»WIR SCHIESSEN, WENN MAN AUF UNS SCHIESST« Zweimal seit der Befreiung des Frankfurter Kaufhausbrandstifters Andreas Baader aus Berliner Justizgewahrsam am 14. Mai 1970 meldeten sich Befreiter und Befreier aus der Illegalität. Wortführerin: die einstige »Konkret«-Kolumnistin Ulrike Meinhof. Das erste Lebenszeichen druckte drei Wochen nach der Aktion das West-Berliner Anarchisten-Blatt »Agit 883«. Titel: »Die Rote Armee aufbauen«. Die zweite Wortmeldung registrierte die französische Journalistin Michèle Ray für den SPIEGEL (25/1 970). Ulrike Meinhof: »Natürlich kann geschossen werden. Anfang letzter Woche erreichte auserwählte Adressaten eine dritte Botschaft aus dem Irgendwo: ein vierzehnseitiges Traktat, dessen Verfasser sich als Angehörige der in einer Großfahndung von der Bundesanwaltschaft gesuchten Baader-Meinhof-Gruppe ausgaben, und tatsächlich stimmen Stil und Argumentationsweise mit der Diktion Ulrike Meinhofs überein. Als Absender zeichnete: »Rote Armee Fraktion«. Tenor: »Wer keine Angst vor Vierteilung hat, wagt, den Kaiser vom Pferd zu zerren« (Mao). Aus der Flugschrift veröffentlicht der SPIEGEL einen Auszug: 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Rolf Becker über Walter Kempowski: "Tadellöser & Wolff" HERR HITLER MÜSSE ES WISSEN Walter Kempowski, 42, geboren in Rostock. wegen »Spionage« acht Jahre im DDR-Zuchthaus Bautzen inhaftiert, wurde 1969 mit dem Buch »im Block« bekannt. Er lebt heute als Lehrer in Nartum bei Bremen. 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
ARCHITEKTUR / HOCHHÄUSER Widrige Wirbel Hört ihr's wimmern hoch vom Turm! Das ist Sturm! Schiller 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
PERSONALIEN Horst Ehmke, Edward Heath, Mary Heath, Siegfried Lenz, Philip Rosenthal, Matthias Defregger, Edward Kennedy 3 Min Zur Merkliste hinzufügen