DFB-Pokal: RB Leipzig fliegt gegen VfL Wolfsburg raus, VfB Stuttgart besiegt Union Berlin - DER SPIEGEL
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DFB-Pokal Titelverteidiger Leipzig fliegt raus, Unions Misere hält an

Für den zweifachen Titelverteidiger RB Leipzig ist bereits in Runde zwei Schluss. Union Berlin verlor in Stuttgart das elfte Pflichtspiel hintereinander, Schalke schied gegen St. Pauli in der Verlängerung aus.
Wolfsburgs Tiago Tomás entkommt der Grätsche von Leipzigs Castello Lukeba
Wolfsburgs Tiago Tomás entkommt der Grätsche von Leipzigs Castello Lukeba

Wolfsburgs Tiago Tomás entkommt der Grätsche von Leipzigs Castello Lukeba

Foto: Cathrin Müller / REUTERS

In der zweiten Runde des DFB-Pokals ist RB Leipzig durch eine knappe Niederlage beim VfL Wolfsburg ausgeschieden. Union Berlin konnte sich gegen den VfB Stuttgart nicht aus der Krise befreien. Schalke 04 verspielte eine Führung beim FC St. Pauli und verlor in der Verlängerung. Viertligist Homburg gelang gegen Fürth die Überraschung.

RB geriet schon früh in Bedrängnis, Torwart Péter Gulácsi musste in der ersten Minute gegen Tiago Tomas parieren. Der Portugiese war beim Führungstreffer der Wolfsburger der Vorbereiter: Mit einem Steilpass schickte er Vaclav Cerny, der aus vollem Lauf in den kurzen Winkel traf (14. Minute).

Leipzig blieb wackelig. Durch einen Fehlpass von Xaver Schlager in den eigenen Strafraum kam Cerny in gute Position, wurde aber noch von Castello Lukeba abgedrängt (24.). Nach Wiederanpfiff landete eine abgefälschte Flanke von Leipzigs David Raum am Lattenkreuz (47.), näher kam der Titelverteidiger einem eigenen Treffer nicht.

Die Lage der Gäste verschlimmerte sich noch weiter, als Yussuf Poulsen vom Platz flog. Der dänische Angreifer war mit langem Bein gegen Mattias Svanberg zu Werke gegangen und sah dafür seine zweite Gelbe (56.). Die Vorentscheidung hätte ein Schlenzer von Jakub Kamiński bringen können, der aber um Zentimeter das Tor verpasste (60.).

Erst vor zehn Tagen waren beide Mannschaften in der Bundesliga aufeinandergetroffen. Der VfB hatte sich mit 3:0 in Berlin durchgesetzt, entsprechend selbstbewusst starteten die Stuttgarter in das Pokalheimspiel. Union kam zwischenzeitlich kaum aus der eigenen Hälfte, hatte allerdings die erste echte Chance der Partie: Aïssa Laïdouni zog aus mehr als 20 Metern ab, der Ball knallte an die Latte (28. Minute).

Der VfB ließ sich davon nicht aus der Fassung bringen. Fünf Minuten später traf Deniz Undav den Ball zwar nicht richtig, aber dennoch den Pfosten (33.). Stuttgart präsentierte sich gewohnt spielfreudig, besonders über die linke Seite. Über diese fiel kurz vor der Pause auch das 1:0. Hiroki Itō wurde die linke Außenbahn entlanggeschickt und flankte in den Rückraum zum ehemaligen Berliner Jamie Leweling. Dessen Schuss parierte Frederik Rønnow noch, der Abpraller landete jedoch vor Undav, der aus fünf Metern ins leere Tor schoss (45.).

Im zweiten Durchgang knüpfte der VfB nahtlos an die gute Leistung aus Halbzeit eins an. Stuttgart blieb enorm passsicher, gefährliche Situationen gab es aber nur selten. Für Union Berlin war es wettbewerbsübergreifend die elfte Niederlage in Serie. Unions Trainer Urs Fischer sah nach Schlusspfiff noch die Rote Karte.

Im Duell der beiden Zweitligisten traf der Drittletzte der Tabelle zuerst: Schalkes Tobias Mohr flankte einen Freistoß in den Strafraum, wo Marcin Kamiński beim Kopfball nur schwach verteidigt wurde (16.).

Der Ausgleich für St. Pauli, das gerade Tabellenführer in Liga zwei ist, gelang erst in der zweiten Hälfte. Jackson Irvine traf mit einem Schuss den Schalke-Verteidiger Derry Murkin an der Hand. Dafür gab es einen Elfmeter, den Marcel Hartel sicher in die linke Ecke schoss (56.).

In regulärer Spielzeit fiel kein Tor mehr. Es ging in die Verlängerung, in der die Gastgeber das Spiel drehten. Als Hartel einen Freistoß aus halblinker Position zum zweiten Pfosten schippte, blieb Johannes Eggestein völlig ungedeckt und konnte das 2:1 für St. Pauli köpfen (102.).

Der FC Homburg hat im DFB-Pokal die nächste Überraschung geschafft und nach Bundesligist SV Darmstadt 98 auch Zweitligist Greuther Fürth besiegt. Fabian Eisele (31. Minute) und Joker Phil Harres (83.) erzielten die Tore für die viertklassigen Saarländer.

Die Gäste aus Fürth hatten zwischenzeitlich durch Branimir Hrgota ausgeglichen (52.). Erstmals seit der Saison 1995/96 steht Homburg damit wieder im DFB-Pokal-Achtelfinale.

mlb/mrk/dpa/sid