Die Spätentwicklerin Erst mit der Reichsgründung 1871 machte Berlin den großen Sprung nach vorn. Es folgten eine wilde Aufholjagd, die Zerstörung und Entschleunigung. Von MICHAEL SONTHEIMER Von Michael Sontheimer 13 Min Zur Merkliste hinzufügen
Misstrauische Nachbarn Die Metropole Berlin ging einst aus zwei gleichberechtigten Schwesterstädten hervor. Obwohl nur durch eine Brücke getrennt, machten sich Alt-Berlin und Cölln mitunter das Leben schwer. Von Frank Thadeusz 4 Min Zur Merkliste hinzufügen
Vorliebe für das Fremde Der Große Kurfürst schuf den Aufstieg Berlins aus den Trümmern des Dreißigjährigen Krieges. Zuwanderer brachten die Stadt zu wirtschaftlicher Blüte und machten sie zu einem Zentrum europäischer Kultur. Von Georg Bönisch und Norbert F. Pötzl 10 Min Zur Merkliste hinzufügen
Der jüdische Sokrates Als Aufklärer, Sprachmeister und leidenschaftlicher Polemiker profilierte sich der Philosoph Moses Mendelssohn. 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
Die verworfene Revolution Im März 1848 erhob sich Berlin gegen eine brutale Armee und eine herrische Monarchie. Der Flirt mit der Freiheit währte ein halbes Jahr. Von Rainer Traub 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
Visionär mit Tatkraft Die Gründung der Berliner Universität 1809 war politisch ein mittleres Wunder - und wurde zum nachhaltigen Erfolg dank der Bildungsideale Wilhelm von Humboldts. Von Johannes Saltzwedel 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
Weltstadt in der Pubertät Zwischen 1848 und 1914 mauserte sich die barocke Residenz zur überbevölkerten Kapitale. Zeitgenössische Chronisten feierten sie als modernste City Europas. Von Eva-Maria Schnurr 13 Min Zur Merkliste hinzufügen
Berliner Antisemitismusstreit Fanatismus des Mittelalters Ein Pamphlet des Historikers Heinrich von Treitschke löste den Berliner Antisemitismusstreit aus: eine Schlammschlacht um Sozialneid und Weltverschwörungstheorien. Am Ende war der Judenhass salonfähig. Von Felix Bohr 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Blitzende Gedankenfülle Der Industrielle, Schriftsteller und Politiker Walther Rathenau fiel dem Hass von Deutschnationalen und Antisemiten zum Opfer. Von Michael Sontheimer 4 Min Zur Merkliste hinzufügen
Sozialdemokraten Die rote Hochburg Mit der Industrialisierung wuchs die Sozialdemokratie. Anfangs gab sich die Partei revolutionär, bald aber suchte sie mit Kompromissen Teilhabe an der Macht. Von Christoph Gunkel 10 Min Zur Merkliste hinzufügen
Leiche im Kanal Im Januar 1919 revoltierten linke Sozialisten und Kommunisten. Sozialdemokraten unterstützten die Lynchjustiz an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Von Christoph Gunkel 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
Eine Blüte auf Pump Provozieren, schockieren, experimentieren - das war die Devise innovativer Künstler in den zwanziger Jahren. Scharfer Realismus traf sich mit Neuer Sachlichkeit und jüdischem Intellekt. Von Mathias Schreiber 16 Min Zur Merkliste hinzufügen
Diva mit Kriegsnarben Sie war so berühmt wie heute Madonna und verführerischer als Greta Garbo. Als US-Soldatin bot Marlene Dietrich sogar Hitler die Stirn. Von Annette Bruhns 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Opiumträume in Charlottengrad Weltberühmte Autoren, Exzentriker und Revolutionsromantiker machten das »russische Berlin« zu einer Bühne für Emigranten. Von Carmen Eller 4 Min Zur Merkliste hinzufügen
Partei der Verzweifelten Massenelend und Arbeitslosigkeit bescherten der KPD ab 1929 Millionen Anhänger. Sie kämpfte gegen die SPD, statt die Republik zu verteidigen. Von Daniel Steinvorth 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
»Blutmai« im Wedding Ein sozialdemokratischer Polizeipräsident ließ auf Arbeiter schießen. Von Uwe Klußmann 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
Sumpf und Seide Weil drei jüdische Unternehmer in Berlin ihre Geschäfte mit systematischer Korruption in der Parteienlandschaft abgesichert hatten, lieferten sie den Nazis Munition für deren Propaganda. Von Gunther Latsch 4 Min Zur Merkliste hinzufügen
Labor der Diktatur Aus einer zerstrittenen Splittergruppe formte NSDAP-Gauleiter Joseph Goebbels eine Kampftruppe zur Eroberung Berlins - mit straffer Organisation und sozialistischen Parolen. Von Uwe Klußmann 11 Min Zur Merkliste hinzufügen
»Es wird kein Pardon gegeben« Propagandarede des Berliner NSDAP-Gauleiters Joseph Goebbels 1 Min Zur Merkliste hinzufügen
Die Gnade des »Führers« Im braunen Berlin buhlten ausländische Diplomaten und manche Korrespondenten um die Gunst des Regimes, das sie bespitzelte. Von Jörg R. Mettke 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
Schwarze Socken im Bett Er war der sagenumwobene Puff der Hauptstadt: der »Salon Kitty« in der Giesebrechtstraße. Die Nazis verwanzten das Bordell und belauschten die Besucher. Von Nils Klawitter 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
»Dieser Tod passt zu mir« Nazi-Gegner verbündeten sich in Freundeskreisen, die ein Gefühl der Boheme inmitten der Verzweiflung verbreiteten. Die Idealisten wollten Zeichen setzen und den Krieg beenden. Von Kian Badrnejad 8 Min Zur Merkliste hinzufügen
Tod vom Himmel Bei Bombenangriffen starben Zehntausende Berliner. Doch der von den Luftkriegsstrategen erhoffte Aufstand gegen das NS-Regime blieb aus. Von Katharina Stegelmann 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Das letzte Gefecht Im April 1945 trieb Goebbels die Berliner mit fanatischen Durchhalteparolen in einen aussichtslosen Endkampf. Von Benjamin Bidder 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
Russischbrot und Peitsche Mal mit Charme, mal brutal kämpften die sowjetischen Besatzer ab Mai 1945 um die Herrschaft in der Vier-Sektoren-Stadt. Von Uwe Klußmann 11 Min Zur Merkliste hinzufügen
Konzentrierte Schläge An der Nahtstelle der Machtblöcke wurde ein ideologischer Grabenkrieg geführt - mit teils grotesken, teils tödlichen Aktionen. Von Norbert F. Pötzl 9 Min Zur Merkliste hinzufügen
»Besser als ein Krieg« Der Mauerbau, so dramatisch er für die Berliner war, hatte für die westlichen Verbündeten keine große Bedeutung. Von Dietmar Pieper 8 Min Zur Merkliste hinzufügen
Systemkampf in Stein Im Kalten Krieg wetteiferten Ost und West um die eindrucksvollste Architektur für Berlin. Doch die Städtebauer waren einander näher, als sie zugaben. Von Andreas Wassermann 9 Min Zur Merkliste hinzufügen
»Wellkemm tu se käpitell« Walter Ulbricht und Erich Honecker wollten ihre Hauptstadt auf »Weltniveau« bringen. Aber Ost-Berlin blieb weithin grau - mit ein paar putzigen Kitsch-Restaurierungen. Von Norbert F. Pötzl 8 Min Zur Merkliste hinzufügen
»Puls des Lebens« Zur 750-Jahr-Feier Berlins präsentierte DDR-Staatschef Erich Honecker am 23. Oktober 1987 Ost-Berlin als weltoffene Metropole. Auszüge: 1 Min Zur Merkliste hinzufügen
Keine Macht für niemand In West-Berlin sammelten sich seit Mitte der sechziger Jahre Aussteiger und Revolutionäre aller Richtungen, Freaks und Punks. Erinnerungen eines Dabeigewesenen. Von Michael Sontheimer 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Anarchie im Überwachungsstaat In Ost-Berlin suchten Künstler, Christen, Dissidenten und Ausreisewillige nach unkonventionellen Lebensentwürfen. Erinnerungen an die Opposition in der Hauptstadt der DDR. Von Stefan Berg 8 Min Zur Merkliste hinzufügen
Erste Provinz des Landes Als Regierung und Parlament von Bonn nach Berlin umzogen, herrschte Sorge vor Großmacht allüren. Inzwischen zeigt sich: Sie war unbegründet. Von Dirk Kurbjuweit 11 Min Zur Merkliste hinzufügen
»Symbol für Einheit und Freiheit« Wolfgang Schäubles Plädoyer für Berlin als Regierungssitz 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
SPIEGEL-GESPRÄCH »Die große Hure Babylon« Der Politologe Herfried Münkler erläutert, warum Berlin schon immer Migranten vor allem aus dem Osten anzog, wieso die Stadt sozial in zwei Hälften gespalten war und was das für Politik und Kultur bedeutete. Von Uwe Klußmann und Norbert F. Pötzl 9 Min Zur Merkliste hinzufügen
Die nächste Ausgabe von SPIEGEL GESCHICHTE erscheint am Dienstag, dem 27. November 2012 Karl der Große 1 Min Zur Merkliste hinzufügen