Formel 1: Cadillac wird ab 2026 elftes Team - DER SPIEGEL
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Ab 2026 Formel 1 macht Weg frei für Cadillac

Ab 2026 können elf Rennställe mit 22 Autos um die WM fahren: Die Formel 1 hat sich nach langen Verhandlungen auf einen Einstieg von General-Motors-Tochter Cadillac geeinigt. Das teilte die Rennserie nun offiziell mit.
2026 könnten dann elf Rennställe mit 22 Autos um die WM fahren
2026 könnten dann elf Rennställe mit 22 Autos um die WM fahren

2026 könnten dann elf Rennställe mit 22 Autos um die WM fahren

Foto: Bob Kupbens / Action Plus / IMAGO

Die Formel 1 öffnet sich für ein neues Team. Man habe »eine grundsätzliche Vereinbarung mit General Motors (GM) getroffen, um GM/Cadillac als elftes Team im Jahr 2026 in die Formel 1 zu bringen«, heißt es in einem Statement  am Montag. Zunächst werde die GM-Tochter Cadillac ab der übernächsten Saison mit einem eigenen Rennstall dabei sein, zu einem späteren Zeitpunkt soll GM dann auch Motoren für die Motorsport-Königsklasse bauen.

Am Rande des Großen Preises von Las Vegas hatten bereits internationale Fachmedien von einer bevorstehenden Verkündung  berichtet. Verschiedene Kompromisse hätten die Einigung ermöglicht, vorausgegangen war allerdings auch ein juristisches Ringen.

Der Weltverband Fia hatte sich bereits zu Jahresbeginn für den Einstieg des US-Projekts ausgesprochen, hinter dem zunächst federführend der Ex-Rennfahrer Michael Andretti stand. Die aktuellen zehn Rennställe der Formel 1 hatten sich aber lange heftig gegen einen weiteren Teilnehmer gewehrt. Daher hatte die Spitze der Formel 1 sich zunächst gegen die Pläne für den Einstieg von Andretti gestellt. Die US-Justiz kündigte eine Untersuchung der Entscheidung an.

Hinter der Absage durch die Formel 1 sollen vor allem die etablierten Teams gesteckt haben, die finanzielle Einbußen befürchteten. Die Hintergründe dazu können Sie hier nachlesen.

Motoren von Ferrari? Oder Honda?

Da nun aber General Motors sein Interesse verstärkte und hinter dem Projekt ein neuer Mehrheitseigentümer steht, gab die Formel-1-Führung nach weiteren Gesprächen grünes Licht.

Der Name Andretti wird allerdings keine prominente Rolle spielen. Michael Andretti, Sohn des einstigen Formel-1-Weltmeisters Mario Andretti, hatte sich mit seinem forschen Auftreten wenig Freunde im Fahrerlager gemacht, er wechselte in eine Beraterrolle. Geldgeber Dan Towriss übernahm die Leitung des Projekts.

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Für das erhoffte Wachstum auf dem US-Markt bringe das Engagement des Autobauers »zusätzlichen Wert und Interesse an unserem Sport«, sagte Greg Maffei, scheidender Chef des Formel-1-Besitzers Liberty Media.

»Das Commitment von General Motors und Cadillac bei diesem Projekt ist ein wichtiger und positiver Beweis für die Entwicklung unseres Sports«, wird Formel-1-Boss Stefano Domenicali zitiert. GM-Präsident Mark Reuss bezeichnete die Formel 1 als »höchste Klasse des Motorsports«. Sie erfordere »bahnbrechende Innovation und Spitzenleistung.«

Das neue US-Projekt hatte noch unter der Führung von Andretti eine Rennfabrik im britischen Silverstone ausgebaut und Personal angeheuert. Als Motorenlieferant kommen für den Start des Teams ab 2026 Ferrari oder Honda infrage.

ngo/dpa