Formel 1 Ferrari schimpft mit enttäuschtem Alonso
Formel-1-Pilot Alonso: Rüge als Geburtstagsgeschenk
Foto: AP/dpaHamburg - Der italienische Formel-1-Rennstall Ferrari hat seinen Starpiloten Fernando Alonso in der Öffentlichkeit ungewöhnlich hart angegriffen. Die jüngsten Kommentare des Spaniers seien weder bei Präsident Luca di Montezemolo noch irgendeinem anderen im Team gut angekommen, schrieb die Scuderia auf ihrer Homepage. Di Montezemolo erinnerte Alonso bei seinem Glückwunsch-Anruf zu dessen 32. Geburtstag unmissverständlich daran, dass "alle großen Champions, die für Ferrari gefahren sind, immer darum gebeten wurden, die Interessen des Teams über die eigenen zu stellen", schrieb Ferrari.
Alonso hatte sich nach seinem fünften Platz beim Großen Preis von Ungarn und seinem gewachsenen Rückstand auf den Gesamtführenden Sebastian Vettel beschwert, dass sich Ferrari nach der vergangenen Saison nicht wirklich verbessert habe und das Team nicht konkurrenzfähig sei. Zu seinem Geburtstag hatte er sich deshalb das Auto gewünscht, "das die anderen haben", und als Hauptbeschäftigung für die Sommerpause im August "Gebete" angegeben.
Di Montezomolo soll daraufhin gesagt haben: "Dies ist der Moment ruhig zu bleiben, Polemik zu vermeiden und Demut sowie Entschlossenheit zu zeigen, den eigenen Beitrag zu leisten, dem Team und den Leuten an und außerhalb der Strecke beizustehen."
Für zusätzlichen Unfrieden zwischen Alonso und seinem Rennstall hatten Spekulationen gesorgt, nachdem der Manager des Spaniers in Budapest im Red-Bull-Motorhome gesichtet worden war. Allerdings soll es bei den Gesprächen nicht um Alonso als Nachfolger für Mark Webber gegangen sein. Alonso hat bei Ferrari noch einen Vertrag bis Ende 2016.