Sammelsticker zur Fußball-EM Kahn statt Neuer, Götze statt Wirtz
Das offizielle Sammelalbum zur EM 2024
Foto: Miriam Schmidt / dpaDas neue Sammelalbum mit Klebebildern zur Fußball-EM 2024 von Panini-Nachfolger Topps sorgt für Verwirrung. Wer das seit Kurzem erhältliche Stickeralbum in der Hand hält, sucht einige Stars wie Deutschlands Nationaltorhüter Manuel Neuer oder Frankreichs Stürmer Kylian Mbappé vergeblich. Stattdessen sind einige Fußballlegenden dabei – und Nationen, die gar nicht qualifiziert sind.
»Das ist darauf zurückzuführen, dass der frühere Sticker-Partner des Turniers bestimmte Teile der Kollektion zum Nachteil der Fans blockiert hat«, teilte ein Sprecher des amerikanischen Unternehmens der Deutschen Presseagentur mit. Topps besitzt also die Bildrechte an Fotos einzelner Spieler und Wappen nicht. Der Vorgänger Panini wollte sich auf dpa-Anfrage zunächst nicht zu lizenzrechtlichen Fragen äußern.
Bei früheren Turnieren hatte die italienische Firma Panini die Sammelalben für die EM herausgebracht, die Partnerschaft lief nach Angaben des europäischen Fußballverbands Uefa seit 1980. Für die Europameisterschaften 2024 und 2028 schloss die Uefa einen Vertrag mit Topps ab.
Auf der Doppelseite für das deutsche Team gibt es unter anderem Platz für die Bilder von drei Legenden. Zu diesen gehören der frühere Nationaltorwart Oliver Kahn sowie die Weltmeister Lothar Matthäus und Bastian Schweinsteiger. Hoffnungsträger Florian Wirtz, der das schnellste Tor der deutschen Länderspielgeschichte schoss , fehlt im Sammelalbum. Dafür ist beispielsweise Mario Götze abgebildet. Der WM-Finaltorschütze von 2014 absolvierte sein bislang letztes Länderspiel vor gut einem Jahr. Man glaube, »dass das Angebot an Aufklebern und Karten – und die Auswahl an aktuellen und ehemaligen Spielern – jeden für das Turnier begeistern wird«, sagte der Topps-Sprecher.
Fans äußerten sich im Internet überrascht, dass neben den 24 qualifizierten Teams auch Mannschaften abgebildet werden, die bei der EM gar nicht dabei sind. Das Heft kam bereits kurz nach Abschluss der EM-Playoffs Ende März auf den Markt.