Fußball-EM 2025: Stars, Favoritinnen, Stadien und Prämien, im Überblick - DER SPIEGEL
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Grafik-Überblick Alles, was Sie zur Fußball-EM wissen müssen

Wer sind die Favoritinnen? Wie hoch sind die Prämien? Lernen Sie die wichtigsten Fakten zur Fußball-EM 2025 und lassen Sie im SPIEGEL-Quartett die Stars gegeneinander antreten.
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Seit dem 2. Juli läuft die Fußball-EM 2025. 16 Nationen treten mit ihren besten Fußballerinnen in der Schweiz gegeneinander an, es ist die 14. Auflage der Europameisterschaft. Deutschland ist mit acht Titeln Rekordchampion, und auch diesmal gehört das Team von Bundestrainer Christian Wück zu den Favoriten. Die DFB-Elf ist seit sechs Spielen ungeschlagen. Hier finden Sie alles, was Sie zum wichtigsten Turnier des Sommers wissen müssen: Stadien, Prämien, Stars, Wettquoten.

Wer sind die Superstars?

Im SPIEGEL-Quartett können Sie die herausragenden Spielerinnen der EM ganz ohne Ball und Tor gegeneinander antreten lassen.

Jede der 20 Karten – eine Spielerkarte für jede Mannschaft der EM sowie vier zusätzliche Spielerinnenkarten für den deutschen Kader – enthält jeweils fünf Kategorien: Marktwert, Länderspiel-Minuten, Länderspiel-Tore je 90 Minuten, Länderspiel-Vorlagen je 90 Minuten und Karten, dabei sind Gelbe und Rote Karten zusammengefasst.

Es gelten im Grunde die klassischen Regeln aus Trumpfspielen: Sie wählen eine Kategorie aus und gewinnen im besten Fall die Karte des Computers. Am Anfang sehen Sie alle Karten, die Sie auf der Hand haben, und wählen eine erste Spielkarte aus. Ziel ist es, alle Karten gegen den Computer zu gewinnen. Bei allen numerischen Kategorien gewinnt die Karte mit der höheren Zahl, außer bei den Roten und Gelben Karten, denn hier gilt: weniger ist mehr. Ein Unentschieden wird bei der Wertung des Spielzugs nicht berücksichtigt.


Wer sind die Turnier-Favoritinnen?

Die Schweizer »Nati« bietet mit Mittelfeldstar Lia Wälti vom FC Arsenal zwar eine frischgebackene Champions-League-Siegerin auf, dennoch werden den Schweizerinnen trotz Heimvorteils nur geringe Titelchancen eingeräumt. Für ihre englische Teamkollegin Alessia Russo stehen die Titelchancen dagegen nicht schlecht: Zumindest, wenn es nach Wettbüros geht. Diese handeln England hinter Spanien auf Platz zwei. In der großen SPIEGEL-Rangliste  können Sie noch mehr zu den favorisierten Teams nachlesen.

Gestärkt durch die hervorragenden Ergebnisse in der Nations League reisen die deutschen Stars zur Beinahe-Heim-EM ins Nachbarland. Hinter den Topfavoriten Spanien, England und Frankreich werden sie laut der Wettquoten als Halbfinalkandidat gehandelt. Allerdings wird das deutsche Team schon im Viertelfinale entweder auf England oder Frankreich treffen, auf dem Weg zum neunten EM-Titel müsste also schon früh ein großes Team geschlagen werden.


Wo wird gespielt?

Trotz äußerst verhaltener Aufmerksamkeit im Vorfeld des Turniers bahnt sich ein Ticketrekord an. Von knapp 700.000 Tickets waren zwei Monate vor Turnierbeginn bereits mehr als drei Viertel (550.000) vergriffen. Alle Spiele mit deutscher Beteiligung sind längst ausverkauft.


Wie hat sich der Fußball entwickelt?

Die Fangemeinde des Fußballs wächst rasant. Die Uefa rechnet zwischen 2022 und 2033 mit mehr als einer Verdopplung der Fans in Europa auf 328 Millionen. Es ist also an der Zeit, für zukünftige Turniere entsprechend groß zu denken. Stadien mit einer Kapazität unter 10.000 Plätzen dürften so bei zukünftigen Europa- oder Weltmeisterschaften der Frauen höchstens noch als Locations für Public Viewing infrage kommen.

Was die TV-Übertragungen angeht, ist die jüngere Vergangenheit des Turniers allerdings deutlich wechselhafter. Noch vor 20 Jahren verzichteten ARD und ZDF darauf, die Europameisterschaft in England live zu übertragen. Die TV-Rechte waren den öffentlich-rechtlichen Sendern zu teuer. Im Land der damals amtierenden Weltmeisterinnen konzentrierten sich die Sender viel mehr auf den anstehenden Confed-Cup der Männer und diverse Freundschaftsspiele als Vorbereitung auf die »Sommermärchen«-WM 2006 im eigenen Land.

Eurosport ging ins Risiko und sicherte sich die Übertragungsrechte. Und es zahlte sich aus. Mit 2,29 Millionen Zuschauern (17,8 Prozent Marktanteil) war das Finale Deutschland gegen Norwegen die zweiterfolgreichste TV-Übertragung des Sportsenders bis dahin – nur knapp hinter einer Etappe der Tour de France 1997 mit 2,65 Millionen Zuschauern. In Blackburn besiegten die deutschen Frauen Norwegen 3:1 und krönten sich mit dem sechsten EM-Titel. Doch wie haben sich die TV-Quoten seitdem entwickelt? Geben Sie in unserem interaktiven Diagramm einen Tipp ab.

Mit dem spielerischen Niveau und den Erfolgen stiegen in den folgenden Jahren auch die Einschaltquoten. Bei der WM 2011 im eigenen Land erzielten die Fußballerinnen einen Einschaltrekord, der mehr als zehn Jahre währen sollte: Die Viertelfinalbegegnung zwischen Deutschland und dem späteren Weltmeister Japan war mit 17,01 Millionen Zuschauern und Zuschauerinnen nicht nur die erfolgreichste Fußballübertragung im deutschen Fernsehen, sondern auch die Sendung mit der höchsten Reichweite im Fernsehjahr 2011.

Weder der Boxkampf Klitschko gegen Haye (RTL) noch der Eurovision Song Contest (ARD) oder »Wetten, dass..?« (ZDF) konnten in dem Jahr mithalten. Bei der EM 2022 steigerte sich die Spitzenquote weiter. In der Spitze sahen fast 22 Millionen Menschen in Deutschland, wie das DFB-Team unglücklich 1:2 nach Verlängerung verlor – es war die meistgesehene TV-Sendung im deutschen Fernsehen des Jahres.


Welche Prämien bekommen die Siegerinnen?

Die kommerzielle Entwicklung des Frauenfußballs verläuft weiterhin positiv. Laut Schätzungen der Uefa wird sich der Umsatz des Klubfußballs bis 2033 auf jährlich 686 Millionen Euro versechsfachen. Das Potenzial ist also noch nicht ausgeschöpft. Die EM in der Schweiz könnte diesen Prozentsatz weiter nach oben pushen.

Das drückt sich auch in den Preisgeldern aus. Im Dezember 2024 verkündet die Uefa, dass die Preisgelder für die anstehende EM auf einem neuen Rekordniveau liegen werden.

Und auch beim DFB erreichen die Turnierprämien ein vor wenigen Jahren noch unerreichbar scheinendes Niveau. Sollte Gwinn mit ihren Kolleginnen den EM-Titel holen, erhält jede Spielerin 120.000 Euro. Für das Erreichen des Viertelfinales gibt es 45.000 Euro, für das Halbfinale 65.000, und eine Finalteilnahme wird mit 90.000 Euro belohnt. Zum Vergleich: Für den Einzug ins EM-Finale 2022 bekamen die Spielerinnen jeweils 30.000 Euro.