Im neuen SPIEGEL: Tikrit, Flüchtlinge in Münster, Smartphone-Sucht - DER SPIEGEL
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Im neuen SPIEGEL Wenn Handys zur Sucht werden

Im neuen SPIEGEL: Wenn Handys zur Sucht werden
Im neuen SPIEGEL: Wenn Handys zur Sucht werden

Im neuen SPIEGEL: Wenn Handys zur Sucht werden

Foto: Friso Gentsch/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das lesen Sie im neuen SPIEGEL: Die Schlacht um Tikrit; wie die Stadt Münster versucht, Flüchtlinge anständig zu behandeln; immer online - Smartphone-Sucht und ihre Folgen.

Foto: Bernhard Riedmann / DER SPIEGEL

An dieser Stelle stellt Ihnen die SPIEGEL-Redaktion ihre Lieblingsgeschichten aus der neuen Ausgabe vor.
In dieser Woche: Charlotte Klein, 33, seit 2011 beim SPIEGEL. Sie ist Redakteurin im Deutschland-Ressort.

So undurchsichtig wie derzeit in Syrien und im Irak waren die Fronten in kaum einem Konflikt der jüngeren Vergangenheit: Schiitische Milizen kämpfen gegen die Sunniten des "Islamischen Staats", unterstützt werden sie von amerikanischen Bombern und iranischen Revolutionswächtern.

Syriens Präsident Assad bombardiert gemäßigte Rebellen, die gegen den IS kämpfen, während dieser gleichzeitig anderswo Assads Ölquellen besetzt. Ordnung in das Chaos bringen Susanne Koelbl und Christoph Reuter, in ihrem Artikel "Ein fürchterlicher Sieg" beschreiben sie die militärische Lage in der umkämpften irakischen Stadt Tikrit und die Situation des "Islamischen Staats" in Syrien. Koelbl begleitete unter anderem den irakischen Innenminister Mohammed al-Ghabban während einer Fahrt an die Front, und sie fragte ihn: "Was erwarten Sie von den Deutschen?" Seine Antwort: "Mehr Munition".

250.000 Flüchtlinge werden 2015 in Deutschland erwartet, nicht nur aus dem Irak, auch aus Syrien, Somalia, Eritrea oder dem Kosovo. Jeden Monat Hunderte Neuankömmlinge würdig unterzubringen ist eine Herausforderung, die nicht jede Stadt gleich gut meistert. Manche Gemeinde hat auf der Suche nach Wohnraum schon Zelte aufgestellt, Turnhallen zweckentfremdet oder vom Schimmel befallene Kasernengebäude in Betracht gezogen. In Münster ist das zum Glück anders, noch. Uwe Buse hat Jochen Köhnke begleitet, einen Stadtverwalter mit SPD-Parteibuch, der versucht, den Flüchtlingen das Leben erträglich zu machen, indem er sie in kleinen, übersichtlichen Unterkünften überall in der Stadt unterbringt, nicht in einer Massenunterkunft. Auch wenn es immer schwieriger wird, Köhnke will die Flüchtlinge anständig behandeln und so allen helfen: den neuen und den alten Bürgern der Stadt.

Smartphones auf der Cebit: "Ungebildet und charakterschwach"

Smartphones auf der Cebit: "Ungebildet und charakterschwach"

Foto: Friso Gentsch/ dpa

Im Gegensatz zu 41 Millionen Deutschen habe ich - und es ist mir ziemlich peinlich, das zuzugeben - immer noch kein Smartphone. Dass dies auch von Vorteil sein kann, zeigt mein Kollege Guido Kleinhubbert: Er beschreibt in seinem Artikel die Smartphone-Sucht, die offenbar ähnliche Symptome hervorruft wie das Rauchen. Alle 18 Minuten greift der durchschnittliche Nutzer zum Handy und riskiert damit langfristig nicht nur Haltungsschäden, sondern auch Entzugserscheinungen, möglicherweise sogar die Gesundheit seiner Mitmenschen. Dieses Suchtverhalten werde in unserer Gesellschaft bald genauso sanktioniert werden wie das Rauchen, zitiert Kleinhubbert den Soziologen Matthias Horx: "Man wird dann als ungebildet und charakterschwach gelten, wenn man ständig auf sein Smartphone starrt." Vielleicht fange ich lieber gar nicht erst an.

Viel Spaß bei der SPIEGEL-Lektüre wünscht Ihnen

Charlotte Klein

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