Bundesliga: HSV gegen Hannover 96 - DER SPIEGEL
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HSV-Sieg: Starker Drobny und ein Eigentor

Foto: Christian Charisius/ dpa

Nordderby gegen Hannover HSV gewinnt dank Pechvogel Marcelo

Zweimal stand Hannovers Marcelo falsch, zweimal profitierte der HSV davon: Dank der Schützenhilfe haben die Hamburger das Duell der Nordklubs gewonnen. Dabei taten sich die Gastgeber zunächst schwer.
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Hamburg - Der HSV hat das Nord-Duell gegen Hannover 96 2:1 (1:0) gewonnen. Durch ein Eigentor von Marcelo (26. Minute) und einen Treffer von Marcell Jansen (50.), den Marcelo unglücklich abfälschte, besiegte das Team von Trainer Joe Zinnbauer die deutlich offensiver agierenden Hannoveraner. Trotz des Anschlusstreffers von Artur Sobiech (66.) konnte 96 das Spiel nicht mehr drehen. Damit schiebt sich der HSV vorläufig auf Platz elf in der Tabelle. Hannover ist Achter.

Für den HSV, der zuletzt mit seinem 3:0-Sieg gegen Paderborn ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf gesetzt hatte, durfte erstmals Zugang Marcelo Díaz von Beginn an ran. 96-Coach Tayfun Korkut schickte seine Mannschaft, die jetzt seit vier Spielen auf einen Sieg wartet, wie zuletzt gegen Mainz (1:1) aufs Feld.

Für den HSV wurde es gleich in der Anfangsphase gefährlich. Aus etwa 20 Metern gab Lars Stindl einen Distanzschuss ab (6.). Hamburgs Keeper Jaroslav Drobny erwischte den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen und lenkte ihn über die Latte. Nur zwei Minuten später kam Stindl erneut zum Abschluss, doch der Ball versprang ihm und ging rechts am Kasten vorbei.

Nach einer Flanke von links gab es erneut Gefahr im Strafraum der Gastgeber: Salif Sané bekam den Ball, doch bevor er schießen konnte, holte Rafael van der Vaart ihn von den Beinen - Elfmeter für die Gäste (24.). Joselu führte den Strafstoß aus, doch Drobny hielt. Kurz danach fiel das Tor, allerdings auf der anderen Seite. Hannovers Marcelo fälschte einen Schuss von Zoltan Stieber mit dem Knie ab, der Ball segelte in hohem Bogen über 96-Keeper Ron-Robert Zieler hinweg ins Tor.

Hannover war die mutigere und offensivere Mannschaft, der HSV hatte in der gesamten ersten Halbzeit keinen Torschuss abgegeben - und führte trotzdem.

Für einen blassen Heiko Westermann kam in der zweiten Hälfte Ashton-Phillip Götz, und auch Kapitän van der Vaart musste auf der Bank bleiben, für ihn kam Petr Jiracek. Die Hamburger traten nun stärker auf. Nach einer Balleroberung von Jiracek schaltete der HSV schnell um. Jansen zog aus 20 Metern ab, und wieder stand Hannovers Pechvogel Marcelo falsch: Er fälschte den Ball ab, Zieler kam nicht ran. 2:0 für die Gastgeber (50.)

96-Coach Korkut stärkte die Offensive und brachte mit Artur Sobiech einen zusätzlichen Stürmer. Mit Erfolg: Nach einem Kopfball von Marcelo - der damit an allen drei Toren beteiligt war - versenkte Sobiech den Ball im Tor (66.). Hannover stürmte in der Folge immer wieder nach vorn, drängte auf den Ausgleich. Doch alle Bemühungen reichten nicht, der HSV verteidigte seine Führung.

Hamburger SV - Hannover 96 2:1 (1:0)
1:0 Marcelo (26., Eigentor)
2:0 Jansen (50.)
2:1 Sobiech (66.)
Hamburger SV: Drobny - Westermann (46. Götz), Djourou, Rajkovic, Marcos (78. Kacar) - Diaz - Nicolai Müller, Stieber, van der Vaart (46. Jiracek), Jansen - Olic
Hannover 96: Zieler - Hiroki Sakai (46. Pereira), Marcelo, Christian Schulz (63. Sobiech), Albornoz - Schmiedebach, Salif Sane - Briand, Stindl, Kiyotake (85. Bittencourt) - Joselu
Schiedsrichter: Manuel Gräfe
Zuschauer: 51.779
Gelbe Karten: Jansen

mrr