Fußball-EM 2021: Belgien schlägt Dänemark und steht im Achtelfinale - DER SPIEGEL
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Belgien schlägt Dänemark bei Fußball-EM Dänemark trifft nach 99 Sekunden – aber De Bruyne dreht das Spiel

Christian Eriksen sah aus dem Krankenhaus zu: Es waren keine zwei Minuten gespielt, da traf Yussuf Poulsen schon zur Führung für Dänemark. Doch am Ende freute sich Belgien über den Einzug ins Achtelfinale.
Kevin De Bruyne drehte das Spiel
Kevin De Bruyne drehte das Spiel

Kevin De Bruyne drehte das Spiel

Foto: Wolfgang Rattay / POOL / EPA
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Belgien hat sich vorzeitig für das Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft qualifiziert. Die Mannschaft um Kevin De Bruyne gewann in Kopenhagen gegen Dänemark 2:1 (0:1). Yussuf Poulsen brachte die Dänen in Führung (2. Minute), Thorgan Hazard (55.) und De Bruyne (71.) drehten das Spiel in der zweiten Hälfte.

Durch den Sieg hat Belgien sechs Punkte und steht damit sicher in der Runde der besten 16 Teams. Am letzten Spieltag haben Finnland, Russland (3 Punkte) und die punktlosen Dänen noch Chancen aufs Weiterkommen.

Rund um die Partie zeigten Spieler und Fans mehrere Aktionen für Dänemarks Spielmacher Christian Eriksen, der im Auftaktspiel zusammengebrochen und wegen eines Herzstillstands wiederbelebt worden war. Kapitän Simon Kjær hatte gesagt: »Wir werden für Christian spielen, und wie immer für ganz Dänemark.« Auf dem Rasen wurde beispielsweise ein großes Dänemark-Trikot mit Eriksens Rückennummer 10 ausgebreitet, die Fans im Stadion sangen »You'll Never Walk Alone«. Eriksen liegt im Krankenhaus und verfolgte das Spiel von dort.

Die Dänen nahmen die Euphorie von den Tribünen gleich auf und setzten das belgische Aufbauspiel unter Druck. Pierre-Emile Højbjerg eroberte den Ball, passte zu Yussuf Poulsen, und der traf nach nur 99 Sekunden flach ins Tor der Belgier (2.).

Nach zehn Minuten – in Anlehnung an Eriksens Rückennummer – stoppten beide Teams das Spiel kurz und applaudierten gemeinsam mit den zahlreichen Fans auf der Tribüne für Eriksen.

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De Bruyne kommt nach der Pause

Die Unterbrechung störte den Fluss im dänischen Spiel nicht – im Gegenteil. Die Gastgeber spielten wie aufgedreht und kamen zu mehreren vielversprechenden Abschlüssen. Die favorisierten Belgier hatten dem nichts entgegenzusetzen, nur selten kombinierten sie sich mal an den dänischen Strafraum heran.

Das änderte sich nach der Pause mit der Einwechslung von Spielmacher Kevin De Bruyne. Nach einem schnellen Angriff kombinierten Lukaku und De Bruyne den Ball ins Zentrum, und Hazard schob zum Ausgleich ein (55.). Danach war Belgien im Aufwind, nun zog sich Dänemark immer öfter zurück.

Und De Bryune zog das Spiel an sich: Mit einem Flachschuss aus 16 Metern traf der Regisseur von Manchester City zum 2:1. Nach dem Treffer wollte De Bruyne kurz jubeln, hielt dann aber inne.

Belgien dominierte die zweite Hälfte, doch in der Schlussphase drängte Dänemark auf den erneuten Ausgleich. Martin Braithwaite traf mit einem Kopfball jedoch nur die Latte (87.).

ptz