Fifa stellt Klub-WM-Pokal vor: Von der Nasa inspiriert, von Tiffany geschaffen, von der Fifa gefeiert - DER SPIEGEL
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Neue Fifa-Trophäe für die Klub-WM Fundstück bei Tiffany’s

Die neue Klub-WM steht in der Kritik, weil sie den Fußballkalender weiter verstopft. Der Weltverband lässt sich davon nicht beirren und präsentiert einen Pokal für fast 100 Jahre.
Fifa-Logo am Hauptsitz in Zürich
Fifa-Logo am Hauptsitz in Zürich

Fifa-Logo am Hauptsitz in Zürich

Foto: Ennio Leanza / epa / dpa

Der Fußball-Weltverband Fifa will im kommenden Sommer die erste Auflage der neuen Klub-WM organisieren. Zu den 32 qualifizierten Team gehören auch der deutsche Rekordmeister Bayern München und Borussia Dortmund. Wer das Turnier im Fernsehen überträgt, ist immer noch unklar. Aber immerhin gibt es schon mal eine Trophäe.

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Infantino lobt Klub-WM in höchsten Tönen

Die von der Fifa veröffentlichten Bilder zeigen eine goldene Trophäe bestehend aus mehreren Ringen, die sich von einer Platte in eine »facettenreiche und kreisförmige Struktur« verwandeln können, wie es heißt. Auf dem Pokal seien Worte in 13 Sprachen und in Blindenschrift eingraviert. Die Trophäe steht auf einem schwarzen Sockel mit dem Fifa-Emblem in goldener Schrift.

Die Trophäe sei inspiriert von den Voyager-Raumfahrtmissionen der US-Raumfahrtbehörde Nasa in den Siebzigerjahren, dem Periodensystem, Karten von Pionierreisen und der Astronomie. Der Juwelier Tiffany habe die Trophäe geschaffen.

»Die neue Fifa Klub-Weltmeisterschaft mit 32 Mannschaften ist innovativ, inklusiv, bahnbrechend und wahrhaft global und verdient eine Trophäe, die all dies repräsentiert«, sagte Fifa-Präsident Gianni Infantino: »Sie ist sowohl prestigeträchtig als auch zeitlos – eine goldene Trophäe, die ein Symbol für die Zukunft ist und von der Vergangenheit inspiriert wurde.«

Kritik an Klub-WM

Die Fifa geht offensichtlich jetzt schon von einem Erfolg der ersten Auflage aus: Auf der Trophäe befindet sich Platz für 24 Sieger des Turniers, das alle vier Jahre stattfinden soll. Der Pokal könnte also mehr als 90 Jahre genutzt werden.

Tatsächlich steht das Turnier in der Kritik, weil durch seine Ausweitung der ohnehin volle Spielkalender weiter ausgeweitet wird und vor allem den Topstars der Branche ein Sommer ohne echte Pause droht.

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Manchester Citys Mittelfeldstratege Rodri hatte unabhängig von der Klub-WM einen Streik ins Spiel gebracht, sollte die Anzahl der Spiele weiterhin steigen. Anfang September hatte die Gewerkschaft FIFPro in einem Bericht Schutzmaßnahmen für die Spieler gefordert, um deren Reisen zu beschränken sowie Pausen und eine angemessene Erholung zu ermöglichen, damit die Athleten ihr Leistungslimit erreichen könnten. Auch Bayerntrainer Vincent Kompany sprach die Reisen als Teil der Belastung an. Teilweise würden Nationalspieler neben den Vereinspartien ja auch noch Länderspiele auf anderen Kontinenten bestreiten.

ptz/AP