Turnier im legendären Ally Pally Alles, was Sie zur Darts-WM wissen müssen
Luke Humphries ist erneut Topfavorit auf den Titel in London
Foto: Tom Dulat / Getty ImagesDarts-WM 2025
Während sich die Bundesliga-Fußballer allmählich in ihre dreiwöchige Winterpause begeben, steuert die Darts-Welt auf ihren Saisonhöhepunkt zu: Ab dem 15. Dezember geht es in London wieder darum, möglichst schnell von 501 auf null Punkte zu kommen. Im Londoner Alexandra Palace – besser bekannt unter dem Namen Ally Pally – findet die insgesamt 32. Weltmeisterschaft der Professional Darts Corporation (PDC) statt. Das Endspiel steigt am 3. Januar 2025. Luke Humphries geht als Titelverteidiger ins Turnier und gilt auch in diesem Jahr als großer Favorit. Mit Martin Schindler, Gabriel Clemens, Ricarco Pietreczko, Florian Hempel, Niko Springer und Kai Gotthardt haben sich sechs deutsche Spieler qualifiziert.
Spielplan
Sonntag, 15. Dezember, ab 20 Uhr MEZ
1. Runde: Thibault Tricole – Joe Comito 3:1
1. Runde: Jermaine Wattimena – Stefan Bellmont 3:0
1. Runde: Kim Huybrechts – Keane Barry 1:3
2. Runde: Luke Humphries – Thibault Tricole 3:0
Montag, 16. Dezember, ab 13.30 Uhr MEZ
1. Runde: Wesley Plaisier – Ryusei Azemoto 3:2
1. Runde: Alan Soutar – Kai Gotthardt 1:3
1. Runde: Luke Woodhouse – Lourence Ilagan 3:0
2. Runde: James Wade – Stefan Bellmont 0:3
Montag, 16. Dezember, ab 20 Uhr MEZ
1. Runde: Niels Zonneveld – Robert Owen 1:3
1. Runde: Connor Scutt – Ben Robb 3:0
1. Runde: Cameron Menzies – Leonard Gates 1:3
2. Runde: Gerwyn Price – Keane Barry 3:0
Dienstag, 17. Dezember, ab 13.30 Uhr MEZ
1. Runde: James Hurrell – Jim Long 3:0
1. Runde: Kevin Doets – Noa-Lynn van Leuven 3:1
1. Runde: Ryan Joyce – Darius Labanauskas 3:1
2. Runde: Mike De Decker – Luke Woodhouse 1:3
Dienstag, 17. Dezember, ab 20 Uhr MEZ
1. Runde: Jeffrey de Graaf – Rashad Sweeting 3:1
1. Runde: Ricardo Pietreczko – Xiaochen Zong 3:0
1. Runde: Ryan Meikle – Fallon Sherrock 3:2
2. Runde: Peter Wright – Wesley Plaisier 3:1
Mittwoch, 18. Dezember, ab 20 Uhr MEZ
1. Runde: Jim Williams – Paolo Nebrida 2:3
1. Runde: Madars Razma – Christian Kist 3:1
1. Runde: Ricky Evans – Gordon Mathers 3:2
2. Runde: Nathan Aspinall – Leonard Gates 3:1
Donnerstag, 19. Dezember, ab 13.30 Uhr MEZ
1. Runde: Chris Landman – Lok Yin Lee 1:3
1. Runde: Callan Rydz – Romeo Grbavac 3:0
1. Runde: Martin Lukeman – Nitin Kumar 3:1
2. Runde: Gabriel Clemens – Robert Owen 1:3
Donnerstag, 19. Dezember, ab 20 Uhr MEZ
1. Runde: Nick Kenny – Stowe Buntz 3:0
1. Runde: Mensur Suljovic – Matt Campbell 2:3
1. Runde: Scott Williams – Niko Springer 3:1
2. Runde: Michael Smith – Kevin Doets 2:3
Freitag, 20. Dezember, ab 13.30 Uhr MEZ
1. Runde: Stephen Burton – Alexander Merkx 0:3
1. Runde: Wessel Nijman – Cameron Carolissen 3:2
1. Runde: Ian White – Sandro Eric Sosing
2. Runde: Stephen Bunting – Kai Gotthardt 3:1
Freitag, 20. Dezember, ab 20 Uhr MEZ
1. Runde: Mickey Mansell – Tomoya Goto 3:1
1. Runde: Florian Hempel – Jeffrey De Zwaan 3:1
1. Runde: William O'Connor – Dylan Slevin 1:3
2. Runde: Michael van Gerwen – James Hurrell 3:0
Samstag, 21. Dezember, ab 13.30 Uhr MEZ
1. Runde: Karel Sedlacek – Rhys Griffin 0:3
1. Runde: Richard Veenstra – Alexis Toylo 0:3
2. Runde: Brendan Dolan – Lok Yin Lee 3:0
2. Runde: Chris Dobey – Alexander Merkx 3:1
Samstag, 21. Dezember, ab 20 Uhr MEZ
2. Runde: Danny Noppert – Ryan Joyce 1:3
2. Runde: Raymond van Barneveld – Nick Kenny 1:3
2. Runde: Luke Littler – Ryan Meikle 3:1
2. Runde: Damon Heta – Connor Scutt 3:1
Sonntag, 22. Dezember, ab 13.30 Uhr MEZ
2. Runde: Ryan Searle – Matt Campbell 3:0
2. Runde: Dirk van Duijvenbode – Madars Razma 1:3
2. Runde: Joe Cullen – Wessel Nijman 3:0
2. Runde: Ritchie Edhouse – Ian White 1:3
Sonntag, 22. Dezember, ab 20 Uhr MEZ
2. Runde: Martin Schindler – Callan Rydz 0:3
2. Runde: Ross Smith – Paolo Nebrida 0:3
2. Runde: Gary Anderson – Jeffrey de Graaf 0:3
2. Runde: Dimitri Van den Bergh – Dylan Slevin 3:0
Montag, 23. Dezember, ab 13.30 Uhr MEZ
2. Runde: Krzystof Ratajski – Alexis Toylo 3:1
2. Runde: Andrew Gilding – Martin Lukeman 3:1
2. Runde: Josh Rock – Rhys Griffin 3:0
2. Runde: Jonny Clayton – Mickey Mansell 3:2
Montag, 23. Dezember, ab 20 Uhr MEZ
2. Runde: Gian van Veen – Ricardo Pietreczko 1:3
2. Runde: Daryl Gurney – Florian Hempel 3:2
2. Runde: Dave Chisnall – Ricky Evans 2:3
2. Runde: Rob Cross – Scott Williams 1:3
Freitag, 27. Dezember, ab 13.30 Uhr MEZ
3. Runde: Damon Heta – Luke Woodhause 3:4
3. Runde: Jonny Clayton – Daryl Gurney 4:3
3. Runde: Stephen Buntin – Madars Razma 4:1
Freitag, 27. Dezember, ab 20 Uhr MEZ
3. Runde: Gerwyn Price – Joe Cullen 4:3
3. Runde: Jermaine Wattimena – Peter Wright 2:4
3. Runde: Luke Humphries – Nick Kenny 4:0
Samstag, 28. Dezember, ab 13.30 Uhr MEZ
3. Runde: Ryan Joyce – Ryan Searle 4:3
3. Runde: Scott Williams – Ricardo Pietreczko 1:4
3. Runde: Nathan Aspinall – Andrew Gliding 4:0
Samstag, 28. Dezember, ab 20 Uhr MEZ
3. Runde: Chris Dobey – Josh Rock 4:2
3. Runde: Michael van Gerwen – Brendan Dolan 4:2
3. Runde: Luke Littler – Ian White 4:1
Sonntag, 29. Dezember, ab 13.30 Uhr MEZ
3. Runde: Jeffrey de Graaf – Paolo Nebrida 4:1
3. Runde: Kevin Doets – Krzystof Ratajski 4:3
3. Runde: Dimitri Van den Bergh – Callan Rydz 0:4
Sonntag, 29. Dezember, ab 20 Uhr MEZ
3. Runde: Ricky Evans – Robert Owen 2:4
4. Runde: Jonny Clayton – Gerwyn Price 2:4
4. Runde: Luke Humphries – Peter Wright 1:4
Montag, 30. Dezember, ab 13.30 Uhr MEZ
4. Runde: Kevin Doets – Chris Dobey 3:4
4. Runde: Robert Owen – Callan Rydz 3:4
4. Runde: Ricardo Pietreczko – Nathan Aspinall 0:4
Montag, 30. Dezember, ab 20 Uhr MEZ
4. Runde: Stephen Bunting – Luke Woodhouse 4:0
4. Runde: Michael van Gerwen – Jeffrey de Graaf 4:2
4. Runde: Luke Littler – Ryan Joyce 4:3
Mittwoch, 1. Januar, ab 13.30 Uhr MEZ
Chris Dobey – Gerwyn Price 5:3
Michael van Gerwen – Callan Rydz 5:3
Mittwoch, 1. Januar, ab 20 Uhr MEZ
Peter Wright – Stephen Bunting 2:5
Luke Littler – Nathan Aspinall 5:2
Donnerstag, 2. Januar, ab 20.30 Uhr MEZ
Chris Dobey – Michael van Gerwen 1:6
Stephen Bunting – Luke Littler 1:6
Freitag, 3. Januar, ab 21 Uhr MEZ
Michael van Gerwen – Luke Littler 3:7
Der ehemalige Champion Michael Smith ist bereits ausgeschieden
Foto: Godfrey Pitt / Action Plus / IMAGOWer qualifiziert sich für die WM?
Wie in jedem Jahr nehmen insgesamt 96 Spieler an der Weltmeisterschaft teil. Der Weg dahin ist klar geregelt: Die 32 Höchstplatzierten der Weltrangliste, der »PDC Order of Merit«, sind automatisch qualifiziert und profitieren in der ersten Runde von einem Freilos. Das gilt unter anderem auch für Martin Schindler und Gabriel Clemens.
32 weitere Spielerinnen und Spieler qualifizieren sich über die Liste der »PDC ProTour of Merit« (ein anderes Rankingsystem, bei der das erspielte Preisgeld der vergangenen zwölf Monate berücksichtigt wird, das nicht bei Major-Turnieren erspielt wurde). Die letzten 32 müssen sich hauptsächlich über regionale Turniere qualifizieren.
Wie ist der Modus?
Die gesamte Weltmeisterschaft wird im K.o.-Modus gespielt. Dementsprechend dürfen sich die Favoriten auch in der frühen Phase des Turniers keine größere Schwächephase erlauben. Während die Profis in den ersten beiden Runden jeweils drei Sätze benötigen, um zu gewinnen (Best-of-Five), sind es in der dritten schon vier. Anschließend erhöht sich die Anzahl der benötigten Sets pro Runde, das Finale wird also im Best-of-13-Modus ausgespielt.
Wo kann ich die Darts-WM sehen?
Wie gewohnt werden alle Partien live im Free-TV auf Sport1 zu sehen sein. Der Spartensender, der zum 21. Mal aus dem Ally Pally berichtet, bietet zudem einen kostenlosen Livestream an. Als Experte ist unter anderem der achtfache WM-Teilnehmer Max Hopp im Einsatz. Auch auf DAZN werden alle Spiele übertragen. Für den Streamingdienst wird Deutschlands bekanntester Darts-Experte Elmar Paulke kommentieren.
Wer sind die Favoriten?
In den vergangenen sieben Jahren gab es mit Rob Cross, Michael van Gerwen, Peter Wright (zweimal), Gerwyn Price, Michael Smith und Luke Humphries sechs verschiedene Weltmeister. Humphries ist auch dieses Mal der Favorit. Auch der im vergangenen Jahr bei seinem Debüt ins Finale gestürmte Luke Littler, derzeit auf Rang 4, darf sich Hoffnungen auf den Titel machen. Der 17-jährige Engländer hat in diesem Jahr unter anderem die prestigeträchtige Premier League gewonnen. Auch Doppelweltmeister Gary Anderson (Platz 14) gehört zu den Favoriten. Der Schotte spielt seit Jahren nur noch ausgewählte Turniere, zeigte sich zuletzt aber in starker Form.
Und die Deutschen?
Der deutsche Darts-Boom setzt sich auch in dieser Saison fort. Zwei Jahre nach dem historischen WM-Halbfinaleinzug von Garbiel Clemens blickt vor allem Martin Schindler auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Auf der European Tour gewann »The Wall« im April in Riesa (Finalsieg gegen Gerwyn Price) und im September in Basel (Finalsieg gegen Ryan Searle). Ricardo Pietreczko scheiterte in Antwerpen im Endspiel knapp an Dave Chisnall. Lediglich Clemens enttäuschte, zählt aber immer noch zu den gesetzten Spielern und greift deshalb erst in der 2. Runde ein. Florian Hempel hat sich zum vierten Mal in Folge für die WM qualifiziert. Zum ersten Mal in London dabei sind Niko Springer und Kai Gotthardt. Für beide wäre ein Überstehen der ersten Runde ein Erfolg.
Deutsche Darts-Hoffnung: Martin Schindler blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück
Foto: Godfrey Pitt / Action Plus / IMAGOWie viel Geld bekommt der Sieger?
Auch in diesem Jahr lohnt sich ein WM-Sieg: Insgesamt werden 2,5 Millionen Pfund (rund 2,9 Millionen Euro) ausgeschüttet. Der Gewinner erhält – wie schon im vergangenen Jahr – 500.000 Pfund (rund 600.000 Euro). Der Finalverlierer immerhin noch die Hälfte. Aber schon die Erstrundenteilnahme wird mit 7500 Pfund vergütet.
Die Spieler haben zusätzlich die Chance auf einen kleinen Nebenverdienst. Gelingt einem Darts-Profi ein sogenannter Neun-Darter, der schnellstmögliche Weg von 501 auf 0 Punkte, werden 180.000 Pfund ausgeschüttet (rund 215.000 Euro). Die Summe wird allerdings gedrittelt und zwischen dem Spieler, einem zufälligen Fan und einer gemeinnützigen Organisation aufgeteilt. In der Geschichte des Turniers gab es bislang 14 perfekte Legs.
Und sonst so?
Phil Taylor ist nach wie vor der mit großem Abstand erfolgreichste Darts-Profi in der Geschichte. 16 Mal gewann der Brite, den seine Fans nur »The Power« nannten, den WM-Titel (davon zwei Titel bei der BDO), zwischen 1994 und 2002 blieb er in sage und schreibe 44 WM-Begegnungen ungeschlagen. Taylor gewann 110 Spiele bei einer Weltmeisterschaft und stand 19 Mal im Endspiel. Doch der mittlerweile 64-Jährige hält sieben Jahre nach seinem Rücktritt längst nicht alle WM-Rekorde. Hier sind ein paar der wichtigsten:
Pau Lim ist mit 67 Jahren und 326 der älteste Spieler, der an einer WM teilnahm.
Michael van Gerwen warf 2017 im Halbfinale den höchsten Punkteschnitt pro Aufnahme (114,05).
Michael van Gerwen kam im selben Jahr auch auf den höchsten Turnier-Punkteschnitt (106,32).
Michael Smith warf 2022 die meisten perfekten Aufnahmen (180 Punkte) im Laufe eines Turniers (83).
Luke Littler zog im vergangenen Jahr als jüngster Spieler aller Zeiten ins Finale ein (16 Jahre und 347 Tage).
Der jüngste Weltmeister ist bis heute Michael van Gerwen (24 Jahre und neun Monate).
Schafft Luke Littler in diesem Jahr erneut den Sprung ins Finale?
Foto: Justin Setterfield / Getty ImagesAlle 9-Darter der WM-Geschichte
2009: Raymond van Barneveld (gegen Jelle Klaasen)
2010: Raymond van Barneveld (gegen Brendan Dolan)
2011: Adrian Lewis (gegen Gary Anderson)
2013: Dean Winstanley (gegen Vincent van der Voort)
2013: Michael van Gerwen (gegen James Wade)
2014: Terry Jenkins (gegen Per Laursen)
2014: Kyle Anderson (gegen Ian White)
2015: Adrian Lewis (gegen Raymond van Barneveld)
2016: Gary Anderson (gegen Jelle Klaasen)
2021: James Wade (gegen Stephen Bunting)
2022: William Borland (gegen Bradley Brooks)
2022: Darius Labanauskas (gegen Mike De Decker)
2022: Gerwyn Price (gegen Michael Smith)
2023: Michael Smith (gegen Michael van Gerwen)
2025: Christian Kist (gegen Madars Razma)
2025: Damon Heta (gegen Luke Woodhause)
Alle Weltmeister der PDC
1994: Dennis Priestley (England)
1995: Phil Taylor (England)
1996: Phil Taylor (England)
1997: Phil Taylor (England)
1998: Phil Taylor (England)
1999: Phil Taylor (England)
2000: Phil Taylor (England)
2001: Phil Taylor (England)
2002: Phil Taylor (England)
2003: John Part (Kanada)
2004: Phil Taylor (England)
2005: Phil Taylor (England)
2006: Phil Taylor (England)
2007: Raymond van Barneveld (Niederlande)
2008: John Part (Kanada)
2009: Phil Taylor (England)
2010: Phil Taylor (England)
2011: Adrian Lewis (England)
2012: Adrian Lewis (England)
2013: Phil Taylor (England)
2014: Michael van Gerwen (Niederlande)
2015: Gary Anderson (Schottland)
2016: Gary Anderson (Schottland)
2017: Michael van Gerwen (Niederlande)
2018: Rob Cross (England)
2019: Michael van Gerwen (Niederlande)
2020: Peter Wright (Schottland)
2021: Gerwyn Price (Wales)
2022: Peter Wright (Schottland)
2023: Michael Smith (England)
2024: Luke Humphries (England)
2025: Luke Littler (England)