AUFKLÄRUNGS-FORMEL., ZUSCHLAG-ZUWACHS., VERHANDLUNGS-BREMSE., MUTTERGELD., SCHATZSUCHE. 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
»DIESES BUCHHALTERISCHE JUNKTIM« Seit Wolter Scheel auf seiner Tokio-Reise im letzten Frühjahr die Bonner Regierungsmannschaft mit der Erfindung eines Berlin-Junktims überraschte, führen die Ostpolitiker von SPD und FDP einen zähen Kleinkrieg um die offizielle Formulierung ihrer taktischen Leitlinie. Während die FDP-Minister Scheel und Genscher den Erfolg der neuen Ostpolitik von einem weitgehenden Berlin-Arrangement der vier Möchte abhängig machen wollen, versuchen die Sozialdemokraten Brandt und Wehner den Zusammenhang von Berlin-Lösung und europäischer Entspannung flexibler zu umschreiben. Aus der FDP-Forderung wurde zum Ende letzten Jahres die Koalitions-Maxime: Dos Gewaltverzichts-Abkommen mit Moskau kann erst dann voll zum Tragen kommen, wenn die Lage Berlins gesichert ist. 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
»WIR HABEN DIE RUSSEN EINGELADEN« Wenige Wochen vor der sowjetischen Intervention in der Tschechoslowakei am 21. August 1968 hatte der oberste sowjetische Politoffizier, Armeegeneral Alexej Jepischew, erklärt, die sowjetische Armee sei bereit, »in der Tschechoslowakei einzugreifen, falls eine Gruppe tschechoslowakischer Kommunisten dorum ersuchen sollte«. Auch Ost-Berlin sprach von einem Hilferuf. In Prag hielt sich die Version, prominente tschechoslowakische Stalinisten hätten die Sowjet-Union 1968 zur Intervention gegen den Reformkurs des Parteichefs Dubcek aufgefordert. Wer genau den Einladungsbrief unterzeichnet hatte, blieb verborgen. (Der SPIEGEL nannte -- in Nr. 48/1968 -- neun Namen.) Erst auf der ZK-Sitzung am 11. Dezember 1970 wurde der geheimnisvolle Brief mit kompletter Liste der Unterzeichner vorgelegt -- als Waffe im Kampf der Partei-Ultras gegen Parteichef Husák. Einen Bericht über diese ZK-Sitzung mit einer Analyse der Rolle, die der Interventionsbrief von 1968 im Parteikampf von 1970/71 spielt, erhielt der SPIEGEL aus Prag von einem prominenten Tschechoslowaken, der um Geheimhaltung seines Namens gebeten hat. 4 Min Zur Merkliste hinzufügen
Alexander Schwan über S. Stojanovic: "Kritik und Zukunft des Sozialismus" DIE ERSTARRTE AVANTGARDE Professor Alexander Schwan, 39, ist Ordinarius für Politologie am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
BÜCHER / NEU IN DEUTSCHLAND Geflügelter Schrecken H.P. Lovecraft: »Berge des Wahnsinns«. Insel; 228 Selten; 14,50 Mark. 1 Min Zur Merkliste hinzufügen
BÜCHER / NEU IN DEUTSCHLAND Letzte Posaune Jürgen vom Scheidt (Herausgeber): »Das Monster im Park«. Nymphenburger; 264 Selten; 17,80 Mark. 1 Min Zur Merkliste hinzufügen
BÜCHER / NEU IN DEUTSCHLAND Erhabene Schönheit Henry Rider Haggard: »Sie«. Diogenes; 380 Seiten; 19 Mark. 1 Min Zur Merkliste hinzufügen
PERSONALIEN Karl Schiller, Karl-Heinz Hansen, Richard Stücklen, Haut Seefeld, Gerhard Löwenthal, Walter Viktor, Willy Brandt 3 Min Zur Merkliste hinzufügen