DFB: Reinhard Grindel bricht TV-Interview ab - DER SPIEGEL
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DFB-Präsident Grindel bricht TV-Interview ab

"Lassen Sie mich in Ruhe": DFB-Boss Reinhard Grindel hat ein Interview mit der Deutschen Welle vorzeitig beendet. Fragen nach der Klub-WM und der Global Nations League hatten ihm offenbar nicht gepasst.
Reinhard Grindel
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Foto: Stuart Franklin/ Bongarts/Getty Images
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Im US-amerikanischen Miami findet am Freitag ein Treffen der Fifa statt, bei dem es um die Zukunft des Fußballs gehen wird. Unter anderem soll auch die geplante Klub-WM mit 24 Teams sowie die Nations League thematisiert werden. Gerüchten zufolge soll der Fifa ein 25-Milliarden-Dollar-Angebot für die Vermarktung neuer Turnierformate vorliegen. Woher das Geld genau kommt, ist unklar.

Als DFB-Präsident Reinhard Grindel in einem Interview mit der Deutschen Welle mehrfach darauf angesprochen wird, bricht er das Gespräch ab. Immer wieder fällt der 57-Jährige dem Journalisten Florian Bauer ins Wort, ehe er aufsteht und geht.

"Nein, drei Fragen zu Katar und sonst hören wir gleich auf."

Grindel wirft dem Journalisten kurz darauf vor, seine Fragen nicht offen zu stellen. Er wolle dem DFB-Boss "irgendetwas in die Schuhe schieben", damit er sage, dass es keine Global Nations League gebe.

Journalist: "Darf ich jetzt die 25 Milliarden nun noch einbringen?"

Grindel: "Nein."

Journalist: "Das habe ich doch inhaltlich bisher noch nicht gefragt."

Grindel: "Komm, wir lassen es."

Journalist: "Herr Grindel, wir haben zu Katar noch gar nicht gesprochen."

Grindel: "Lassen Sie mich in Ruhe."

Weltverbandspräsident Gianni Infantino hatte den Mitgliedern des Fifa-Councils Mitte März 2018 im kolumbianischen Bogotá eine Offerte von Investoren über 25 Milliarden US-Dollar für eine globale Nations League und eine ausgeweitete Klub-WM vorgestellt. Wer die Investoren sind, die bereit sein sollen, dafür so viel Geld zu zahlen, hat Infantino bisher nicht öffentlich gemacht und sich auf eine Schweigeverpflichtung berufen. Es wird vermutet, dass die Geldgeber entweder aus China oder aus Saudi-Arabien kommen.

Das Vorhaben stößt in vielen Teilen der Welt auf deutlichen Widerstand. Unter anderem hatte sich der Dachverband der Europäischen Fußball-Ligen, European Leagues, gegen die Fifa-Pläne ausgesprochen.

bam

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