmer eines Seminars des Berliner Bildungsforschers Professor Dietrich Goldschmidt Studienanfänger der Fächer Chemie, Mathematik und Geschichte. Die Ergebnisse der Befragung publizierten die beiden Goldschmidt-Mitarbeiter Ulf Preuss-Lausitz und Ingrid N. Sommerkorn In der Zeitschrift »Neue Sammlung«. Der SPIEGEL veröffentlicht Auszüge aus dieser Arbeit: 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
»BLACK POWER GEGEN ORDINARIEN« Die hochschulpolitischen Konflikte zwischen linken Studenten und selbst linken Protessoren illustriert eine Erklärung, die der Marburger Soziologe Professor Werner Hofmann Mitte Juni durch einen seiner Assistenten vor einer Institutsversammlung verlesen ließ und die der SPIEGEL nachdruckt. Hofmann ist Spitzenkandidat der »Aktion Demokratischer Fortschritt« (ADF), in der sich zur Bundestagswahl Kommunisten, Sozialisten und Pazifisten zusammengeschlossen hoben. 1 Min Zur Merkliste hinzufügen
»SIEHT MAN VON PENSIONIERTEN GENERALEN AB« »Was wird aus der Universität«, lautet der Titel eines letzt veröffentlichten Sammelbandes (Rainer Wunderlich Verlag, Tübingen), der »Standpunkte zur Hochschulreform« präsentiert. Es sind -- mit einer Ausnahme -- Standpunkte ordentlicher Professoren. Der SPIEGEL veröffentlicht Auszüge aus dem Beitrag von Hans Heinrich Rupp 43, Ordinarius für öffentliches Recht an der Universität Mainz. Rupp befaßt sich mit den Reformen der Rechts- und Organisationsstruktur der Hochschulen und kommt zu dem Schluß, die neuen Hochschulgesetze der Bundesländer »täuschen nur darüber hinweg, daß die drän enden Sachprobleme allenfalls vernebelt, aber nicht gelöst werden können«. 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
»WIR WAREN WIRKLICH UNERTRÄGLICH« Zu den literarisch anspruchsvolleren Zeugnissen der studentischen Protestbewegung gehört die Rede, die der linke Berliner Schriftsteller und Essayist Peter Schneider, 28, am 5. Mai 1967 -. Schneider war damals noch Student der Germanistik -- im Auditorium maximum der Freien Universität vor einer studentischen Vollversammlung hielt. Der heute in der Apo tätige Schneider, der im Frühjahr dieses Jahres mit dem Berliner Kunstpreis für die »Junge Generation« ausgezeichnet wurde und bei dieser Gelegenheit eine Vietcong-Fahne entrollte, hat das Rede-Manuskript für das Buch »Demonstrationen -- Ein Berliner Modell« (Voltaire-Verlag) bearbeitet. Aus der Buchfassung veröffentlicht der SPIEGEL folgende Auszüge: 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
KAVALLERIE BEWACHT CHINAS ATOMBOMBEN »Sinkiang hat lange unter den aggressiven und subversiven Handlungen des zaristischen Rußland und der neuen Zaren zu leiden gehabt«, so rief der chinesische Sender Urumtschi Anfang Juni zur »Kampfbereitschaft« in Chinas Westprovinz auf. Dort verläuft die sowjetische Grenze wenige hundert Kilometer von den chinesischen Atom-Anlagen entfernt, dort kam es kürzlich zu einem ernsten Grenzzwischenfall. Zum erstenmal seit über zehn Jahren -soweit bekannt -- erhielt jetzt ein ausländischer Journalist die Genehmigung der chinesischen Behörden zu einer Reise durch die Grenzprovinz: der Australier Francis James, Mitarbeiter der religiösen Zeitschrift »The Anglican« in Sydney. James berichtet über den Besuch eines Grenzpostens und Gespräche in den Atomforschungszentren Lantschou und Lop Nor. Er brachte die ersten Photographien der chinesischen Nuklear-Anlagen in den Westen. 8 Min Zur Merkliste hinzufügen
ANGENEHME ZERSTÖRUNG Reinhard Baumgart über Peter Handke: »Prosa Gedichte Theaterstücke ...« 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Kirche »WIR WOLLEN NICHT KÄMPFEN« Für einen Fernsehbericht über die Krise des Jesuitenordens, der am Donnerstag letzter Wache von Radio Bremen gesendet wurde, gab der Jesuitengeneral Pedro Arrupe ein Interview, dem der folgende Auszug entnommen ist. 4 Min Zur Merkliste hinzufügen
PERSONALIEN Morton Sobell, Josef Ertl, Rainer Barzel, Walter Scheel, Kurt Georg Kiesinger, Marie Luise, Richard Stücklen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen