Nach Suspendierung Millionenklage gegen Ronaldinho
Brasilianischer Fußballer Ronaldinho: Gerichtliche Auseinandersetzung mit Flamengo
Foto: Andre Penner/ APHamburg - Brasiliens Fußballstar Ronaldinho droht Ärger. Sein ehemaliger Arbeitgeber CR Flamengo hat am Dienstag bei einem Arbeitsgericht in Rio de Janeiro eine Klage in Höhe von 40 Millionen Real eingereicht. Die umgerechnet 15,5 Millionen Euro entsprechen der Summe, die der Weltmeister von 2002 nach seiner Suspendierung Ende Mai bei Flamingo eingefordert hatte.
Der Club legte der Klageschrift Fotos bei, die Ronaldinho bei seinen Ausflügen ins Nachtleben Rios zeigen sollen. Dies habe laut Flamengo neben einem immateriellen Schaden auch dazu geführt, dass Sponsoren- und Werbeverträge weitgehend ausblieben. "Wir haben Beweise, mit denen wir diesen Prozess gewinnen können", sagte Flamengo-Vertreter Rafael de Piro.
Ronaldinho hatte am 31. Mai nach nur 17 Monaten den Club ohne Vorankündigung verlassen und vor Gericht wegen ausstehender Zahlungen unter anderem von Sozialleistungen und Bildrechten in Höhe von 40 Millionen Real eine vorzeitige Auflösung seines Vertrages erwirkt. Nur vier Tage später unterschrieb der 32-Jährige bei Erstligist Atlético Mineiro.