Hausmitteilung Deutschlands Problem mit dem Antisemitismus und die historischen Wurzeln 1 Min Zur Merkliste hinzufügen
Prominente Stimmen zum Judenhass in Deutschland »Der Antisemitismus war nie weg, er wird über Generationen weitergegeben« Die Spur des Antisemitismus reicht weit zurück – und er bedroht Menschen bis heute. Die Musiker Danger Dan und Igor Levit und andere sagen, wie sie Hetze gegen Juden entgegentreten. 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Antisemitismus in der deutschen Geschichte »Je undurchschaubarer die Welt wird, umso aggressiver wird die antijüdische Hetze« Wie erkennt man Antisemitismus? Was unterscheidet ihn von Rassismus? Und warum konnte ihn auch die Aufarbeitung nach 1945 nicht stoppen? Das erläutern die Politikwissenschaftlerin Deborah Hartmann und der Historiker Michael Brenner. Ein Interview von Joachim Mohr und Eva-Maria Schnurr 16 Min Zur Merkliste hinzufügen
Definition Worüber sprechen wir hier eigentlich? Was Antisemitismus ist, weshalb er viel mit Identität zu tun hat und warum er ein deutsches Problem ist Von Eva-Maria Schnurr 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
In der Bibel und bei Luther Warum die Judenfeindlichkeit im Christentum tief verwurzelt ist Über muslimischen Antisemitismus wird viel diskutiert, über christlichen kaum. Dabei war die Abwertung der Juden grundlegend für den Glauben an Jesus. Im Lauf der Jahrhunderte kamen immer mehr Vorurteile und Mythen hinzu. Von Peter Schäfer 16 Min Zur Merkliste hinzufügen
Angeblicher Ritualmord Wie eine erfundene Kindstötung über Jahrhunderte Hass schürte Bis vor wenigen Jahren verehrten Pilger in Tirol das »Anderl von Rinn« – die Geschichte dahinter war gezielt gefälscht, um Juden zu diffamieren. Von Johannes Saltzwedel 4 Min Zur Merkliste hinzufügen
meinung •Antisemitismus im Christentum Martin Luther, der Reformator und Judenhasser Ein Gastbeitrag von Margot Käßmann Die Judenhetze des Kirchenreformers Martin Luther lässt sich nicht mit dem Zeitgeist um 1520 erklären. Seine Haltung wirkte unter Protestanten viel zu lange nach. 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Nazi-Hetzfilm »Jud Süß« Misshandelt und missbraucht Der Finanzminister Joseph Süß Oppenheimer wurde 1738 Opfer eines Justizmordes. Zwei Jahrhunderte später machten die Nationalsozialisten aus seinem Schicksal einen ihrer übelsten Propagandafilme. Von David Neuhäuser 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Nationalismus Vergiftete Idee Im 19. Jahrhundert kämpften Bürger für einen deutschen Nationalstaat. Die Bewegung gab dem Judenhass neue Nahrung. Von Felix Bohr 9 Min Zur Merkliste hinzufügen
Wie Kaiser Wilhelm II. gegen Juden hetzte »Ich glaube, das Beste wäre Gas?« An der Spitze des deutschen Staates vertrat der Hohenzollernkaiser ab 1888 eine klar antisemitische Haltung. Je älter er wurde, desto aggressiver agierte Wilhelm II. Von John C. G. Röhl 12 Min Zur Merkliste hinzufügen
Bildhintergrund »Der zwölfjährige Jesus im Tempel« von Max Liebermann Von Künstlerkollegen gefeiert, von der Kritik verrissen – Max Liebermanns Gemälde löste 1879 auf der Internationalen Kunstausstellung in München einen Skandal aus. Warum? Von Kathrin Maas 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
Begründer der Waldorfschulen So antisemitisch war Rudolf Steiner Rudolf Steiner erfand im frühen 20. Jahrhundert die Anthroposophie. Auf seine esoterische Lehre berufen sich auch heute noch Pädagogen und Biomarken. Doch die dunklen Seiten seiner Ideen werden gern übersehen. Von Christoph Gunkel 10 Min Zur Merkliste hinzufügen
»Protokolle der Weisen von Zion« Wie eine dreiste Fälschung zum einflussreichen Verschwörungsmythos wurde 1905 erschien in Russland ein Pamphlet, das von einer jüdischen Weltverschwörung fantasierte: ein reines Fantasieprodukt, zudem hochgradig wirr. Trotzdem schüren die »Protokolle« bis heute Antisemitismus. Wie kam es dazu? Von Lars Rensmann 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
Jüdische Einwanderer in Berlin Pogrom im Scheunenviertel Im Scheunenviertel in Berlin blühte das jüdische Leben einst wie sonst kaum in Deutschland. Vor genau 100 Jahren prügelten und plünderten sich Judenhasser durch die Wohnungen und Läden – angestachelt von Gerüchten. Von Martin Pfaffenzeller 13 Min Zur Merkliste hinzufügen
Attentate auf jüdische Politiker »Gefühl der Verlassenheit« Rechtsextreme ermordeten in den 1920er-Jahren Politiker aus jüdischen Familien, darunter Walther Rathenau, Rosa Luxemburg und Kurt Eisner. Die Justiz urteilte milde über die Gewalttäter. Von Uwe Klußmann 4 Min Zur Merkliste hinzufügen
Vertreibung und Massenmord Vor Zeugen »Wir wussten ja nichts von den Verbrechen«, so lautete nach 1945 oftmals die Entschuldigung dafür, warum so wenige gegen die Deportation und Ermordung der Juden Einspruch erhoben hatten. Ein Kriminalbeamter fotografierte 1940 in Lörrach, wie jüdische Menschen abgeholt und in Lager gebracht wurden – am helllichten Tag, vor aller Augen. 5 Bilder Zur Merkliste hinzufügen
Jüdischer Widerstand im Nationalsozialismus »Kämpft mit allem, was ihr finden könnt« Die Nazis wollten ihren Tod, und Jüdinnen und Juden wehrten sich – mit allen Mitteln, wie man erst spät herausgefunden hat. Denn sogar die Forschung hat viele Formen der Gegenwehr lange übersehen. Von Karina Urbach 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Täter im Nationalsozialismus »Mit den beiden Juden-Mädchen bist Du ja gerade nicht sehr sanft umgegangen« Nach 1933 wurden aus ganz normalen Männern und Frauen Täter. Nicht nur Nazigrößen verantworteten den Holocaust, auch viele andere Deutsche ermöglichten die Vernichtung der Juden. Warum machten sie mit? Von Jürgen Matthäus 15 Min Zur Merkliste hinzufügen
meinung •Antisemitismus Die blinden Flecken der Erinnerungskultur Von Jonas Schaible Nie wieder Auschwitz, das war Versprechen und Mahnung nach 1945. Doch die »Aufarbeitung« hat den Antisemitismus nicht aufgehalten. Was muss sich also ändern? 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Umgang mit der NS-Vergangenheit Mein Opa starb durch einen Kopfschuss. Von wem? Im Zweiten Weltkrieg war mein Großvater kein Soldat, trotzdem wurde er getötet. Nahe Verwandte sahen ihn als Hitler-Gegner – aber es gibt Zweifel. Eine Suche nach Antworten auf schwierigem Terrain. Von Susanne Beyer 11 Min Zur Merkliste hinzufügen
Hassverbrechen in Deutschland Der vergessene Terror 2019 verübte ein Rechtsextremer einen Anschlag auf die Synagoge in Halle. Es war nicht die erste Attacke gegen Jüdinnen und Juden: Die Geschichte antisemitischer Gewalt in der Bundesrepublik ist lang und blutig. Von Sven Röbel und Wolf Wiedmann-Schmidt 9 Min Zur Merkliste hinzufügen
Antisemitismus in der DDR »Die Wahrheiten lauern im Unterschwelligen« Gab es Judenfeindschaft im sozialistischen Deutschland? Und, wenn ja, in welchem Ausmaß? Darüber streiten Historiker und Zeitzeugen. Von Timo Lehmann 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
Alltag Tief in den Köpfen Antisemitische Codes und Einstellungen sind überall: in Schulen, Familien, Popkultur. Ein Kreuzberger Verein setzt politische Bildung dagegen. Von Tobias Rapp 9 Min Zur Merkliste hinzufügen
Campino über historische Verantwortung Willkommen in Deutschland 1992 sollte Tote-Hosen-Sänger Campino eine Rede in einer KZ-Gedenkstätte halten. Bis dahin hatte er sich als Punk verstanden, als jemand, der dagegenhält. Und nun also staatstragend? Wie der Musiker zu einer neuen Haltung kam. Erinnerungen und Überlegungen von Campino 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Wie Nachkommen von NS-Tätern mit ihrer Familiengeschichte umgehen Mein Opa, der Massenmörder Kaum eine deutsche Familie gesteht sich ein, dass unter den Vorfahren vermutlich auch Täter oder Profiteure des NS-Regimes waren. Vier Kinder, Enkel und Urenkelinnen erzählen, wie sie das Schweigen durchbrochen haben. Von Katja Iken 17 Min Zur Merkliste hinzufügen
meinung •Essay Eine jüdische Perspektive Ein Essay von Marina Chernivsky, Max Czollek, Anna Schapiro und Lea Wohl von Haselberg Warum Antisemitismus nicht Teil der jüdischen Identität ist – und warum nur eine andere Gesellschaft gegen Antisemitismus helfen wird 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Grünenpolitikerin Weisband und Holocaustüberlebende Knobloch im Doppelinterview »Antisemitismus wächst, weil die Welt sich verändert« Zwei Frauen, zwei Generationen, ein Thema: Marina Weisband und Charlotte Knobloch sprechen über ihren Kampf gegen den Judenhass. Ein Interview von Annette Langer und Simone Salden 15 Min Zur Merkliste hinzufügen
Antisemitische Stereotype Religion – der angebliche »Gottesmord« Auch im Christentum ist die Judenfeindlichkeit tief verwurzelt. Dass Juden für die Kreuzigung Jesu verantwortlich seien, dient seit der Antike als Vorwand für Hass und Verfolgung. Von Miriam Rürup 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
Antisemitische Stereotype Blut – die Legende vom »Ritualmord« Die Unterstellung, dass Juden aus rituellen Gründen christliche Kinder ermorden würden, kam bereits im Mittelalter auf – und spielt auch im modernen Antisemitismus weiter eine zentrale Rolle. Von Miriam Rürup 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
Antisemitische Stereotype Geld – das vermeintliche »Finanzjudentum« Einst wurden Juden als Wucherer und Schacherer beschimpft, heute kehren die uralten Behauptungen wieder – in Hass auf das angebliche »jüdische Finanzkapital« oder »die Rothschilds«. Von Miriam Rürup 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
Antisemitische Stereotype Macht – das Raunen über eine »Weltherrschaft« Juden seien »Weltverschwörer« und lenkten als »dunkle Macht« Wirtschaft, Politik und Medien – so lautet ein zentraler Mythos von Antisemiten. Von Miriam Rürup 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
Antisemitische Stereotype Körper – Rassismus braucht stets Biologismen In der Rassenideologie der Nazis spielten körperbezogene Vorurteile eine zentrale Rolle. Juden wurden als »Schwächlinge« diffamiert, als verweichlicht und degeneriert, zugleich aber auch als sexuell bedrohlich. Von Miriam Rürup 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
Antisemitische Stereotype Fremdheit – die völkische Herabsetzung von Juden So rückständig und fremd seien sie, dass sie keine Deutschen sein könnten: Damit wurden Juden schon im 19. Jahrhundert ausgeschlossen. Abfällige Zuschreibungen trafen vor allem Zuwanderer aus Osteuropa. Von Miriam Rürup 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
Antisemitische Stereotype Revolution – der Kommunismus als »jüdische Erfindung« Neben der Kunstfigur des »jüdischen Kapitalisten« kennen Antisemiten auch die des »jüdischen Kommunisten«. Ob Marxismus, Bolschewismus oder Anarchismus: Rädelsführer waren angeblich stets Juden. Von Miriam Rürup 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
Antisemitische Stereotype Land und Boden – verdammt zur Wanderschaft Von Antisemiten wird Juden unterstellt, sie seien Paria unter den Völkern und »heimatlos«, als ewig Wandernde fehle ihnen die Bodenhaftung. Von Miriam Rürup 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
Antisemitische Stereotype Philosemitismus – die Kehrseite Juden seien außergewöhnlich, so sehen es auch Philosemiten – aber wenden es in Positive und halten sie für klüger, humor- und kulturvoller. Auch dies sind Vorurteile. Von Miriam Rürup 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
Die Besten zum Schluss Diesmal Wissen über Antisemitismus ist zentral, Kenntnisse über das Leben von Jüdinnen und Juden in Deutschland aber nicht minder. Über die 1700-jährige jüdische Geschichte hierzulande informieren zahlreiche jüdische Museen. Vier besonders empfehlenswerte: 1 Min Zur Merkliste hinzufügen { iframeIsLoaded = true })" x-embed-bridge-message="if ($message.event === 'track') {$publish('SARAS_PUSH_DATA', $message.payload);} else if ($message.event === 'login') {$publish('TRIGGER_LOGIN', { targetUrl: $message.targetUrl });} else if ($message.event === 'logout') {$publish('TRIGGER_LOGOUT');} else if ($message.event === 'register') {$publish('TRIGGER_REGISTER', { targetUrl: $message.targetUrl });} else if ($message.event === 'resize' && typeof $message.height === 'number') {iframeHeight = $message.height;$dispatch('iframe-height-updated', iframeHeight);}">