GP von Ungarn Vettel-Kollege Webber kritisiert eigenen Rennstall
Red-Bull-Pilot Webber: "Dumm und peinlich"
Foto: FERENC ISZA/ AFPHamburg - Formel-1-Pilot Mark Webber hat angesichts technischer Probleme an seinem Boliden beim Qualifying zum Großen Preis von Ungarn heftige Kritik an seinem Team Red Bull geübt. "Das ist dumm und peinlich", sagte der Teamkollege von Weltmeister Sebastian Vettel: "Und es ist auf diesem Kurs besonders brutal, weit hinten zu stehen."
Aufgrund von Schwierigkeiten mit dem Energierückgewinnungssystem Kers und dem Getriebe konnte Webber im entscheidenden Qualifikationsabschnitt nicht mehr starten und muss nun am Sonntag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: Sky, RTL) von Platz zehn aus ins Rennen gehen.
"Wir sollten um die erste Startreihe kämpfen, stattdessen werde ich verdammter Zehnter. Wenn das Auto so weit weg ist von seinem Potential, dann ist das unglaublich frustrierend", sagte Webber: "Das Team muss das Auto im Rennen ans Limit bringen, alles muss funktionieren."
Allzu lange muss der 36-Jährige nicht mehr mit der von ihm kritisierten Mannschaft zusammenarbeiten. Zum Saisonende verlässt Webber Red Bull und die Formel 1. Für Porsche ist er ab dem nächsten Jahr in der World Endurance Championship aktiv. Das Verhältnis zwischen ihm und Vettel gilt seit der Stallorder-Affäre in Malaysia als zerstört.
Weltmeister Vettel hatte beim Ungarn-Qualifying den zweiten Platz belegt. Mercedes-Pilot Lewis Hamilton sicherte sich die Pole-Position, Dritter wurde Romain Grosjean im Lotus. Nico Rosberg im Mercedes kam auf Rang vier.
Red-Bull-Teamchef Christian Horner räumte Schwierigkeiten an Webbers Boliden ein: "Unglücklicherweise gab es am Auto von Mark zwei Probleme, eines mit dem Schaltvorgang des Getriebes und auch eines mit Kers, was uns womöglich 0,8 Sekunden pro Runde gekostet hat", sagte Horner motorsport-total.com. Webber habe mit dem Erreichen des dritten Qualifying-Durchgangs jedoch "sehr beeindruckende Arbeit geleistet".